ohne einichen Kalk / oder Mörtel ausgemauert/ undauch mit Steinplatten bedeckt; andere ganz von über-einander gelegten Balken, oder von geweteter Arbeit/wie mans in der deutschen Schweitz nennt. Dannaber sieht man noch eine dritte und von beyden zusam-mengesetzte Bauart/ da nemlich das untere Stockwerkvon Steinen ausgemauert ist und zugleich den Viehffallund den Eingang ins obere Stockwerk enthält/ wel-ches ganz von hölzernen Balken gemacht ist/ und aufzwey Seiten über das unsere Stockwerk vorschießt/so daß man unter dem einen Vorschuß / der gegen dieStraß geht bedeckt gehen kann/ wie Taf. m. k>§. i.und 2. vorstellt.
Es giebt auch verschiedene stattliche Privathäu-ser in diesem Dorf/ und die Gegend umher ist sehrangenehm/ hat fürtrefliche Wiesen und trägt ziemlichviel Getraid. Dem landvögtlichen Wohnsitz gegenüber stürzt sich vom hohen Berg ein Wasser herunter/das sich in tausend Fällen zu Staub bricht/ und dieganze Gegend aufs anmuthigste belebt. Das Thal istwohl 2oo Schritte weit zwischen dicht mit Holz be-wachsenen Bergen; der Tizin fließt in einer ziemli-chen Entfernung von diesem Ort/ an der westlichenSeite in einem tiefen Beet. Ausser dem Dorf ist einim Jahr 1607. erbautes Kapuziner-Kloster auf einerschönen Wiese / bey welchem unter ausserordeutlichgrossen Wallnußbäumen ein ungemein anmuthigerSpazierplatz angelegt ist. Seit dem aber / nach jenerunglücklichen Uebereilung dieser Landsleuten im Jahr1755. nicht weit von diesem Platz die Anführer undStifter derselben / in Beyseyn der zugezogenen evds-gnößischen Militz/ enthauptet worden sind/ so wirddieser anmuthige Platz von den Einwohneren sehr sel-ten besucht. I? Die