den. Matt geht über dieselbe hin, und vermuthet derSchönheit und Pracht des ganzen ungeheuren Gebäu-des wegen, eher in einer Lustlaube als in einer Lei-chen-Gruft zu seyn, in Mitten des eingeschlossenengrossen Platzes steht eine achteckichte Capelle, die mei-stens inwendig mit Trauertüchern behängen ist. DieLeichen aus dem grossen Spithal werden hier beyge-sezt, die Leichen aus der Stadt hingegen in denGrüften ihrer Pfarrkirchen. Von Schul- und Lehr-Anstalten verdienen sowohl wegen der guten Einrich-tung, als ihren schönen Gebäuden gesehen zu werdenDas (LollegtUM HelvetikUM , das Leminariumxrsnäe, das kleine Collegium slla Lsnonica , inwelchen die Oblaten lehren. Sodann das ehema-lige Iesuiter - Collegium in Lrera, auf welchemeine herrliche Sternwarte mit sehr kostbaren Ma-schinen und Instrumenten angelegt ist, in welcherder durch feine grosse Gelehrsamkeit und Herz gewimnende Menschenfreundlichkeit berühmte Exjesuit 1aOrange, unausgesezte Beobachtungen anstellt; wennman auch nichts von der Gestirnkunde versteht, so istdiese wichtige Einrichtung an steh selbst, und wegenungehinterter Aussicht in den weiten Horizont vonMayland, die man hier ohne Schwindel und mitaller Bequemlichkeit sich zu Nutze machen kann, höchstsehenswürdig. Die Ambrosianische Bibliothek istnicht minder eine der vornehmsten Merkwürdigkeitenvon dieser grossen Stadt; sie soll mehr als sechzig-tausend Bände enthalten, darunter bis auf fünfzehn-taufend sehr seltene Handschriften. Daneben kön-nen eine kostbare Sammlung künstlicher GemähldenHandriffen, und Modellen von den berühmtesten Sta-tuen , auch eine Sammlung von seltenen Naturalien,
mit