z6?
ser Orten werden die Rede» an Pfählen von todtemHolz gepflanzt, und sehr nieder gehalten; nur in weni-gem Gegenden an Bäumen aufgezogen / wie in der wel-schen Schweiz/.welches mir eine Anzeige scheint/ daßdas Clima zum Weinbau in der Schweiz eben sogut oder noch besser als im Mayländischen seye. Wirk-lich bekömmt man in Mayland höchst selten einenfeinen M Lgnd selbst gewachsenen Wein zu kosten.Dermieisse ist nirgends gut/ weil man ihn nicht zube-reiten weißt / und die Keller schlecht sind.
Die Missen Maulbccrbäume werden den Strassenimd Wegen nach in den höher» Gegenden des Landsgepflanzt / in den niedern/ wo dMReisfelder, Wasser-wiesen und Viehezucht die Hauptbeschäftigung des Land-manns sind, kommen sie nicht sowohl fort/ weil derBoden zu feucht und wäffericht ist / dann sie wolleneinen trockenen Grund haben. Oberhalb Nlavlandgegen die Schweiz hin ,, besonders in dem Strichzwischen dem Corner- und Langen-See, vornehm-lich um Galarate herum, W der Seidenbau amstärksten und einträglichsten, an diesem Ort ist um di?Zeit der Seiden-Ratolte ein sehr starkes Verkehr undein wichtiger Markt mit den Gatteten, oder ungeha-fpelten Seide. Es wird auch von daher sehr viel aus-geführt.
Weil die Italiener vom Obst keinen andern Ge-brauch machen, als es grün, frisch und ungekocht zuverspeisen / so pflanzen sie es nur in geringer Menge,ynd nur allein in den Gärten und Landgütern der Edel-leute. Man steht sonst nirgends Bäume — die Aepfelsind seltener, als die Birnen, auf dem Markt sind sietheuer^ dazu noch unschmackhaf!; dennoch kommen siejum Nachtischnebst Käs in allen Wirthshäusern bcnBh 5 jedeni