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mit Gehölz bewachsen. Die Bildnis selbst steht aufeinem steinernen Fußgestell , welches fünf und zwanzigEllen hoch ist und verschiedene Absätze hat, an dieman hinaufklimmen und an den Fuß des Bildes selbstkommen kann. Die Statue ist von geschlagnem Kupferfünf und dreißig Ellen hoch, und hat ein schwarzesAussehen. Sie zeigt den Cardinal in seinem erzbischöf-lichen oder vielmehr Kardinal - Priesterlichen Ornat,das Haupt unbedeckt und geschooren unter dem linkenArm halt er ein grosses Buch, den rechten aber hebt erempor, und scheint der Stadt Mailand, nach wel-cher hin er sich wendet, den Seegen zu geben. Ganzin der Nahe erscheint diese Bildnis in einer fürchter-lichen Karikatur, in einer Entfernung von drey bisvierhundert Schritten aber kann man sie besser beur-theilen. Ob Sie ein Meisterstück seye oder nicht, willich nicht beurtheilen; so viel ist gewiß, daß das Gesichtganz den Bildnissen ähnlich ist, die man zu Maylandfür die besten hält; auch die Stirne hat eben dieWölbung, welche man an dem wirklichen eingetrockne-ten Leichnam dieses verdienten Manns wahrnimmt,der in dem sogenannten 8curoio des Dohms derHauptstadt in jenem unschäzbaren Sarg von Berg-Crystatt aufbewahret ist, und den ich in dieser Ab-sicht genau betrachtet habe. Dieses Denkmal mußsehr viel gekostet haben, und ist allerdings sehens-würdig. Nahe dabey ungefähr in der Mitte zwi-schen Arona uud dieser Statue ist ein wohlgebau-tes auf einer lustigen Höhe liegendes Seminariumfür Studierende, das unter der Leitung der Obla-ten steht. Auf dem See sieht man diese Statue zwsStunden weit sehr deutlich.