Um dieses zu erklären, und den Grund anzuge-ben, warum in diesen Thäleren bald alle Wanzen ei-ner viel südlicheren Gegend zur Reife kommen, undauf den Berggipfeln dannoch der Schnee bis in Som-mer liegen bleibt; und warum auf diesen Bergen,die doch vatz einerley relative Höhe haben, mit denGletschern in Wallis, nicht eben auch der Schneedurchs ganze Jahr liegen bleibe? muß man die Mey-nung des gelehrten p. ?im annehmen, der Ao. 1784.die Höhe der mayländischen an die Schweiz stoffendenBerge, so wie der Seen und Flüssen derselben Ge-gend zu bestimmen versucht hat; und mithin zweyClimate unterscheiden, das geographische und dasphysische. Das erste kommt von der Entfernung ei-nes Orts vom ^cquacor her, das teztere hangt vonphysischen Umständen ab. Je nachdem nun ein Ortvom lieguaror entfernt ist, empfangt es mehr oderweniger von der Sonnenhiz, folglich ist sein Climamehr oder weniger warm, je nachdem es von demHeyuäws entfernt ist. Das geographische Clima laßtmehrere Modifikationen durch die Umstände des phy-sischen Climats zu; als da sind die absolute und dierelative Höhe des Orts, seine Lage nach den Win-den , seine Lage nach dem das Ort umgebenden Erd-reich. Nun weißt man, Laß je höher ein Ort überdas Meer liegt, je kälter ist es; dann da die Luft dün-ner ist, je weiter sie von der Oberfläche der Erde ent-fernt ist, so muß sie die Sonnenhiz weniger gespöh-ren. Sonst ist es leicht darzuthun, daß bey gleichenUmständen zweyer Orten, welche die gleiche absoluteHöhe haben, derjenige welcher eine grössere relativeoder eigentliche Hohe hat, in einem physisch wenigerwarmen Clima liegt.
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