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Sittenlehre in Fabeln und Erzählungen für die Jugend : Nebst einer Abhandlung über die Frage: Sind die Fabeln eine Uebung für Kinder, oder sind sie es nicht? / mit Kupfern von J. R. Schellenberg
Entstehung
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«Laß dich nicht Eitelkeit/ gleich jenem Frosche/ blähen,Du weifts der kleinste West kan rechts und links

dich drehen!

Krau nie dem Mann voll Stolz und Wankelmuth !MeinSchilfrohr sey er dir: Mit ihm fährt niemand gut.

Der in einem Bache sich spiegelnde Hirsch.

Nach I^kontLme.

An eines kleinen Baches Sillberwelle,

Don keinem Wind getrübt, wie Crystall rein und helle.Sah einst ein Hirsch sein prächtiges Geweih,

Er fand / daß ihm kein Thier an Schönheit ähnlich sey;Hingegen kränkten in der Wellen WiderscheineIhn seine Spindeln gleichen Beine.

Welch mißgeschafnes Thier, rief er beschämt / bin ich!Mein hoch Geweih erreicht die Fichten in dem Hayne,s,Wieschiken zu dem Kopf sich solche Storchend eine?War unser Hirsch nicht klüger als Narziß,

Der ganz in sich verliebt, sich selbst vollkommen pries?Doch plözlich unterbricyt der Hunde laut GebelleDen Monolog; veriagt den Hirschen von der Quelle.Beflügelt eilt er in den Hayk^

Z»S dichteste Gebüsch hinein.

Doch