Der großmüthige Dichter.
Du Pezay , *) der bisher nur leichte Dersgen schrieb-And sich mit Liedern an Glyceren -An Lesbien, und an NeärenDer Muffe Stunden süß vertrieb,
Fiel ein, in einer höher» SphäreZu ringen nach des Lorbeets Ehre»
In voller Dichterglut warf er ein Singspiel hinrEs hieß: Die schöne MeyerLnn.
Er wollte, wie Apell, erst hinter'm Schilde lauschett-Ünd sich ineogNito vorn Weihrauchduft berauschen.2» süffen Schlummer wiegt sein Autorstolz ihn eint„Wie Voltair werd' ich bald, träumt er, unsterb-lich seyn:
Das Singspiel hatte schöne Scenen:
Doch wellt' an dieses schwache LehrlingsstükDes Hofs Geschmak sich nicht gewöhnen»
Der Seifenblase gleich verschwand des Dichters Glük;Bald sprach man in Paris, wie in Fontainebleau„Die schöne Meyerinn gefiel, ach! nur so, so:Ein Freund des Dupezay kam mit zerstörter MieneUnd zeigt ihm die betrübte Nachricht an,
VerMdt die Pille zwar, so gut er mag und kan:
L 2 „Fiel
*) Du Pezay, Verfasser der I^ettres cl'^lieidlaäeä 6lycöte, der 2e!iL rMLaiu, der kollere cle8a-leneij , der Vableaux , der La§ateUes anonymesÜ. s^ w.