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Lebensgeschichte Johann Kaspar Eschers, Bürgermeisters der Republik Zürich / [David von Wyss]
Entstehung
Seite
106
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einige Exemplare, und machte zugleich die Bemer-kung , daß ihnen von den Kantons die möglichste Si-«Herstellung der helvetischen Unabhängigkeit, bey Ge-legenheit der Friedenskongresse in Utrecht, schonlängst hatte aufgetragen werden sollen; "eine Sache"schrieb er an dieselben,"die bloß unverblcibt, weil man in unsern Republiken auf blevernen Füssen geht, und einen überflüßigscheinenden Schritt von dieser Art nicht weniger als einen falschen fürch.-- tet".

Endlich verließen Esther und Fischer, nachdem siebey den sämtlichen Gesandtschaften Abschiedsbesuchegemacht hakten , wobey man ihnen mehrentheils aufdie verbindlichste Weise begegnet war, den LostenMerz (171z ) die Stadt Regensburg. In der Thatgereichte es ihnen zu großer Ehre, daß so viele an-sehnliche Gesandten sie vorzüglicher Achtung undFreundschaft gewürdiget hatten. Dieses war desto ge-wisser eine Folge ihres klugen und einnehmenden Be-tragens gewesen, weil man einige ihrer Gönner, beson-ders den hannoveranisthen und den preussischen Ge-sandten , als Personen, welche mehr auf die Freund-schaft derSchweizer als aber aufdieRettung derRechkedes Reichs bedacht wären , bey ihren Höfen ange-schwärzt hatte. Sc. K. M. hatten so gar unter ebendiesem Vorwand die Zurückbcrufung des faxen-go-thaischen Gesandten begehrt. Freylich war solchesohne Erfolg geschehen , und der Bevollmächtigte vonHannover hatte für seine Bemühungen zum Vortheilder Schweiz, anstatt Verweisen, den geheimenRaths-Titel erhalten- Dem Grafen von Metter-nich und dem Residenten von Mortaigne wurde vonbeyden Ständen für ihre gefälligen Dienstleistungenin verbindlichen Schreiben Dank abgestattet. Den2ysten Merz kam Esther glücklich in den Schooß sei-