--- r45
werde. Umsonst gab sich Eschers Vater viele Müheseinen Souverän auf andre Gedanken zu bringen,und suchte in einer nachdrücklichen Zuschrift denPräsidenten von Salis zu überzeugen, daß beydeStände sich unmöglich in die Privatsireitigkeiten fei,»es Bundes, wegen des Bistums , mischen könn-ten. Es erfolgte dennoch, obgleich jene auf denyten Dezember versprochnen Mehre erst gegen Endedes Jahres einkamen, die gewünschte Zurückberurfung noch nicht. In Zürich wurde sogar auf dieBahn gebracht , man solle den Gesandten auftra-gen , daß sie zu Beförderung der Annahme ihrerFriedensvorschläge von Gemeinde zu Gemeinde rei-sen sollten. Erst in den letzten Tagen des Dezem-bers versammelten sich die Bundeshäuptcr wiederin Chur ; aber der Landrichter des Graubundesweigerte sich die Mehre seiner Gemeinden vorzuwei-sen, und gab dieselben, aller Vorstellungen ungeach-tet , vermuthlich darum bloß auszugsweise ein, weilsie dem Friedensentwurf der Gesandten günstigerwaren, als er selbst gewünscht hatte. Diesem Aus-zug zufolge blieb die Mehrheit des Graubundes demDergleichsentwurf des Unbekannten getreu, hinge-gen erklärte sich der X Gerichten Bund förmlich,baß er mit Mehrheit seiner Gemeinden die Vorschlä-ge der Gesandten, jedoch bloß aus besonderer Defc-renz, annehme. Wahrscheinlich wäre eben dasselbevon Seite des Graubundes geschehen, wenn nichtder kaiserliche Gesandte, Graf von Ricsenfels, indemselben aufs neue Kabalen erweckt hätte. Alshieraus Eschcr und von Wattenwyl, unter dem Ver-wand die III. Bünde müßten einmal gemeinschaft-lich das, gleich nach ihrer Ankunft bey denselben, ein-gcgebne Memorial beantworten , einen endlichenEntschluß verlangten , erfolgte der mit vielen Dank-K