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Leonard Meisters ... Hauptumriss der ältern Völkergeschichte : nebst kurzer Einleitung in die schönen Künste und Litteratur
Entstehung
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ein aus Noth erfundener Kunstgriff, sich verständ-lich zu machen, da die Sprache noch zu arm aneigentlichen Wörtern gewesen.

8. Allegorie. Ein Bild oder eine Metapher istein sinnlicher, figürlicher Ausdruck , der, zur Errei-chung grösserer Anschaulichkeit, an die Stelle des Ieigentlichen Wortes gesetzt wird, z. B. Löwe anstatt !

Held; Lamm anstatt eines sanften , geduitigen Men- ^

fchen. — Allegorie ist eine fortgesetzte und iu-Hand-lung entwikelte Metapher. Diese Verwechslung desBildes mit seinem Gegenbilde wird auf mancherleyWeife veranlasset : i. Aus Noth, wenn es nicht !möglich ist, die Sache selbst darzustellen. 2 . AusVorsichtigkeit, wenn man befürchtet, durch eigent-liche Darlegung der Sache allzusehr zu beleidigen.

Z. In der Absicht, die Vorstellung schöner und leb-hafter zu machen.

Die Allegorie muß weder zu sehr ins Rleine gehn,noch einen Zusatz von eigentlichen Ausdrücken ha-ben. Dieses verwirrt, jenes ermüdet. Auch mußdas Bild rein, und nicht aus ungleichartigen zu-sammengesetzt seyn. Wenn abstrakte Ideen perfo-nisizirt werden, so dürfen solche allegorische per.sonen niemals aus ihrem Rarakter heraustreten.Jeder ihrer Züge und jede ihrer Bewegungen müssenZeichen seyn , die mit der bezeichneten Sache ingenauer Uebereinstimmung stehn. — Nur feiten und ^im Vorbeygehn, nicht als forthandelnde Personen,dürfen allegorische Wesen in die Handlungen wirk-licher , historischer Personen eingewebt werden, odersie hindern die Täuschung.

Die Allegorie, die der Dichter durch Wörter dar-