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schicklichste Vermischung schwer zu bestimmen.Ueberhaupt richtet sie sich nach dem grösser« oderkleinern Umfange des Werkes. Unter beyden Ex-tremen ist bey der Baukunst allzuviel Mannigfal- !tigkeit weit wiedriger als selbst allzu viel Einfachheit. i
7. Der menschliche Geist liebt die Thätigkeit sosehr, daß er auch ausser sich selbst den unbelebtenWerken der Kunst und Natur sehr g-wne Leben unddiesen oder jenen moralischen Lhar.ckter zuschreibt.
Je nach der Beschafeuheit und dem Zweck eines Ge-bäudes giebt ihm daher der Baumeister auch schonim Aeussern seinen eigenthümlichen Charakter Feyer-lichkeit dem Tempel, Majestät dem Rathhaus,dem Arsenal kriegerische Verzierung , lachende Ver-zierung dem Gartenpavillon. Heftige Eindrüke , dieihrer Natur nach schnell vorübergehn, wie Uebec-raschung , Enrsetzen , gehören darum für keine Artder Bauform, weil das Gebäude, wegen bleiben-der Dauer, sogleich nach dem ersten Augenblick dieKraft einer solchen Ueberraschung verliert. Der Bau-meister muß also eben so sehr die gothische Rühn-hett und Vielförmigkeit wie die ägyptische Aengst-lichkeit und Einförmigkeit meiden. Auch in derBaukunst sind unsre Meister die Griechen und Römer.
8. Gleichwie von Aussen und Innen das Gebäu-de selbst fest, bequem und schön seyn muß, so mußes mehr oder weniger auch das Hausgerath seyn.Jedes Zimmer, der Speisefal, der Prunksal, dasCabinet, das Schlafgemach u. s. w. hat seine an-gemessene Verzierung ; es darf weder zu überla-den, noch zu nackt seyn. Uebereinstimmung bleibtauch hier eine herrschende Regel. Vor allem aus