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Leonard Meisters ... Hauptumriss der ältern Völkergeschichte : nebst kurzer Einleitung in die schönen Künste und Litteratur
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hat man nicht nöthig, die Heerden zu würgen, umsich durch Meldung vor den Unbillen des Wetterszu schützen. Noch heut zu Tag erzieht man dieKinder bis zum reifern Alter in ihrer schuldlosenG losse. Zum Unterhalte des Lebens bedürfen dieEinwohner nicht des Viehes oder Gewildes. Ge-gen auswärtigm Ueberfall scheinen sie durch einebeynahe ununterbrochene Kette von Bergen gesichert,welche gegen China, gegen die Tartarey und per-sicn die glückliche Gegend verschanzen. Von derandern Seite ist sie mit Meeren umstoßen.

Je weniger aber ein Volck in so fruchtbarem Kli-ma an Abhärtung gewohnt war, desto wenigerwiderstand es auch den auswärtigen Erobern.Höchst dunkel und zweifelhaft indeß sind die Feld-züge der Semiramis und des Sesoftris nach In-dien , eben so wie die indischen Züge des Bacchusund Herkuls. Gewisser ist es, daß zur Zeit desDarms Hystaspes die Perser sich über Indien ver-breitet und daselbst bis zum Untergänge der persi-schen Monarchie ihre Eroberungen behauptet haben.Ohngesähr im Jahr der Welt 3656 hatte sich Ale-xander der Grosse, so wie Persiens, also auch ei-nes grossen Theils von Indien bemächtigt. Nachseiner Rückkehr aber und noch mehr nach seinem To-de giengen beynahe alle diese Eroberungen verloren.

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Bey der Verfassung der Indianer muß man,wie bey den Scythen und andern grossen Natio-