Diese oder jene Gleichförmigkeit zwischen chine-fischen und ägyptischen Gebrauchen beweist ebennicht immer gleiche Abkunft. Ohne Verwandtschaftund Verkehr , können die entferntesten Nationeneinander in vielen Stücken gleich seyn , in wiefernähnliche Zufalle, in wiefern die gleiche Menschen-natur kn Osten und Westen, gegen den Südpol undgegen den Nordpol gleiche Bedürfnisse und gleicheBegriffe zu veranlassen im Stande sind.
Gegen!Nord gränzt China an denjenigen Theilder grossen Tartarey, welcher die chinesische genennkwird, von China selbst durch eine alte, grosseMauer getrennt ist, aber nichts desto weniger auchzu China gehört. Gegen Süd und Ost gränzt Chinaan das grosse Weltmeer, gegen West an die ostirr-dische Halbinsel. Hauptflüsse in China sind derHvang und Kiang. Beynahe durchgängig ist derBoden fruchtbar an Getraid, Hülsen-und Baum-früchten , Vieh, Gewild, edeln Metallen und Stei-nen. In China sindt man auch den feinsten Porcel-lan , tcefiichen Thee, die Wurzel Chinchina undandere Arzneykrauter, Seide u. s. w.
Die uralte Mauer zwischen dem eigentlichen Chi-na und der chinesischen Tartarey soll 250. deutscheMeilen lang, 45« Schuhe hoch und 20. Schuhebreit seyn. Alle hundert Schritte weit ragt ein star-ker Wachthurm hervor.
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Es ist ein Nationalvorurtheil bey den Chinesern,