Band 
Vierter Band
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-93 Vier und vierzigster Brief.

tensionen auf Vernunft doch immer vonEigenliebe und seinen Leidenschaften beyder Nase herumgeführt wurde; dann istes zu spät, es nicht mehr zu seyn. Manhat dem Tod einen gewissen feyerlichenErnst gegeben, der den gesellschaftlichenPflichten und Verbindungen ungemeinVortheilhaft ist; der aber in der Absicht,zu guter Lezte die Thorheiten eines gamzen Lebens geschwind noch auszuwischen,zu einer Menge neuer Menschlichkeiten An-laß gibt. Man legt gemeiniglich auf demSterbebette seinen Vorstellungen eine ge-wisse Zuverlaßigkeit, und den letzten Hand-lungen einen ganz besondern Werth undein außerordentliches Gewicht bey : Manglaubt viel Heller zu sehn, als man mitgesunden Augen das ganze Leben durchnicht gesehn hat, und wähnt, die ganzeNatur nehme Antheil an seinem Abschied.In den Augen des Denkers legt mandabey ein neues Zeugniß ab, daß manda am meisten Kind ist, wo man es amwenigsten seyn will. Ich war mein gan-zes Leben durch aller Feyerlichkeit, allem