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demie zu Paris, und starb 1769 in der Blühte sei. !ner Jahre. Almanach des beaux Arts. I
Amann (Johann) ein Formschneidcr; verfertigteverschiedene Blätter, unter andern 64 Figuren vomLeiden Christi, die 1,2; zu Amsterdam gedrukt sind.Papillon haltet ihn für Iosts Vater, wovon man aberin dieses leztern Geburtsstadt nichts weiß.
-1- — (Iost) ein Mahler und Zeichner von Zü-rich in der Schweiz; begab sich um das Jahr rzsonach Nürnberg, allwo- er eine grosse Menge Hand-risse auf Holz und Papier zeichnete. Man findet inseinen Werken ein fruchtbares Genie in der Zusam-mensetzung; er folgte auch in den Figuren dem Le-ben mehr als jemand seiner Zeit gethan hat, wie sol-ches die von ihm in Holzschnitten herausgegebenegeist-und weltliche Geschichten, Jagd - und Wayd-werke, Kleidertrachten u, s. w. genugsam zeigen.Die Blatter, die seinen Namen führen, werden auf !;;6 Stücke geschäzt. Papillon zahlet ihn selbst unter ^die Formschneider; und da er nicht weiß, daß Iostvon Zürich nach Nürnberg gezogen, machet er aus ihm !zwey Künstler, und nennet den andern Anwnn. Erwill behaupten, man finde in Vergleichung ihrerArbeit einen sehr merklichen Unterschied; des Zü-richers sey im deutschen Geschmake, dahingegen desNürnbergers der Manier der größten Meister in Ita-lien nahe komme. Papillon machet viel Wesens vonseiner vermeintlichen Entdeckung. Iosts Werke sinddurch ganz Deutschland bekannt, und meistens zuFrankfurt am Mayn bey Siegmund Feyerabend ge-drukt. Die sogenannte kleine Meister seiner Zeit habenvieles nach seinen Zeichnungen gearbeitet. Sein Buchvon der Dicht-Mahler - und Bildhauerkunst, ward1578 zu Frankfurt am Mayn gedrukt, und erschienfiüther unter dem Titul : ärris pingcricli Lncbiriftion.Er starb l-;y l im 4<;sten Jahre seines Alters. Christführet sein Zeichen an verschiedenen Orten an. Füeßli
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Amaranthus. Diesen Namen findet man auf einerGemme, so den Herkules vorstellt, wie er die Nym-phalischen Vogel erschießt- Murr.
Amato (Johann Anton d') ein Mahler zu Nea-pel; lernte bey Silvester Bono. Er verfertigte Fresco-gemählde in verschiedenen Kirchen seiner Geburts-stadt, und bediente sich Hiebey einer fleißigen und gros-sen Manier. Dieser Künstler war ein frommer undgelehrter Mann, der sich niemals wollte bereden lastsen, nakte und unchrbare Bilder zu mahlen. Erstarb1555. im gasten Jahre seines Alters. DomeniciD. -. p. 52.
-(Johann Anton d') der jüngere, des obi-gen Bruderssohn nno Schüler; lernte bey Ioh.Bernhard Lama. Sein schönstes Gemahld ist eineAltartafel der Kirche Msnte belli Poveri vcrgognosi inder Strasse Toledo zu Neapel, welche die H. Jung-frau Maria in Begleit des ganzen himmlischen Hee-res vorstellt. In diesem Stükc findet man eine aus-gesuchte Zeichnung und eine liebliche Färbung. Ama-to heyrathcte die berühmte Mahlerin Maria Ange-lica Criscuola- Er starb um das Iahrizyg. im 6;.Jahre seines Alters. Domenici Da. x.?2o.
Amatore (Joseph) ein Mahler zu Brcscia, vonwelchem man in^der Kapelle der H. Maria, der Au-gustinerkirche St. Barnabas, ein grosses Gemähldsiehet, so die H Monica, welche Almosen austhei-let , vorstellt. Pitture rc. di Brefcia.
— — (Paul) ein Bildschnitzler zn Brescia. Vonseiner Hand ist das Bild der H. Maria genannt inSilva, von Holz, aus einem Altare in der KircheSt- Fausiiuus und Iovira zu sehen; und ein höl-zernes Krucifix, welches mir einem Christalle bedektist, in der Kirche delli Miracoli. Pitture rc. di Brcscia.
Amatori ( Franz) ist allein unter dem NamenUrbino bekannt; er lernte bey M- A. Bonaroti,den er 26. Jahre lang mehr in häuslichen als inKunst-Geschäften bediente, und sich sowohl mit ihmzu betragen wußte, daß er ihn werth hielt, und sei-nen i<;;6 erfolgten Tod sehr bedauerte. Urbino hat-te genügsames Genie, aber er gab sich wenig Mü-he seine Kunst zu üben. Pabst Paul der Ui trugihm auf die Gemählde der ^ixtinischen und Pauli-
Amvrostnt. rz
nischen Kapellen in dem vaticanifchen Pallaste reinzu Halter,, und verordnete ihm ein monatliches Ge-halt von sechs Goldsgulden. Lettere su la Pittura rc.
1. 6. P. 2;. '
Amberger (Christoph) ein Mahler von Nürnberg,wird für einen L-chüler des ältern Johann Holbeinsgehalten , weil er dessen Manier vollkommen nach-ahmte. In seiner Erfindung, Zeichnung und Colo-rit zeigte er einen grossen Verstand, von welchemdie zwölf Gemählde von den Geschichten des Erz,vaters Joseph, und andre die man zu Augspurgsieht, genugsam zeugen. Er hatte die Ehre da§Bftdniß Kayser Carl des V. nach dem Leben zu mah-len, und ward dafür reichlich belohnt. Ambergerbemahlte um i;;c> die Mauren der Fuggerischen undandrer Häuser zu Augspurg. Man findet auch ver-schiedene schöne Stücke von seiner Hand in dem Pal-laste des Churfürsten von Bayern zu München- Erstarb lz6;. Sein Pinsel ist fett und rcinlicht, sei-ne Figuren sind gut gezeichnet und wohl gestellt,seine Farben sind überall wohl gebrochen. Er beob-achtete die Lineal-Perspektiv sehr wohl, aber er hattekeinen Begriff von der Luftperspektiv; ein allgemei-ner Fehler fast aller Mahler seines Zeitalters. Die-ser Künstler hat einige von seinen Erfindungen inHolz geschnitten. Prenner hat nach ihm die Geschichteder Herodiasfürdiekayserliche Gallerie radirt. Sand,rart 1.1. x>. 2;;.
Ambilot (N. de l') ein geschikter französischer Hi-storienmahler; arbeitete einige Zeit zu Leyden, undwird von Uffenbach 1 .;. p. 420. angeführt.
Ambling (Carl Gustav) ein Kupferstecher vonNürnberg, welchen der Churfürst von Bayern dieseKunst auf seine Kosten zu Paris bey Ricinus Pvil-ly erlernen ließ. Ambling stach die Bildnisse derFürsten des Hauses Bayern in Lebensgrösse, underwarb sich^hlMmrch eineu^zroffen Rühm. Manhat auch von ihm zwölf Monate und die'Gelchich-te Otto's von Wittelspach nach Zeichnungen von P.Candito; welche alle, in Tapezereyen verarbeitet, denchurfürstlichen Pallast zu München zieren. Er starb1701. im ;o. Jahre seines Alters. Doppelmayr.
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Ambrogini. Sieheden ArtikelBartholomeCennini.
Ambrogio (Dominicus) genannt Minghino delBrizio, ein Mahler zu Bologne; lernte bey Bern.hardin Baldi, Dionifius Calvart und Franz Bri-ste. Diesem leztern war er bey vielen seiner Werkenbehilflich. Er war in der Zeichnung und der Zu-sammensezung sthr fruchtbar. Viele Kirchen und Pal-läste seiner Geburtsstadt sind mit seinen Gemähldengeziert. Er verfertigte einige grosse Holzschnitte inHelldunkel nach B. Coriolano und L. Tinti, die mitder Jahrzahle iüz; u. s. f. bezeichnet sind. Maloa-sia T. 1. p.?4;-
-(Johann di) ein Baumeister und Bildhau,
er zu Florenz; verfertigte für die dasige Kirche St.Maria del Fiore die Bilder der Gerechtigkeit und derH. Barbara in Marmor. ' Sein Sohn Loren; mach-te für die gleiche Kirche die Bilder der H. Jung-frau Maria und einiger andrer Heftigen. Beydelebten um das Jahr i;8c>- Baldinucci See. ll. ?. ,0;
— — (Micco d. i. Dominicus d') ein Bildhauerzu Neapel; lernte bey Dominicus d'Auria. Man siehetvon seiner Arbeit in den Kirchen St. Domenico Mag-giore und «2t. Giacomo de Svagnuoli einige Grab,inähler und in der leztern eine Altartaftl in Basre-lief. Er lebte um der, Anfang des XVll. Jahrhun-derts. Domenici 1 . 2 p, 192.
Ambrofini ( Andreas) ein geschikter Baumeisterzu Bologne, lebte um den Anfang des XVW Jahr-hunderts. Nach seinen Zeichnungen ward das schö-ne Dominicaner-Kloster aüa Trinita und die Non-nenkirche St. Petrus Martyr aufgeführt. Florian, Ambrofini, ein andrer Baumeister, lebte hundertJahre vor Andreas. Er baute die Kapelle St. Do-I minicus und den Pallast Zani zu Bologne. Man! zeiget auch ein Buch, welches er von seiner Kunst> geschrieben Malvasia führt diesen Künstler 1 . 2.x. 88. an. Christoph Ambrofini, ein Mahler zu Rom,