Band 
[Erster Theil.]
Seite
131
JPEG-Download
 

Capellan.

liMena. Er küpixte dieses seziern Gemählde sehr ge-nau , und viele derselben wurden für Originale ver-kauft. Capclla mahlte auch mit einer schönen Ma-nier in Miniatur. Er lebte um 1740. Domenici

1°. ;. p. 682.

Capellan (Antons ein venetianischer Kupferstecher;arbeitete nach D. Majotto, Michelangelo, Domini-chino, P. Battoni, D- Corvi, u. s. f. Erstachauch die meiste Bildnisse zu der neuen Ausgabe desVasari, welche der Abt Johann Bottari 1760. zuRom besorgte. Das Bildniß des M. A Bonaroti,,welches in weit grösstem Format gestochen ist, als dieandern, ist ein schönes Blatt. Siehe Angelus Cam-panella. Gandellini.

Capelletll (Felix) ein Mahler zu Verona; lerntebey Santo Prunati. Er mahlte für die Kirchen St.Anastasta, St. Maria antica, S. Apollonia, u. s. f.Dieser Künstler lebte um 1716. Pozzo N. r;c>.

Capclli (Franz) ein Mahler von Modena; lerntein der Schule des Anton Allegri, und kam darinneso weit, daß er mit Ruhm für öffentliche Gebäudearbeiten konnte. Zwey von seinen Gemählden wurdenwürdig geschäzt dem Kayser Rudolf II. zum Geschenknbersthikt zu werden. Capelli lebte um i;;c>. und starbin blühenden Jahren. Vedriani p. 82.

-(Ioh. Anton) gebohren zu Brescia 1664.

lernte bey Pompejus Ghiti, LorenzPasiuclliundJoh.Baptist Ganli, bey welchen er sich in der Mahlereyauf frischen Mörtel sehr geschikt machte, und in fei-nem Vaterland schöne Werke verfertigte. Guarienti.

-(Joseph) ein Mahler von Rom; arbeitete zu

Neapel, wo^er perspectivische Gemählde für die Schau-bühnen verfertigte; er ließ sich auch als Ingenieurgebrauchen. Sein Sohn Peter mahlte mit grosserFertigkeit Archilecturen und Perspektive. Die Ge-mählde dieses Künstlers werden von den Kunstverstän-digen wegen der prächtigen Architektur sehr bewun,dert. Er starb Domeniki 1 .p. ;6z.

-(Pancratius) ein Kupferstecher. Man hat

von ihm eine büßende Maria Magbalena; verschiede-ne Theses, u. s. w. Gandellini.

Capellino (Ioh. Dominicus) ein Mahler von Ge-nua ; lernte bey Ioh. Baptist Paggr, dem er we-gen seines schönen Angesichts und goldgelben Haarenöfters in Vorstellung der Engel zum Modelle dienenmußte. Er übertraf alle seine Mitschüler in der Zu-sammensezung, in seltsamen Erfindungen, in derPerspectiv und dem Colorit. Seine Werke sind vol-ler Ausdrüke und scheinen zuweilen seinen Lehrmeisterselbst zu übertreffen. Er starb i6;i. im 7isten Jahreseines Alters. Soprani p. 185.

Capello (Felix) Siehe Castello.

-Siehe Capella und Capclli.

Capitain (Remigius) ein französischer Kupferste-cher ; gab >641. die Bildnisse der Königinne undDauphins von Frankreich heraus.

Capitani (Hicronymus und Julius) Mahler vonLodi; lernten bey Vernhardin Campi, und wurden inihrer Kunst sehr geschikt. Sie blüheten um 1580. Lo-mazzo p. m.

Capitclli (Bernhardin) ein Mahler und Kupfcr-ezer von Siena; lernte bey Alexander Casolano, undnach dessen Tode bey Rutilins Manctti. Er arbeiteteviel nach den Werken seiner Lehrmeister und andernKünstlern seines Vaterlandes. Der Abt von Marol-les besaß 112 Blätter von seiner und seiner KopistenArbeit. Er lebte um 1626. Lettcre su la Pittura, rc.

1. 1. p. 149-

Cavlunghe ( ) ein Bildhauer; arbeitete in könig-lichen Diensten zu Potsdam, wo er 177;. starb. M.Oesterreich.

Capo; ein Beyname von Dominicus di PietroCafaggi.

Capocaccia (Marius), von Ancona; verfertigtesehr feine Bildnisse in gefärbten Gips, welche sehrgelobt wurden. Vasari T. ;. x. 842.

Capo di Bue (Ioh. Baptist) von Modena; verei-nigte mit einer edeln Geburt, die Mahler-Bildhaner-

N

Capugnank izx

und Baukunst, welche ihn zu Parma und in seinemVaterlande beliebt machten. Man sieht von ihm einGemähld in dem Chor der Carmeliterkirche zu Mo.dena, welches die Verkündigung vorstellt, und i zpy.dahin gebracht wurde. Er verfertigte auch wohlge-bildete Statuen für verschiedene Kirchen seines Va-terlandes. Vedriani x. 107.

Capolongo (Anton) ein Mahler zu Neapel; lern-te bey I. Bernhard Lama. Er mahlte mit dessenBeyhilf die Empfängniß Mariä für einen Altar derKirche St: Diego, genannt OPedaletko. Capolongomahlte aus eigner Erfindung für die Kirche St. Ca-thärina alle Zinne, den Heiland am Kreuz, aus des-sen Seite das Blut in ein Gefäß fließet, mit nebend-stehenden Bildern. Er blühete um 158°. DomeniciT. 2. x. isf.

Capomazza (Ludovida) eine Mahlerin zu Neäpel.Man kann nicht mit Gewißheit sagen, wer ihr Lehr-meister gewesen, die wahrscheinlichste Meinung gehetauf I. Anton Santoro. Sie gicng frühzeitig in einKloster und mahlte verschiedene Heiligenbicher,für Pri.vatpersonen und Kirchen; unter diesen zeiget man ei.nige zu St. Clara und IesuS Maria, in denen manschöne Landschaften, wohlgezeichnete Köpft, Händeund Füsse, nebst einem guten Colorit bemerket. Siestarb um 1646. Domenici 1 .;. p. 90^

Caporali (BencdictoderI. Baptist) genannt Bitti,ein Mahler von Perugia; lernte bey Peter Perugino.Er übte die Mai-lcrey, noch mehr aber die Baukunst.Caporali arbeitete an dem Domm z» Mayland und inder Carthause zu Pavia ; schrieb auch Anmerkungenüber den Vitruv, welche i z;6. gedrukt, aber in kei-ner Achtung sind. Dieser Künstler starb i;6c>. SeinSohn Julius; arbeitete unter des Vaters Aufsicht.Man kann keine Nachricht von seinen eignen Werkenanzeigen. Er starb um i;8°, ungefähr 70 jährig.Paftoli x>. 50. und 92.

Cappa (Hieronymus) ein geschikter Bildhauer,der .in dem Artikel Franz da Ponte-Bassano ange.führt ist.

Capra (Alexander) ein Baumeister von Cremona;schrieb über die Feldmesser - Civil - und Kriegs-Bau.künste, ein Buch in drey Quartdanden, welches von1672. bis i68z. gedrukt ist.

Caprera. Siehe den Artikel A. M. Colonna seinesSchülers.

Capriani (Ioh. Baptist) Siehe Cipriani.

Caprini, oder Caprinozzi (Marc.),genannt delRuspoli, von Civita - Castcüana gebürtig; lerntebey dem Ritter Benefiake und blühete umEr mahlte für die Kirche belle sacre Slimmate diS Francesco a i Cesarini zu Rom eine geistreicheTafel, welche den seligen Joseph Calalanzio vor-stellt. Titi.

Caprioli (Alexander oder Aliprando) von Trient,ein Kupferstecher zu Rom; gab >596. die Bildnissevon hundert Kriegshelden heraus. Er arbeitete auchnach F. Zucchero, u. s. f. Gandellini.

Capua (Eligio di) Siehe Eligio.

Capucino; unter diesem Namen verstehet man denCosinus Piazza, und zuweilen den Bernhard Strozzi,der aber mehr unter dem Beyname Prete Genoese be-kannt ist.

Capugnano, oder Campugnano (Johann da) einBauer aus einem Dorfe in den Gegenden von Bo,logne; bildete sich ein, er sey ein geschikter Mahler;er'kam daher nach Bologne, wo er eine Werkstadtöfnete, mahlte Stühle und Tische, bey welchem, ersich immer beklagte, daß man seine Kunst nicht genug-sam kenne und bezahle. In dieser Einbildung stärktenihn einige schalkhafte Nachbarn, und rühmten seine Ge-schiklichkeit; da er sich aber unterfangen wollte heiligeBilder zu mahlen, ward ihm solches von dem Erz-bischof verholten : Ein lustiger Kopf legte ihm dasVerbott so aus, daß es nur das Mahlen dieser Bil-der um Belohnung betreffe, und beredte ihn, ein Ma-rienbild mit dieser Ueberschrist zu verfertigen: Man-nes äe Cspugnano kecit iltgin bellam tsssäomnsm äe-votionis grgtia. Er überschauet te einige Tafeln und bil.

L