Cartolanus,
Carloiri.
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Cariolanus. Siehe Coriolano.
Carisi (Anton) ein Mahler von Genua. SeinSohn arbeitete zu Rom in der Kirche St. St. Ro-chus und Martinas. Roma antica e moderna.
Carl Emanuel der Zweyte, Herzog von Savoyen,war in der Baukunst so erfahren, daß er den prächti-gen Pallast la Veneria unweit Turin nach seiner eig-nen Erfindung und Zeichnung aufführen ließ. Bar-toli 1. r.
Carl (Peter) gebohren zu Helling, einem Dorfeunweit Nürnberg 1541. Er baute die Fleischbrükeiu dieser Stadt, welche 97 Fusse lang ist, und auseinem einigen sehr flachen Bogen, bestehet, danahenauch für ein Meisterstük gehalten wird. Er arbeitetemit grossem Ruhm an dem Churpfälzischen Hofe zuHeidelberg, wo er 1617. starb. Sein Sohn Johann,gebohren zu Nürnberg 1578. Baute die H. Geists-kirche zu Regenspurg, und verfertigte für den dama-ligen schwedische«« Generalißimus Pfalzgraf Carl Gu-stav einen ?4 Fnß hohen künstlich eingerichteten Par-naß, welcher nach Schweden gesandt, und bey demEinzug des Pfalzgrafen als König in Schweden, inStokholm zur Schau ausgestellt wurde. Johannstarb r66;. Doppelmavr p 21;. und -;v.
Carlemaderne. Siehe C. Maderni.
Carlen» (Anshelm) ein ausländifcher Mahler, vonwelchem man ehcmalcn Frefcvgemählde an den aus-wendigen Mauern zweyer Bürgershäufcr zu Veronasah, welche Historien und andre Figuren in Friesenvorstellten. Pozzo p. 2-2.
Carletto; ein Beyname von Carl Caliari.
Carlevariis (Lucas > genannt da Ca Zenobio, einMahler von Ndine; hatte keinen gewissen Lehrmeister,sondern studirte bald da bald dort. Er mahlte ziem-lich gute kleine Stüke, welche Meerporte und Land-schaften mit Figuren vorstellten. Lucas ezte eineSammlung von hundert Prospecten der Stadt Ve-nedig, die er 170;. herausgab. Er starb 1729. im64sten Jahre seines Alters. Seine Tochter, lerntebey Rofalba Carriera. Sie mahlte in Miniatur undin Pastel. Guarienti.
Carlier ( Johann) ein Mahler von Lüttich; lerntebey Bartholome Flamael, von welchem man vor.giebt, daß er aus Eifersucht über die Geschiklichkeitseines Schülers die Pinsel ins Feuer geschmissen undnicht mehr habe arbetten «vollen. Carlier mahlteden M wlyrtod des H. Dionystns für die Kirche die-ses Heiligen, und den H. Joseph für die Kirche derEmpfängniß Maria; zwey Gemählde, die wegen demichönen Colorit alles Ruhms würdig sind. Descamps.P. r. i>. 229.
-(Martin) ein Bildhauer von Piennein der
Picardie gebürtig; arbeitete gegen das Ende desXVllten Jahrhunderts zu Paris, wo er Professor derköniglichen Academie war. Man siehet von seinerArbeit in den königlichen Gärten zu Versailles dieMuse Urania; den auf einer Matraze schlafenden Her-maphrodit und die unter dem Name Papyriuü undseiner Mutter bekannte Gruppe; diese drey lezternStüke sind nach Antiken kopirt. Guarienti.
Carlieri (Albert) gebohren zu Rom 1672; lerntebey Joseph de Marchis und Andreas Pozzo. Ermahlte sehr schöne Architcclurstüke, die er mit ange-nehmen Historien von wohlgezeichnet und schön colo-rirten Figuren ausstaffirte. Guarienti.
Carlini ( ) ein Minorit von Siena; mahlte einAltarblatt für die Kapelle St. Franciscus in der Kir-che seines Ordens St. Bartolonno all Jwlazu Rom.Titi. — Augustin Carlini; war 774. ein Mitglied derköniglichen Mahleracademie zu London. Siehe dasVerzeichniß der Künstler - Bildnisse.
Carlisle (die Gräfin von) radirte einige Blätternach Rembrand, S. Rosa, G. Reni und andern be-rühmten Mahlern. Evelyn.
Carlomarat. Siehe Maratti.
Carlone (Bernhard) Josephs Sohn; verfertigtedie Statue der H. Maria Magdalena für die Kapelleder Empfängniß in der Kirche Jesus zu Genua, undfür'die Kapelle St. Stephanus, die Statue dieses
, Heiligen. Er war auch in allen Gattungen der Mah-I lerey , vornehmlich aber in grossen und kleinen Bild-nissen geübt. Carlone ward an den kayserlichen Hofgen Wien berufen, wo er viele Arbeit verfertigte unddaselbst starb. Er blühete uin 1670. Pascoli D 2.p. 198.
Carlone (Carl) ein Historienmahlcr von Como, hieltsich um 17,0. zu Mayland auf. Er arbeitete mitden Perspectivmahlcrn Anton Agrati, Anton Mazzaund Peter Anton Pozzi in den Kirchen zu Brescia,Asti, u. s «v. Man findet in Kilians Bibel eine schö-ne Abnelnnung vom Kreuze mch seiner Erfindung.Er selbst radirte nach seinen eignen Werken. Averoldo.
-(Johann) des Taddeus Sohn; lernte bey
Peter Sorri. Er arbeitete unter Dominicus Paßig-nano und übertraf alle seine Mitarbeiter in Oel-u»dFrcscogemählden. In seinem Vaterlande bracht ersich durch seine Geschiklichkeit besonders in Verkür-zungen in grosses Ansehen. Alles «vas von seiner Handkam ist groß, krästtg und corrcct. Die Dcke der Ver-kündigungskirche, welche die Geschichte der H. Jung-frau vorstellt, ist ein sehr schönes Werk. Dieser Künst-ler heyrathete die Tochter des berühmten BernhardCastelli. Carlone mahlte >6zo. die TheatincrkirclieSt Antonius zu Mayland, starb aber da er erst diehalbe Arbeit verrichtet harte, in einem Alter von bey-nahe 4» Jahren. Pascoli. 1 °. 2. x. 196.
-(Joh. Andreas) des I. Baptist.Sohn;
durchrcisete verschiedene Städte von Italien. Er stu-dirte zu Venedig nach P. Verwiese, Tmtorek undTitian. Zu Perugia mahlte er in der Kirche Jesusdie Geschichte Josua; an dem Gewölbe der KircheSt. HerculanuS, die Thaten des Apostels Paulus,u. s. f. Während seinem dasigen Aufenthalt, wohnteer beständig in dem Hanse des Grasen Horaz Ferelti,und hielt eine öffentliche Schule. Nachher arbeiteteer zu Rom und in seinem Vaterlands, wo er 1697. im7ostcn Jahre seines Alters starb. Pascoli L. 2. p. igg.
— — (Joh. Baptist) des Taddeus Sohn;lernte nicht in des Doininicns Fiasella (schule, wieOrlandi sagt. Er vollendete die von feinem BruderJohann in der Theatinerkirche zu Mayland angefan-gene Arbeit. Man siehet auch noch verschiedene an-dere, die er in Kirchen und Privalhäusern zu Genuaauf nassen Kalk gemahlt, worunter etliche Statuenan der Mauer eines Landhauses, wegen der natürli-chen Nachahmung des Marmors sehr bewundert wur-den. Dieser Künstler arbeitete auch zu Rom. Pascoli D 2. p. 197.
-(Joseph) des Taddeus Bruder und Schü-ler ; arbeitete gemeinschaftlich mit ihm für die Höfevon Spanien, England und Mantna. Wegen einerKrankheit begab er sich nach Rovio, seinem Geburts-orte; er starb daselbst und hinterließ zwey «söhne,Bernhard und Thomas, von denen in besondern Ar-tikeln gehandelt wird. Soprani x. 297.
-- (Taddeus ) ein Mahler, Bildhauer und
Baumeister von Rovio, an dem Lauissersee; lerntebey selnem Vater Johann. Nachdem er zu Rom stu-dtrt hatte, sezte er sich zu Genua, und verfertigteviele Arbeit. Er war dergestalt i» seine Kunst ver-liebt, daß er solche seinen Schülern gleichsam einzu-giessen suchte, indem er sie mit, ungömeiner Freund-lichkeit in den vornehmsten Stüken unterwies; auchwandte Taddeus all sein Vermögen darauf, seineSöhne in allen Wissenschaften unterweisen zu lassen,da er zu sagen pflegte: Diese wären der Kinder rech-te Erbschaft. Er starb 161;. und ward in der Kir-che St. Francesco di Capelletto, wo ihm sein SohnJohann ein Monument sezen ließ, begraben. Sopranik- 29;.
-(Thomas) Josephs Sohn und Schüler;
verfertigte für die Kirche Jesus zn Genua zwey En-gel vo«l Marmor an dem Altare des gekreuzigten Hei-landes und ein Basrelief für die Kapelle St. Mariadelle Grazie in der Kirche St. Ciro, u. s. f. Er wardan den Hof gen Turin berufen, wo ihm auf fein Ab-sterben , zufolg herzoglichem Befehl, ein Grabmal mitseinem Brustbild aufgerichtet wurde. Soprani p 297.
Carloni da Varaüo. Siehe den Artikel Peter daVeraüo.