Band 
[Erster Theil.]
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194
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Deeio-

194 Dassier.

nigs für drey Jahre gen Petersburg, wo er nebst sei-nen Beschäftigungen in der kaiserlichen Münze dieMedaillen der Czaarin und des Grafen Schevolo schnitt.Ader das allzukalte Clima griff seine Gesundheit an,er verreißte 175». nach London, da er aber fühlte,daß ihm das Meer noch stärker zusezte, stieg er zuKopvenhagcn an das Land, wo er nach einem Mo.nat in dem Hause des Grafen von Bernstorf starb.Füßli 1. 4. p. 140.

Dassier (Johann) ein berühmter Medailleur vonGenf, arbeitete einige Zeit zu Paris. Nach seinerHeimkunft verfertigte er eine große Anzahl Bildnisseberühmter Personen in Frankreich; einiger Reforma-toren der Kirche; der Könige von England und vie-ler andrer die er bey besondern Anläfien in Stahlgrub. Man findet davon beynahe vollständige Ver-zeichnisse in Kölers Münzbclustigung 1. 17. p. 4)4.und in Leuen Lcxicon. Dasser ward 17 ;8. ein Mit-glied des großen Raths zu Genf, wo er 176;. im 8üstenJahre seines Alters starb. Füßli 1*. 4. p. 9Z-

Dassonville (Jacob) ein Liebhaber vonValencien-nes. Er radirte zu seinem Vergnügen und arbeitetein des Ostade Geschmake. Man hat von ihm ver-schiedene Blätter von seiner eignen Erfindung. Bafan.

Dali (Natalis) Siehe Nadat.

-(Philipp) ein Kupferstecher zu Rom, von

welchem man ein sehr schönes Blatt hat, welches un-ter dem Titel von Raphaels Traume bekannt ist. DieAufschrift dieses Kupferstichs zeiget, daß Dali, einKunstliebhaber, keinen andern Theil daran habe, alsdaß er ihn auf seine Kosten von G> Ghifi, genanntMantuano machen ließ. Fl. le Comte T. x. 448.

Dattaro (Franz) Siehe Pieciafuoco.

Datte (Franz la) ein Bildhauer zu Paris; ver-fertigte für die Kirche St. Louis auf der Insel No-ire Dame daselbst die Bilder der H. Maria und ei-ner andern Heiligen in Marmor, und für des Kö.nigs Kapelle zu Versailles ein Basrelief, welches denMartyrtod des H. Philippus vorstellt. Er war Pro-fessor der königlichen Academie 174;. Dieser Künst-ler arbeitete auch zu Turin. Brite.

Dattler (Sehastian) ein Stahlschneider zu DreS.den um i6;o. Man hat von ihm einen schönen Me.daiüon auf den westphaltschen Frieden und dessen Exe-cution zu Nürnberg. Lochner 1. ;. p. giebetdavon einen Kupferstich, und Köhler einen gleichen1. 22. x>. 27;. Item von einem andern Schaustükeauf gleichen Anlaß. Eben da x. 231.

Dau (Gerard) Siehe Douw.

Davanzo; Siehe Avanzi.

Daudet (R.) ein französischer Kupferezer arbeitetenach der Mitte des XVIll. Jahrhundert nach Die.trich, Wagner, Poelembourg, u. s. w. Gandeüini.

Daven (Leo) Siehe Aven.

Daufrel (Georg) Siehe den Artikel Niclaus Caron.

David (Carl) ein Kupferstecher zu Paris; blüheteum rszo. Er arbeitete nach S. Vouet, Ph. deChampagne, P. Brebiette, P. und M. Brill, A.Tempesta, u. f. w. Gandeüini.

-(Claudius) ein französischer Bildhauer, von

welchem man in der Kirche von Carignan zu Genua,ein Bild des H. Bartholomäns zeiget. Richard 1.r.

x. 1)0.

-(Cornelius) ein Kupferstecher, dessen Na-men auf zweyen Blättern, nach A. Bloemaerts Zeich-nungen gefunden wird. Sie stellen den Geiz und dieFreygebigkeit vor.

-(Fr.) ein Kupferstecher zu Paris um 1770.

lernte bey I. Philipp le Bas. Er arbeitete nach C.Netscher, A. Ostadc, G. Mezü, u. s. w.

-(Georg) Siehe Jorisz.

-(Hicronymus) Carls Bruder; ein Kupfer-stecher; arbeitete nach C. Procaccino, I. F. Barbie-rt genannt Guercino, G. Reni, P. Farinato, A. vonAncvna, C>. Vignon , u. s w. Er radirte nach R.Picou das Wunderwerk des H. Franziscus de Pau-la, der das Meer ohne Schiffdurchfahrt und die Bild-Nisse der berühmtesten Männer dieses Ordens 10;. an

der Zahl; ein Buch von Altären, welches I. Bap-tist Montani schrieb und Johann Soria lüoz. zuRom mit 42. Kupferstichen herausgab. Man bemer-ket vornehmlich unter seinen Werken eine Kreuzi-gung, die er auf drey großen Blättern nach H. Bran-dt von Ferrara in Kupfer gestochen. Die Werke die-ser zween Brüder werden auf 221. Stüke geschäzt-iBafan.

-(Ludwig) gebohren zu Lugano 1648. lernte

bey I. Baptist Cairo, Hercules Procaccino und CarlCignani. Er mahlte Bildnisse, auch geistlich undweltliche Historien für Kirchen und Pallaste zu Rom.Man findet davon einige Nachrichten in den Mah-lerbriesen T. z. Nr. 178. und 179. David schriebein Buch in drey Theilen, betitelt: vli-nxurmi «teilsprlncipsli notlrie e eruclirioni Uexli srti piv nabiliclel «lisegno. In dieser einem liefert er die Lebens-beschreibung des berühmten Anton Allegri mit bis da-hin unbekannten Umständen. Ludwig radirte nachdiesem Meister eine Madonna in q,to, in welchemman ein gekröntes Herz siehet; dieses soll den Bey-namen des Allegri Lor reßius ausdruken. AntonDavid, Ludwigs Sohn gebohren zu Venedig ,698.ward in Bildnissen so berühmt, daß er von seinemzwanzigsten Jahre an Kardinäle, Fürsten, Gesand-te, auch selbst Pabst Clemens den Eilften nach demLeben schilderte. Cl. Drevet, H. Rosfi, G. Mass,B- Fariat, A. Westerhout u. s. w. haben nach ihmin Kupfer gearbeitet. Guarienti.

-(Maitre) ein Beyname von D- Ghirlan-

dajo.

-(Marc) baute >76;. die Kirche St. Lucia

zu Rom. Titi.

--( ) ein Landschaftenmahler; lebte um 1760.

zu Marseille.

Daviler (Augustin Carl) ein gefchikter Baumei-ster von Paris; verreißte als königlicher Pensionaireauf Rom, ward aber unterweges von den Seeräu-bern gefangen und gen Tunis geführt, wo er 16. Mo-nat aushalten mußte; in dieser Zeit verfertigte er dieZeichnungen zu einer schönen Moschee und einigen an-dern großen Gebände»; nachher studirtc er zu Rom.Bey seiner Zurükkunft in Frankreich zierte er dieStädte Beziers, Carcassone, Nismes, Montpellierund Toulouse mit Gebäuden. Die stände von Lan«guedoc bestellten ihn zum Baumeister ihrer Provinz,und verordneten ihm ein jährliches Gehalt. Er starbzu Montpellier 1700. im 47sten Jahre seines Alters.Man chat von ihm eine Anleitung und ein Wörter-buch von der Baukunst, welche sehr hoch geschäzt sind.A., le Pantre hat die Kupferstiche zum ersten dieserBücher gemacht. Lacombe.

Daviney (Ludwig) ein falscher Name von Leon-hard da Äince.

Daulceur (Louise) Siehe den Artikel Montigny.

Daulle (Johann) ein Kupferstecher von Abbevillein der Picardie gebürtig« lernte bey R. Hecquet, undward 1742. ein Mitglied der königlichen Academie zuParis. Er starb daselbst 176;. im sosten Jahre sei-nes Alters. Daulle war-ungemein fleißig, und brachtes in seiner Kunst sehr weit. Man hat von ihm Bild-nisse und Historien, von welchen Bafan in seinemDiclwnaire die vornehmste L>tüke anzeiget. SeinWerk besteht in 84. Blättern. Bibl. schöner Wijstn-schaften, rc 1. io. x. -,9.

Dauphin (Carl) Siehe Offin.

-(Niclaus) Siehe Beauvais.

Dauthe ( ) ein Kupferstecher zu Leivzig, ward1774. zum Mitgliede der dasigen Künstleracademie an-genommen. Er erfand die getuschte Manier des lePrince und arbeitete nach B. Breenberg, u. s. w.N. Bibliothek schöner Wissenschaften, rc. 1 - io.

Debarre ( ) ein Mahler zu Paris; wird von d'Ar-gensville unter den Schülern des Claudius GuidoHalle angeführt.

Decio (Augustin und Ferrantes) Migniaturmah-ler von Mayland; arbeiteten ;» Turin an deni Hofedes Herzog Emamieis von Savoycn. Wiewohl diese