Band 
[Erster Theil.]
Seite
199
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Desubleo.

rühmten Leuten in Kupfer heraus. Diese Samni- ^lung ward auch nach seinem Tode fortgestzt. Er ward !172z. ein Mitglied der königlichen Mahleracademie.Bafiui.

Desubleo; Siehe Sobleau.

Detrianus; Siehe Demetrianus.

Devaux (Theresia) eine französische Kupfersteche-rs ; arbeitete nach Grimoux u. s. w. — Ein anderesFrauenzimmer von diesem Namen mahlte um 1767.zu Paris sehr artlich in Mignatur.

Dcuchino; Siehe Duchino.

Dcvincenti ( ) ein Obrist in Diensten des Königsvon Sardinien; gab die Zeichnung zu dem um 1700.erbauten Zeughause zu Turin. Bartoli ss. r.

Deutsch (Manuel) ein Beyname von Niclans ,Manuel.

Dcwailly. Siehe Vailly.

Dcxiphqncs, ein Baumeister aus der Insel Cypren;blühete in der 188sten Olympiade. Er baute auf Un-kosten der Königin Cleopatra den berühmten Pharnszu Alexandria. Cedrenus.

Dcyant (Franz) Siehe Derrand.

Deyns (Jacob) Siehe Denys.

Deynum (Ioh. Baptist) ein geschiktcr Mahler inMiniatur u>id Gummifarben; ward um 1620 zuAntwerpen gebohren. Man hat von seiner Arbeitso wohl Bildnisse als andere Stüke, welche man be-sonders an deutschen Höfen und in Spanien, aucheinige in seinem Vaterland antrist. Descamps 1 . 2.l>. 277.

Deyster (Anna de) Ludwigs Tochter; mahlte in demStyl und der Manier ihres Vaters. Sie ahmteseine Züge und sein Colorit in den Kopien die sie nachdesselben Gemählde verfertigte, so genau nach, baßauch die Kunstverständigsten kaum zuverläßiq entschei-den konnten, welches die Kopien oder die Originaleseyen. Sie starb 1746. im Kosten Jahre ihres Al-ters. Pilkington.

Deyster (Ludwig de) ein Mahler von Brügge;lernte bey Johann Maes, und hielt sich sechs Jahrein Italien auf. Er mahlte sehr schöne historische Stü-ke, die wohl gezeichnet und vernünftig zusammengc-gesezt sind. Man haltet ihn für einen der besten Mah-ler seiner Zeit in den Niederlanden. Auch hat manangemerkt, daß, dabey seiner Zurükkunft aus Ita-lien wenig Liebhaber, und noch weniger Kunstver-ständige sich zu Brügge befanden, habe Deyster ver-mittelst seiner beliebten Arbeit den Eifer vieler seinerMitbürger rege gemacht, daß sie mit große» Unko-sten Kunftkabinette angerichtet. Er starb 1711. im5;sten Jahre seines Alters. Man hat von ihm ra-dirte, und in Schwarzkunst gearbeitete Kupferstiche.Seine Nadel ist leicht und nachläßig. Er züchte al-lein die Wirkung, welcher er oft das Richtige derZeichnung aufopferte. Descamps 1 - ;. x. ;;6.

Diacetto (Dionysius de) ein Goldschmied und ge-schikter Zeichner zu Florenz; war des Ioh. Franz Ru-stichio vertrauter Freund und brachte dem FranzRoss, genannt Salviati, die Anfänge der Kunst bey.Vasari.

Diada; Siehe Diana.

Diades; Siehe Cliades.

Diamante (Frater) ein Mahler zu Florenz, lerntebey Fr. Philipp Lippi, den er auch nachahmte. Ermahlte in der Karmcliterkirchc zu Prato, in dem fio-rentinischen Gebiete verschiedene Werke, welche zuselbiger Zeit für etwas sonderbares gehalten wurden.Dieser Künstler lebte um 1420. Vasari D 2- x. ;88.

Diamantini (Johann oder Joseph ) aus der Land-schaft Romagna gebürtig, ließ sich zu Venedig haus-hablich nieder, und mahlte für öffentliche und Pri-vatgebäude. Er arbeitete nebend andern Künstlernin der Kirche St. Moses, wo man die Anbethnngder Weisen von seiner Hand siehet. Man findet indiesem Gemählde einen guten Ton, eine feste Ma- 1nier und den Geschmak der venetianischen Schule. !Dieser Mahler erhielt wegen seiner Geschiklichkeit den !

Diepolo. izs

Ritterstand und blühete gegen das Ende des XVIltenJahrhunderts. Er hat einige Blatter nach seinen eig-nen Erfindungen geezt , in welchen man aber mehrGenie als Meisterhastigkeit in der Zeichnung wahr-nimmt. Guarienti.

Diana (Benedict) ein Mahler zu Venedig; ar,beitete neben denen Bellini in der Schule St. Ioh.Baptist«, und stellte die Mitglieder dieser Gesellschaftvor, wie sie Geld an die Armen austheilen. In derKirche dcl Carmine mahlte er St. Lucia zwischenzwey andern Heiligen, und in der Sakristey der Ser-vitenkirche die schöne Altartafel. Aus seinen Werkensiehet man, das, die Mahlerey schon zu seiner Zeit,nemlich um den Anfang des XVl. Jahrh, sehr merk-lich zugenommen habe. Nidvlfi 1 . r. p. 24.

Diana incidebat; bedeutet die Kupferstechers D.Ghisi.

Dianti (Ioh. Franz) ein Mahler zu Ferrara; folgteder Manier feines Mitbürgers des Dosso Dossi. Erstarb i?76. Guarienti.

Dibutades; ein Hafner zu Corintho; wird für denErfinder der Bildhauerkunst gehalten. Seine Toch-ter Corinthia zeichnete den Schatten ihres Abschied?nehmenden Liebhabers an eine Wand, nach welchemder Vater aus Leimen ein Bild formte, und in demOfen hart drandre. Plinius l.. c. 12.

Dichici oder Dick; Siehe Dyck.

Diciani; Siehe Diziani.

Dickmann; Siehe den Artikel Abraham Wogter.

Diclai; ein Beyname von I. Franz Surchi.

Didicr ( ) ein Historien-und Bildnisscmahler zuParis, war um 1750. Professor adjunctus der Aka-demie von St. Luc. Almanach des beaux arts.

Didier (Johann) ein Medailleur Man hat vonihm unter andern eine Schaumünze auf den berühm-ten englischen Pichter Johann Milton. Köhler T. ic>.k>. i;;. ziehet davon eine» Kupferstich.

Didini (Jacob) ein Mahler zu Bologne und Schü-ler der Carraches, wird von Malvasia 1 . r. p.angeführt.

Diede ( ) ein Baumeister; legte 1772. zu Cassclvor der Orangerie oder dem Carlsbade über die soge-nannte kleine Fulda die aus einem einzigen Bogenbestehende steinerne Nrüke an. Sie ist '50. Schuhlang und i;. Schuh hoch; in der Mitte ist sie 20.und an den äussersten Enden 40. Schuh breit. Die-ses Werk ist wegen der verständigen Anlage und derFestigkeit des Gewölbes sehr geschäzt. Frankfurtergelehrte Anzeigen 177;. p. 129.

Diefenbrunner (Georg) gebohren zu Mittenwaldin Bayern 1718. Ein guter Historienmahler in Frcsto-und in Oelfarbcn; arbeitete um 176;. zu Augspurg.von Stellen zchnder Brief.

Diego (Fra) ein Laybruder Benedictinerordensaus dem Herzogthum Mayland gebürtig, von wel-chem man i» einer Kapelle seiner Klosterkirche St.Franciscus a Ripa zu Rom ein aus Holz geschniztesKruzifix siehet. Titi.

Diemar (Nathanael) gebohren in Berlin r?;?.lernte bey King und Moellcr. Er mahlte schöneBildnisse in Miniatur und Schmelzsarben um 1768.Beschreibung von Berlin rc. x. 282.

Dienzenhofer (Kilian) gebohren zu Prag röyo.lernte bey seinem Vater Christoph, und zu Wien beyPalier. Er dnrchrcißte 1707- die vornehmsten Städtevon Italien? Frankreich und England, zeichnete Pal-läste, Kirchen und Klöster, so daß er nach einer zehn-jährigen Reise niit einer Menge architectonischcr Risseund noch mchrern Kenntnissen bereichert nach Pragzurük kam. Er baute und zierte in dieser großenStadt sehr viele öffentliche und Privatgebäude, in-gleichen hin und wieder in dem Königreiche Böh-men. Er starb 1752 Pelzel 1 . 2. p. 174.Christoph Dienzenhofer und Levnhard Dinzenhoferetwas Gemeinschaft oder Verwandschaft mit einandergehabt, ist unbekannt.

Diepolo. Siche Tiepolo.-