Band 
[Erster Theil.]
Seite
286
JPEG-Download
 

284- Gtulianv.

Lebenszeit daselbst verdingte und ?4 Jahre da zu-brachte. Er starb l?44 im Listen Jahre seines Al-ters. Seine meiste Arbeit bestehet in Statum vonMarmor/ Stein und Holz/ nebst vielen Modellen/welche sammt seinem Bildnisse in obbemeldtem Klo-ster sorgfältig aufbehalten werden. V. Fanti i>. 142.

Giuliano (Marc) Siehe Juliano.

Giulio (Don) Siehe den Artikel Alexander.Giulio.Romano. Siehe Pipi.

Giunta (Franz Fil di) vermuthlich ein Baumei-ster; lebte um 1406 zu Sicna/ wo er wegen Ver-änderung einer Mauer in der ehemaligen PfarrkircheSt. Paulus/ ein Frescogemähld aus dem XIVtenJahrhundert mit dem Mauerwerk Heraussägen ließ/und an einen andern Ort versezte; welches als emeganz neue Erfindung würdig geachtet wurde/ durcheinige beygesezte alberne Reimen in Gedächtniß er-halten zu werden. Pecci.

Giuntalocchio (Dominicus) von Prato; ein Schü-ler von Niclaus Svggi/ der ihn als einen Sohn lieb-te/ und in der Baukunst/ Historien-und Bildnijse-mahlen unterwies. Zu Rom fand Giuntalocchio seinGlück durch den vortugiestschen Gesandten/ der ihndem damaligen Vicekönig in Sicilien D- FerdinandGonzales empfahl / welchem er mit seinen Talentendiente. Dieser Herr ward hernach Gubcrnalor desHcrzogthumö Mayland/ wohin ihm Dominicus folg-te/ und sich bey ihm in große Gnaden zu sezen wußte.Nach dessen Absterben kam dieser Künstler in sein Va-terland zurük, und verordnete von seinem Reichthum, ein Capital von 10000 Thaler/ aus dessen Einkünftenjunge Leute in der Mahlerey unterwiesen werden soll-ten. Er blühete um Vasari 1 . x. zyo.

Giussano (Christoph) Siehe den Artikel I. A-Pianca.

Giusti (Anton) ein Mahler von Florenz; lerntebey Cesar Dandini und bey Marius Balasst. Erwar sehr fruchtbar in Erfindungen und in vielen Gat-tungen der Kunst geübt: Giustr mahlte nemlich Land-schaften/ Thiere / Figuren und Historien/ die er bisin sein hohes Alter mit einem kräftigen Colorit undgründlicher Zeichnung verfertigte. Er starb 170; imListen Jahre seines Alters/ und ward in der KircheSt. Lucia de i Magnoli begraben. Guarienti.

-(Joseph und Jacob) Siehe den Artikel Jo-hann Braccioli.

Giustv/ ein Mahler zu Padua um 1420; wird vonRossetti hin und wieder angeführt. Dieser Schrift-steller gedenket x. 194. eines Bildhauers dieses Na-mens.

-d'Allemggna. Siehe Jnstus.

-Siehe den Artikel Julian da Mazano.

Giuvara. Siehe Juvara.

Gladiator; ein Bentname des Johann van derBaan.

Glaeser. Siehe I. A. Brande! seinen Schüler.

Glain ( ) ein Bildnissemahler zu Paris; warum 17;« ein Mitglied der dafigen Academie von St.Luc. Almanach des beaux Arts.

Glaser (Hans oder Hans Heinrich) ein Formschnei-der; gab um rS;o eine Sammlung von Schweizer-kleidertrachten heraus. Christ führt x. 224. sein Zei-chen a»., Papillon 1 . r p 202. Murr citirt inseiner Nürnbergischen Kunstgeschichte p. 174. einenHans Glaser/ Jlluminierer und Kunsthändler zuNürnberg. Man findet seinen Namen auf einemHolzschnitte nach A. Dürer/ der die H. Anna vor-stellt. Dieser ist vermuthlich der vorangezogne HansHeinrich/ aber die Jahrzahl i6;o ist allznneu fürihn. Vielleicht find Hans und H ms Heinrich zweenKünstler / die ungefähr um ein Jahrhundert von ein.ander unterschieden find.

Glauber (Johann > genannt Polydor; von deut-scher Nation / aber zu Utrecht gebohren 1646. Lerutebey Nicl >us Berghem. Er mahlte Landschaften mitedler Erfindung/ auch natürlicher und Heller Färbung.Glauber rcißte in Italien/ Frankreich/ Deutschlandund Dännemark. Er sezte fich endlich zu Amsterdam

Glume.

und starb daselbst 1726. Dieser Mahler radiere nacheignen Erfindungen/ auch nach C. Dughet, Berg.hem/ u. s. f. In des G. Lairesse Knpferwerke findetman dreyßig Blätter die Glauber mit einer ganz be-sondern und gelinden Manier verfertigt. Vandcrlaanund Elgersma haben einige Landschaften nach Gin»,ber geezt. — Sein Bruder Joh. Gottlieb / war sey,und des Jacob Kruyf's Schüler. Er arbeitete zuWien/ Prag und Breßlari/ wo er 170; im 47stmJahre seines Alters starb. Die Gemählde dieses Künst-lers sind in ihren Lagen vielfältig abgeändert/ wohlgewählt und angenehm/ fie scheinen auch nach derNatur gemahlt zu seyn. Die Italiener liebten seineArbeit/ und gaben ihm den Beynamen Myrtil/ we-gen des angenehmsn/ schäferifchen und ländlichenAussehens seiner Gemählde. Er mahlte auch sehrwohl Seehafen/ die er mit wohlgezeichneten undverständig angebrachten Figuren zierte. Sein Colo-ril ist natürlich und glüend, und seine Zeichnung istsowohl in Figuren als Thieren richtig. Er verdie-net einen Plaz unter den großen Künstlern. — DianaGlauber/ lernte bey ihrem Bruder Johann. Siemahlte zu Hamburg schöne Bildnisse und einige hi-storische Tafeln. Diana hatte das Unglük / ihr Ge.ficht lange vor ihrem Tode zu verltehren. Descamps1. p- 187. und

Glaucias; ein antiker Bildhauer von Egina; warddurch die Statue des Gclon berühmt. Paufanias l.. s.

Glaucides. Siehe den Artikel Batton.

Glaucio; ein antiker Mahler von Corinth; war dcSAthenion Lehrmeister. Piiniuü L. c. n.

Glaucus ein berühmter antiker Kunstdrexlcr vonChio oder von Samos gebürtig. Er vcrfertigiekleine Thiere/ Insekten und Pflanze»/ die wegen ih-rer zarten Arbeit und Kunst verdienten in dem Tem-pel zu Delphos aufbehalten zu werden. AlyaMisKönig in Lydien schifte in den gleichen Tempel eingroßes filbernes Trinkgeschirr mit einem Credeuztellcrvon gelöthctcm Eisen) welche für das fürtreflichsteGeschenk in des Apollo Tempel gehalten wurde. Bey-de waren des Glaucus Arbeit/ der für den Erfinderdes Eisenlöthens gehalten wird. Herodorus L. i.c. 2;. — Ein andrer Glaucus von Lemnos gebür-tig/ machte fich in der Bildhauerkunst berühmt. Stt-phanus de Urbibus — Ein dritter Glaucus/ Bild,Hauer von Messen«; arbeitete um die 74ste Olympia-de zu Argos. Siehe den Artikel Dionyfius von Rhc-gio. Pattsanias L. ;.

Glockenthon (Albert) ein Kupferstecher und Form-schneider zu Nürnberg; lebte um i;,c> Man hatvon ihm die Leidensgeschichte I. C. auf zwölf Blät-tern/ von einer ziemlich artigen Manier. Seine Holz.schnitte find mit starken Schrafierungen in der Ma-ttiere von P. Cockü Landschaften verfertigt. Christhat seine Zeichen x. 8 c>. und 9°. angeführt.

— — ( Georg ) ein Nürnberger;? mahlte nachder Gewohnheit seines Zeitalters Meßbücher undWappenbriefe/ trieb auch einen starken Handel mitilluminirten Kupferstichen. Er starb in seinem V«r«terlande 1;;; im 6isten Jahre seines Alters. SeinSohn Niclaus/ arbeitete iz> gleicher Kunst. Er be-kam von dem Chürfürst von Mayn; ;oo Gulden fürein gemahltes Buch zur Belohnung. Niclaus wirdin Beschreibung der Schleisheimer Gallerie Nr. 46'.und 462. angezogen. Dieser Künstler hatte zwölfSöhne/ welche alle Mahler/ Jlluminirer und Bild-hauer wurden; er starb i;6c>. Dvppelmayr x. 198-

Gloria (Johann) ein Baumeister zu Padua; mach.te die Zeichnung zu der Kuppel an der dafigen Cache,dralkirche/ die 1756 zu bauen angefangen wurde.Man findet davon eine umständliche Beschreibung beyRossetti p. 127. Gloria arbeitete auch noch für ver-schiedene öffentliche Gebäude dieser Stadt.

Glume (Joh. Georg) ein Bildhauer von Wans-leben im Magdeburgischen; arbeitete lange Zeit un-ter Andreas Schlütter/ und hernach in königlichenDiensten. Er starb zu Berlin 176; / im Lösten Jahreseines Alters, und hatte drey Söhne, i.) JohannGottlieb/ gebohren zu Berlin 1711; lernte bey Har«per und Pesne. Er arbeitete mit vielem Ruhm nach>er Manier seiner Lehrmeister in Bildnissen und Land.