Band 
[Erster Theil.]
Seite
324
JPEG-Download
 

;rr Holz mann.

siezt» sich ru Amsterdam. Lochner 1 . r. p. 129. giebetden Kupferstich von einer Schaumunze dieses Mei-sters aufden Tractat beyder Höfe Wien und Londonwegen der Indianischen Handlung. Seine schönsteArbeit ist ein Medaillon van 1742. auf Gustav Wil-helm Baron von Jmhoff, General - Gouverneur derHolländisch Ostindischen Handlung, wovon man beyKoehler T. i;. 9.217. ein Abriß findet.

Holzmann (C. F.) ein Schüler des berühmtenDietrichs; hat nach seines Meisters Zeichnungen sechsantike Köpfe, die dieser nach der trajanischen Säulezu Rom verfertigt, geäzt. Item eine Geburt Chri-sti , u. a. nach gleichem Meister.

,-oder Hulsmann (Hans) ein Mahler von

Cölln; lernte bey Augustin Brun. Seine Arbeit istwegen der guten Erfindung und angenehmen Coloritberühmt. Karsch führet in Beschreibung der präch»tigen Gallerte zu Düsseldorf ein sehr schönes Gemähldvon Hulsmann an, in welchem eine Gesellschaft vonHerrn und Frauenzimmer die sich auf dem Felde er-lustigen, vorgestellt ist. Er starb um 16)9. W. Hol-lar hat nach ihm radirt. Sandrart 1 .1. 9. Z09.

Holzmüller (Andreas) Siehe den Artikel I. H.Keller, seines Schülers.

Homme (Jacob l') ein Mahler von Troyes inChampagne; lernte zu Rom in der Schule des Si-mon Vouet und gieng mit ihm nach Paris zurüke,wo er unter seiner Aufsicht Patronen zu den könig-lichen Tapezcreyen mahlte. I. Couvay hat etwasnach ihm in Kupfer gestochen. Felibien 1 .

9.

Homtorst. Siehe Honthorste

Hondekoeter (Egidius) gebohren zu Utrecht i;8;.Mahlte Landschaften und Vogel, besonders lebendigeHahnen und Hennen. Er folgte in seiner Arbeit desRoland Savery und David Vinkebooms Manieren.Sein Sohn Gisbert mahlte nach des Vaters Manier.Er arbeitete zu Amsterdam und Utrecht. DieserKünstler starb 16;; im 4°sten Jahre seines Alters.J.Londerseel hat einige Landschaften nach ihm radirt.Houbraken 1 . ;. p. 69.

-(Melchior) Gisberts Sohn und Schüler,

lernte auch bey Christoph Puytlink. Fast alle Ge-mählde dieses Künstlers bestehen aus Vögeln, die ermeistens lebendig vorstellte. Niemand mahlte vorihm Hahnen, Hennen und Pfauen, u. s f. so gutals er. Hondekoeter gewöhnte einen Hahnen, dersich in jeder Stellung vor ihm halten mußte, so lan-ge es seinem Meister beliebte, und folgte der gering-sten Bewegung des Mahlerstoks. Er ahmte die Fe-dern mit ganz besonderu Pinselzügen nach, und be-diente sich eines sehr guten Colorits; über das zierteer die Gründe mit wohl ausgearbeiteten Landschaf-ten, die er so anordnete, daß ihre Harmonie dieHauptgegenstände noch mehr erhuben. Er starb zuAmsterdam 169; im ^sten Jahre seines Alters. Des-campS 1 .9. 44.

HondiuS oder de Hont (Abraham) gebohren inBraband um 1650. War ein vortreflicher Künstlerin Bildnissen, Nachtstüken, Jagden, Thiergefechten,u. s. f. da er sonderbar die Hunde sehr schön und na-türlich mahlte. Seine Landschaften find vortreflich,und er wußte über dieselbe einen täuschenden Dustauszubreiten. Die Gemählde dieses Meisters sindmit artigen, wohlgczeichneten und wohl gefärbten Fi-guren geziert; seine Feuersbrünste und mit Fakeln be,leuchtete Nachtstüke sind überaus natürlich. Die Na.tur gewährte ihm alles mögliche, indem er die An-lagen zu allem was er unternehmen wollte, besaß.Er ist nienial mittelmäßig, zuweilen vortreflich, undöfters gleichet er den besten Meistern., Unter seinenGemählden bewundert man einen Hündemarkt, inwelchem man bey dreyßigerley Gattungen dergleichenwohlgezeichnete und mit vieler Wahrheit in mannig-faltig veränderten Stellungen vorkommende Thierezählet. Hondius arbeitete zu London und starb da-selbst. Er hat um 1672 verschiedene Blätter nachfeinen Erfindungen radirt. Ein Engländer, der eineAbhandlung von Kupferstichen geschrieben, behaup-tet : Man schäze die radirte Blätter dieses Künstlershöher als seine Gemählde, in welchen man eine nn.

Hont.

richtige Zeichnung, ein übertriebenes Colorit-, undeine schlechte Haltung antreffe. Hingegen, sagtseyen seine Kupferstiche mit vielem Feuer arisgcflihrtund geben solch starke Vorstellungen von der Wütheder Thiere, dergleichen man sonst nirgend m der Na-tur finde. Seine Wolfsjagd iff ein vortreflichesBlatt.. I. Smith, le Bas, u s. f. haben, nach ihmin Kupfer gearbeitet. Sicheren Artikel N. de Hont.Descamps D ;. 9. 280.

Hondius (Heinrich) von adclichcu Herkommen^gebohren zu Düffel in Braband 157,. Lernte dasKupfersscchen bey Johann Wicrx. Neben dem warHondius in der Mahlerey, Mathematik, Geometrie,Perspcktiv, Civil-und Krieasbaukunst, die er von demältern Johan Vredeman und von Samuel MaroloiSerlernt halte, wohl erfahren. Er war bey verschie-denen Königen und Fürsten wohl angesehen, und be-diente sie nach ihrem Gcschmake. Dieser Künstlersezte sich zu Leyden, wo er nach 164; starb. Seineeigne Kupferstiche und Holzschnitte werden auf zr.Stäke geschazt, übrigens sezte er auch sein Zeichen,welches Christ p. 42;. und 22;. anführt, aufBlät-ter die er in Verlag hatte. Viele Kupferstecher ha-ben nach seinen Zeichnungen gearbeitet. Man hatunter seinen Werken eine Sammlung von Mahler-bildnissen, meistens aus der niederländischen Schule,die er in zwey Theilen in 4W auf ungefähr >44.Bist.lern herausgab. Er schrieb auch ein Buch von derPerspectiv, welches 1622 in Haag in fvlio gedruktist. Er nennte sich auf einigen Blattern ü. ft. Ln.Zlo. krieannus. Sandrart 1 . i. 9. 167.

-(Jodocus'» ein geschikter Erdbcschreiber und

Kupferstecher von Wakerne, einem kleinen Fleken inFlandern. Ohne Unterweisung zeichnete er, stach inKupfer und Elfenbein, verfertigte auch für den Her-zog von Parma einige Statuen von Erzt, und daer eine unvergleichliche Hand schrieb, goß er schöneBuchstaben für die Buchdruker. Man hat von ihmden Plan von der Stadt London. Er starb zu Genti6n im 48sten Jahre seines Alters. i'Advocat.

-(Wilhelm) Heinrichs Sohn und Schüler;

arbeitete in Haag und zu Danzig. Er lebte um iszo.Seine Kupferstiche find meistens Bildnisse nach Van.dyk, Schulz, I. Mytens, u. s. f. Basan.

Hone (Nalhanael) ein engländischer Bildnissemah,ler; ward eines der ersten Mitglieder der 1769 in Lon-don neu aufgerichteten königlichen Künstleracademie.Er mahlte mit gutem Colorit und einem feinem Pin-sel. Greenwood, Finkayson, G. Watson, C. Fis-her, u. s f. haben nach ihm in Schwarzkimst gear,bettet. Auch er selbö arbeitete in dieser Kunst. N.Bibliothek der schönen Wissenschaften 1 . 9. 9. i;r.

Honemaun (Adrian) Siehe Hanneman.

Hongre (Stephanie) ein Bildhauer zu Paris;lernte bey Jacob Sarrassin. Er ftndirte sechs Jahrezu Rom, wo er der Freundschaft des Ritters Ba-nnn genoß. Neben den vielen Werken die er für denKönig und verschiedene Privatpersonen verfertigt hat-te, bewundert man die in Erzt gegossene RitterstakueKönig Ludwig des XlV, welche auf dem großenPlaze der Stadt Dyon in Burgund aufgerichtet ist.Er starb 1690 zu Paris alö Rector der königlichenAcademie, im tasten Jahre seines Alters. Guarienki.

Honing ( Adrian ) ein Landschaftenmahler vonDortrccht; bekam in der niederländischen Künstlcrge-sellschaft zu Rom den Bentnamen Lossenbruy. Hou-braken 1 . 2. 9. Nr. 28.

Honnet (Gabriel) ein Mahler von Paris, wo erin dem Kabinette der Königinn in dem Louvrc ar-beitete. Es sind drey Geschichten aus des Tasso er-lößten Jerusalem. Er lebte um i;8o. Felibien T.

9. 127.

Hont (N. de) Sieheden Artikel Abshoven. Manfindet in Winklers Kabinet Nr. ein Gemähld,welches eine Jagdparthey vorstellt, einem A. de Hontzugeschrieben, und ist mit der Jahrzahl i6;i bezeich-net. Es ist vielleicht von diesem Schüler D- Ti-mers, und gleichet obigem Abraham Hondius sehrviel.