z§o Lazzarl.
Lurantedem Herzoqthnm Urbino 1444; studirte nachden Werken des Fra Barlolomeo von Urbino, genanntCarnovale und nach Bramantino zu Maylanv. Erübte anfangs die Mahlerey mit qutem Erfolge, zeigteaber mehrere Neigung zur Baukunst, und besah in dieserAbsicht die vornehmsten Gebäude zu Rom und zu Nea-pel, erwarb sich auch in dieser Kunst einen grossen Na-men und unterwies in derselben den berühmtenRaphael,der ihn zur Dankbarkeit mit dem Zirkel in der Hand un-ter der Figur des Archimedes in dem-Gemählde deratheniensischen Schule in dem Vatican abschilderte.Bramante war päbftlicher Baumeister unter Alexanderdem VI und und Julius dem ll. Nach seinen Zeichnun-gen und unter seiner Aufsicht ward der Anfang zu demBaue der prächtigen <2t. Peterskirche gemacht.Er zeich-nete die Quadratur der Körper und die Grundriste -der schönsten Gebäude; schrieb auch von der Baukunstund Perspectiv. Endlich starb er zu Rom 1514. Mankan dem Bramante die Ehre nicht versagen, daß erder erste gewesen, der die Baukunst mit Anstand,Schönheit und Zierde bereichert, dann obgleich die-selbe schon von Philipp Bruneleschi in ein richtigesEbenmaß gebracht wurde, war sie doch noch ziemlichroh. Er ahmte nicht allein die Griechen und Römernach, sonder erfand noch neue Künste, womit er sei-nen Gebäuden mehr Zierlichkeit und Wunderwurdigesgeben könnte, da vor ihm keiner war, der die verschie-dene Glieder der Architectur mit so vieler Harmoniezu vereinigen wußte. Siehe den Artikel ,S- de Ursi-nigo. Man siedet in des Bonanni Historia TeMpliVaticani zwey Kupferstiche nach seinen Zeichnungen.Vasari 1 . z. x. 27.
Lazzari (Paris Maria) einArchitecturmahlervonBologne; arbeitete für die Kirchen und Pallaste sei-ner Geburtsstadt. Er übte auch seine Kunst in denStädten Venedig, Genua, Ferrara und in Romag-ne, wo erstarb. Felsina pittrice T. x. 2;;.
Leach (Johann) ein Baumeister, stärkstenJa.nuar 1776. zu Nordhampton in England im io6tcnJahre seines Alters. Er behielt seine «Linne so voll-kommen , besonders das Gesicht, daß er ohne Gebrauchder Brillen lesen, schreiben und seine Bücher bis andas Ende seines Lebens führen konnte. Supplementa la Gazette de Leyde Nr. e6.
Leader (Wilhelm) ein cngländischer Kupferstecherum die Mitte des XVIII. Jahrhunderts. Man hatvon ihm einige Schwarzkunststüke nach Ncmbrand undandern. Basan.
Leander; ein Bentname von C. Reuter.
— — (der Ritter ) ein Beynamc von L- daPonte.
Learchus; ein antiker Bildkünstler von Rhegio inGroß - Griechenland; verfertigte die Statue eines Ju-piters aus Erzt, die Glieder dieses Bildes waren ausverschiedenen Stüken zusammengesezt, ,eines an dasandere gehängt und durch einen Schlüssel so genauund fest geschlossen, daß sie nicht getrennt werden ton-ten. Einige halten ihn für einen Schüler des Di-poenus und Scyllis, andere aber für des Daedalus.Pausanias I..;.
Leblon (Christoph) Siehe Blon.
Lecce oder da Leccio (Mattheus Perez) ein Mah-ler; suchte die Manieren des Franz Salviati undM. A- Bonaroti nachzuahmen. Er mahlte in derSixtinischen Kapelle des vaticanischen Pallastes zuRom, die Versuchung des H. Antonius, in welcherdie Teufel in verschiedenen Stellungen sehr fürchter-lich abgebildet sind. Lecce suchte seine Lust in Reisenbesah deswegen Spanien, Holland, die Jnsul Mal-tha und endlich gieng er in Indien, wo er um i;8o.das Ziel seines Lebens fand. Man hat nach seinen- Zeichnungen den Sieg Christi mit vielen Figuren undverschiedene Geschichten von den Kriegen der Malthe-ser in Kupier gestochen und A- F. Luciani hat einigeSeestüke nach ihm radirt. Baglioni x. Dieserund M. P. d'Aleflo sind ohne Zweifel die gleichen.Siehe diesen Artikel. ...
Lecchini oder Lecco (Jacob) ein Perspectivmahlervon Monza; lernte bey seinem Vetter Joseph AntonCastelli. Er mahlte mit diesem die Kirche S. Gio-vanni decvüatv alle case rotte und für sich allein die
Leetrw.
Kirche der fpannischen Nonnen S- JacobuS, beydezu Mayland mit schöner Architectur. DieserKünstler lebte um 17;°; er wird von Latuada Lecc»genannt.
Leccio (Bernhardin da) ein vortreflicher Künstlerin eingelegter Arbeit auS kostbare» Steinen; ver-fertigte um i;;o. nach des Georg Vasari Zeichnungeine Tafel für den Großherzogen von Florenz, an wel-cher die Kosten der hierzu erforderlichen Edelsteinenallein, auf zwenzig tausendThaler geschäzt wurdenBottari 1 .x. 482 .
Leck (Anton) ein Mahler dessen Werke nuifikali-sche Instrumente, Tapeten und andere leblose Ge->genstände vorstellen. M. S.
Leckerbetien k Vmcenzl genannt Manciol, weil eraus Mangel der rechten Hand, sich der linken bedje.nen mußte. Er war von Antwerpen gebürtig undmahlte zu Rom vvrtrefliche Landschaften und M.schlachten, in welchen ihn sein Zeitgcnoß und Freund
M. A. Cerquozzi nachahmte. Manciol arbeiteteauch in Frankreich, allwo man in dem Wache,aaldes königlichen Schlosses Vincennes vier Friesen vonseiner Arbeit siehet, worinne die Feldschlachtcn Ale-xander des Grossen abgebildet sind. Er blühete um1650. Sandrart 1 .1. p. 202.
Lcderer (Hieronymus) ein Kupferstecher zu Nürn-berg; arbeitete zu Genua, wo er i6r;. starb. Manhat von ihm unter andern die vier Temperamente desMenschen. Doppelmayr ?> 209. — Drey Gebrüder Le-derer von Augsburg; mahlten um 1770. Kabinetstü-ke mit Oclfarben auf Tuch und auf Glas. Der jüng-ste erhielt den zweyten Preis in der Stadtacademie.Schwäbische Schriftsteller.
Ledergerber (Joh. Ferdinand) ein Schwarzknnst-stecher zu Augspurg um 1760. Man hat von ihmviele Heiligenbilder nach Zeichnungen von I. Schef-flcr, G- Baumgartner und von eigner Erfindung.
Ledcrli» (Jacob) ein Formschneider zu Tübingen;machte unter andern die Bildnisse der öffentlichenLehrer der käsigen hohen Schule, welche ErhardZell 1596. daselbst in 4to herausgab. Christführt sein Monogramma x. 259. an. Papillon 1 .1.
p-259.
Ledesma (Joseph de) ein Mahler aus alt Casti.lien; lernte bey Johann Careno. Er mahlte histori-sche Tafeln, starb aber 1670. da er mehr nicht als40. Jahre erreicht hatte. Man findet seine schön,sie Gemählde in den Kirchen zu Madrid. Velasco
N. 14;.
Ledous (Johann) Siehe Douö.
Lecmans. Siehe den Artikel Christoph Pierson.
Leepe (Joh. Anton van der) von einer adelichenFamilie gebohren zu Brüssel 1664. Einige Anfängein der Miniaturmahlerey, die er in seiner Jugend voneiner Beguiner-Nonne soll erlernt haben, erweklenin ihm die Lust diese Kunst weiter zu üben, legte sichaber auf das Oelfarbeiimahlen , worinn er Land-schaften und veestüke verfertigte. Der Kayser er-nennte ihn zum General - Controlleur der Pachtenund zum obersten Forstmeister in Flandern: Die Zeitaber, welche er von den wichtigsten Geschäften dieserAemter erübrigen konnte, widmete er der Mahlerey.Seine Landschaften sind in Abraham Genvcls undzuweilen in Poußins Manieren komponirt. Er mahl-te mit einer besondern Leichtigkeit, freyen Pinsilm-gen, wohlgeblätterten Bäumen, ziemlich gutem,aber etwas grauem Colorit, welches sich vornehm-lich zu Seestürmen und Ungewittcrn sehr wohl schik-te, danahen man auch seine Marinen denen Land,schaften vorzieht. M. Duvenede, N. Kcrkhove, u s.f.haben seine Gemähide mit Figuren geziert. Vander Leepe starb 1719. ober 1720. Descamps 1 . 4>p. ss.
Leermans.. Siehe Lermans.
Leest ( Anton van) ein niederländischer Form-schneider , von welchem die vier Evangelisten aufgrossen wohlgeschnittenen Blätter», bekannt sind. Pa-pillon 1.1. p-1;?.
Leeuw (Gabriel van der) ein Mahler von Dort-