Maragltano.
Maragliano (Anton Maria) ein berühmter Bild.scknigler in Hol;; arbeitete zu Genua, wo man ineiner Kapelle der Kirche St. Maria delle Vigne emKruzifix mit den Bildern der H. H, Maria und Jo.kannes siehet. Man siehet auch verwunderlich schöneArbeit von seiner Hand in dem Oratorio della Costazu St. Remo. Description de la Ville de Gennes.
Marals (des) ein französischer Historienmahler;lebte gegen das Ende des XVIl. Jahrhunders. Erahmte die Manier des Luc. Recollet nach. Le Comte7 .x. 167.
Maratti (Carl) ein Mahler von Camerino in derMark Ancona; lernte zu Rom bey Andreas Sacchiund blieb 19. Jahre in seiner Schul. Er studirtedie Werke Raphaels, der Caracci und des GuidoReni. Er formirte nach diesen großen Meistern eineManier, die ihm einen hohen Ruhm erwarb. ,EinBeyspiel des bewundernswürdigen Fleißes dieses Kunst,lers liefet man bey Richardson 7 . r. p r6;. wo ermeldet, Maratti habe einen antiken Kopf über zwey-hundert male nachgezeichnet, wobey er zugleich Mutgroßer Bescheidenheit gestand, er habe die Vortref-lichkeit des Originals niemals erreichen können. Sei,ne meiste Kunst bestand anfangs in Marienbildern,und man glaubte dieses wäre sein einziger Talent,weil er bisdahin nichts anders gemahlt hatte; Aberseine Neider wurden gezwungen, sein großes Gxniezu bewundern, als er anfieng auch historische Stükezu mahlen. Seine Gemählde wurden schon bey sei»nein Leben in hohem Preise verkauft, und von alleneuropäischen Fürsten eifrigst gesucht. Der Pabst Cle-mens Xl. würdigte ihn seiner Freundschaft und Hoch-achtung ; er gab ihm ein Jahrgcld, und beehrte ihnmit dem Christusorden. Ludwig der XIV. that zudiesem allem den Titul seines ordentlichen Mahlers.Dieser Künstler wußte in seinen Köpfen das Edlemit der Einfalt zu verbinden; er halte einen g-oßenGeschmack in der Zeichnung, seine Ausdrücke stndentzückend, seine Ideen glücklich und voller Majestät,und sein Colorit von einer ungeineinen Lebhaftigkeit.Er behandelte die Geschichten und Allegorien vollkom-men gut, und war in der Architectur und Perspectivwohl erfahren. Man hat verschiedene von ihm ra,bitte Blätter nach Raphael, H. Carraccio, Domi-niquin, u f. f. und das Leben der H. Maria aufio.Platten nach seiner eignen Erfindung; sie find mitvielem Geschmack und Verstand behandelt. Die nachseinen Werken von andern Meistern verfertigte Ku-pferstiche werden auf mehr als ;oo. Stücke geschätzt.Maratti starb zu Rom 171;- im 88 sten Jahre seinesAlters, da er mit einem prächtigen Leichbegängnißbeehret, und in der Carlheuserkirche in einer Kapel-le begraben wurde, wo er sich schon 1704. ein sehrschönes Grabmahl von seiner eignen Erfindung durchden Bildhauer Franz Maratti aufrichten ließ. Ne-meiz führt seine Grabschrift ?. 12;. an. d'Argensville.
-(Franz) Siehe die Artikel Carl Maratti
und F. Moratti. In dem Buche betitelt: koms an-l>W e mocierns 7 . 2. p. 58;. wird dieser Franz fälsch»lich für Carls Bruder angegeben.
Marc-Antonio; unter diesem Name verstehet mangemeiniglich M. A. Raymonds
Marc (Stephan) von Valentin; lernte bey PeterOrrente, und ward einer der vortreflichsten Batail.lenmahler Seine feurige Einbildungskraft half ihmdie Gegenstände, die er nach der Natur studirte, sehrlebhaft vorzustellen. Er hatte die Gewohnheit, eheer an die Arbeit gicng seine» Geist durch den Schallder Trompete ober der Trommel anzufachen. Fer-ner traf man in seinem Hause unterschiedliche Harni-sche, Lanzen, Pfeile und anderes Kriegsgeräthe an.Er starb -6üo. in seiner Vaterstadt in sehr hohemAlter. Sein Sohn Michel mahlte Feldschlachten undHistorien mit vorlrcflicher Zeichnung und gutem Co»lorit. Erstarb 1670. im ;?sten Jahre seines Alters.Velafco Nr. n;. und 142.
Marca (della) ein Beyname von P Cati, M. A-Cerquozzi, I. B. Lombardelli und L- da Rimino.
Marcacci (Jacob) Siehe Marcucci.
Marcelli (Joh. Baptist) ein Bildhauer, von wel-chem man in der St- Peterökirche zu Rom eine Sta.
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Marchesi. zsx
tue von Marmor siehet. Er lebte um nl;o. BonanniH. T. V. p. i;6.
Marcelli (Lazarus) Siehe Morelli.
-(M- A.) ein Kupferstecher; arbeitete nach
Paul Caliari, u. s f.
Marcellini (Carl) ein Bildhauer von Florenz;lernte bey Felir Riposi, Cyruö Fern und HerculesFerrata. Erwarb ein geschikter Künstler, dessen selt-same Erfindungen und schöne Marmorwerke alleAufmerksamkeit verdienen. Marcellini würde einer dergrößten Bildhauer geworden seyn, wenn er seine Stu-dien fortgesetzt hätte; allein er hatte die schändlicheGewohnheit, daß so lange als sein Geld dauerte, erzu keiner Arbeit gebracht werden konnte, daher erviele »«ausgemachte Werke hinterließ. Cr starb171;. im 67sten Jahre seines Alters. Guarienti.
Marcellis (Otho) genannt Snuffelaer, ein Mäh.ler von Amsterdam; hielt sich auf stinen Reisen lan-ge Zeit in Diensten der verwtttweten Königin Mariavon Medicis zu Parts auf Diese gab ihm täglichfür vier Stunde Arbeit, nebst freyem Tisch und Zim-mer einen Louisd'or. Er gicng von da gen Florenz,Neapel und Rom, wo seine Gemählde jederman sehrgefielen. Nach einigem Aufenthalt in dieser lezternStadt kam er in sein Vaterland zurük, und starb167;. im Lösten Jahre seines Alters. Marcellis mahl-te Jnseckten, Schnecken, Schlangen, Schmetterlinge,spinnen und allerhand Pflanzen, alles nach der Na.tur. Zu solchem Ende hatte er eine Gattung Thier-garten , worinn er alle Arten Ungeziefer unterhielt.Descamps 7 .2. p. 20z.
Marcello (Alexander) ein edler Venetianer; übtenebst der Music und Dichtkunst auch die Mahlerey.Er mahlte unter andern die Deke der Kirche <2t. Ma-ria Magdalena, wvrinne diese Heilige von den En-geln in denHimmcl getragen, abgebildet ist. Er starbum 1750. Bassaglia.
Marcenay-Deguy (Anton) von einem adelichenGeschlechte aus Burgund gebürtig; lernte die Mäh,lerey und das Kupferetzcn. Er kopirte schöne Ge-mählde nach grossen Meistern; seine Hauptfach aberwar das Radiren, worinn er des Rembrands Ma-nier sehr gefchikl nachahmte. Er arbeitete um 1700.zu Paris. Plan hat von ihm den Artikel vom Ku-pferstechcn in der Enciclopedie; eine Abhandlung vondem Colorit; einen ausführlichen Catalogue von sei-nen Kupferstichen, und einen Versuch über das Schö-ne. Bibliothek der schönen Wissenschaften, rc. 7 . io.k,24.
Marchand (Joh- Christian) Joh. Jacobs, einesHofmahlers zu Dresden, «söhn; lernte das Kupfer-stechen bey Joh. Daniel Preißler und Martin Ber-nigerolh. Er fezte sich zu Nürnberg, wo er Bildnis-se und historische Blätter verfertigte. Marchand starb17H. im rasten Jahre seines Alters. Doppelmayr
k>. 26;.
-(Peter) ein Formschneider, von welchem man
Holzschnitte von 1577. datirt findet. Christ bemerketsein Zeichen k>.;;9. Papillon 7 . i. p. 2;;.
-(Peter) radirte um 1628. einige Blätter für
Goldschmiede dienlich, u. s. w.
-- (Wilhelm) ein Baumeister zu Paris; ver-fertigte die Zeichnungen zu dem neuen königlichenSchlosse St- Germain. Er vollendete auch .604. denBau der neuen Brüke zu Paris, die i;?8. von Ja-cob Androuet du Cerceau angefangen wurde. Bri«ce. Diesen Namen findet man auch als Zeichnerauf Kupferstichen von Wolfgang Philipp Kllian.
-( ) ein französischer Kupferstecher; lern»
te bey I. C. Miger. Er arbeitete nach der Mittedes XVill. Jahrhunderts zu Paris nach H. Frago-nard, u. s. w.
Marchegiano, oder della Marca; Beynamen vonLactantius da Rimino.
Marchesi (Hieronymus) genannt da Cotignuola;wird von Baldinucci unter Raphaels Schüler gezählt.Er mahlte Bildnisse, in denen er glüklicher war alSin Historien. Er hatte die Ehre Pabst Paulus denIII. nach dem Leben zu schildern. Zu Neapel mach-
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