Band 
[Erster Theil.]
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421
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Mrrltni.

Meten, angeführt. Siehe auch den Artikel MichelCastrucci.

Mcrlini (Lorenz) ein Bildhauer zu Rom; verfer-tigte ein grosses Basrelief für die prächtige Kapelledes H Jgnatius in der Kirche Gieiu. Er lebte ge-gen das Ende des XVlI. Jahrhunderts. Titi.

Merman (Heinrich) ein Mahler ist durch Bild-nisse die W. I. van Delst nach ihm gestochen, be-kannt.

Merstrart (Johann) Siehe Mostaert.

Mesa (Gregorius) ein Bildhauer von Calatajudin Catalonim; studirke zu Toulouse nach den Wer-ke» des berühmten P. Pnget. Man siehet von ihmin der Cartbause zu Sarragossa, Aula Dei genannt,die mehr als Lebensgrosse Stalüe des Erzengels Mi-chael und zwei, Figuren des H. Bruno, die für Mei-sterstüke gehalcen werden. Er starb in diesem Klosteri;oi. etwa üo. Jahre alt. Velasco No. siü.

Mcschi; ein Beyname von Gucrino.

Mßs; Siehe Messis.

Mesle (P. le) ein französischer Künstler. Fil-lomil, Dupin, u. f w. haben einiger Contes vonla Fontaine nach ihm radirt.

Meslin (Carl) ein Mahler aus Lothringen, da-her er zu Rom den Beyname Lorcneic bekam Lerntehcy Simon Vouec, und mahlte mit einer lieblichennnd angenehmen Manier. Er brachte den grösienTheil seines Lebens in Italien zu Man siehet vonihm Gemählde in den Kirchen S- Ludovicus bet Fran-zosen, S- Nudlaus der Lothringer und S S. Tri-nita da i Monti alle zu Nom. Er arbeitete auch zuNeapel und zu Mayland und blühete nur Eine

Darstellung Christi uu Tcmvcl, die von Lorencse inder Berkiv digungskirche zu Neapel gejehcn wird, istklug und richtig gezeichnet und ziemlich wohl compo-mrt; allein daS Gcmählb scheinet nicht mit crfoever-licher Ernsthaftigkeit behandelt zu seyn. Man findetdarinne kindische Episoden, z. B. Jostph und einPrieste- lauffen einer entflogenen Daube nach; derH. Simeon fallet so hitzig auf das Kind Jesus, daßman ihn zurüke halten muß, u. s. f. K- Audran hatnach ihm ein Kupfer gestochen. Gueudeville 1. ,.p >14. — Man findet Kupferstiche die HiercmymusDavid nach einem P. Meslin verfertigt.

MeSnil ( E. du ) ein französischer Kupferstecher;lebte um >760. Man hat von ihm verschiedene Blat-ter »ach F. Mieris, C. var Moor, Schenau, u. s.f.Basan.

— — ( L. M. du ) ein besoldeter Mahler vonder Stadt Pariö, war um 1750. Professor der Aca-demie von S. Luc. Man siehet von ihm in einerKapelle des L>. Turgot eine der acht Seligkeiten, inwelchem Gemählde du Mesnil des Enstachius le Su-cmS Manier nachzuahmen suchte. Er mahlte auchfür das Chor der Kirche S. Jean de Greve die Heim-suchung Maria C- Dupnis, B. Ptcart, Cl. Du-W, u. s. f. haben nach ihm in Kupfer gearbeitet.Sein Sohn Pter war um gleiche Zeit Professor ge-dachter Akademie. Brice.

— — l du ) ein geschickter Bildhauer, warProfessor der Acadcmie zu Nancy. Gueudeville 1.

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Mesquida (Wilhelm) ein Mahler von Minorca,stubirte zu Rom nach Benevickt Luti. Er kam 1718.gm Venedig, wo er heyrathete und sich hanshedlichniederließ. Mesquida mahlte ähnliche Portraite,Früchte und Blumen, Figuren, lebendige und todteThiere. Diese vielfältige Talente verschafften ihmviele Arbeit, und da feine gröste Kunst darinne be-stand des Rubens und Vandyks Gemählde genau zukopircn, ward er von vielen Liebhabern und Künst-lern darzu gebraucht, ungeachtet dessen allen war erdamit nicht vergnügt, sondern rechte 17z! inDeutschland, fand aber auch da nicht, was ersuchte, deswegen gieng er. in sein Vaterland zurücke.Guarienti.

Messa (Alphons de) ein Mahler von Seville;lernte bey Alonso Cano. Man findet in den Werkendieses Künstlers eine grosse Erfindung, eine unge-

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meine Leichtigkeit und Fertigkeit des Pinsels, einestarke Erhebung der Gegenstände wie auch die natür-lichste Ausdrücke der Leidenschaften. Er starb iSüg.im 4°sten Jahre feines Alters. Messa mahlte in demKloster S. Franctscus zu Seville das Leben diesesHeiligen Velasco No. i,;.

-(Gregorius de) Siehe Uefa.

Messerschmied (Franz Xaver) von Wiefensteig,ohnweil Dillingen in Schwaben gebürtig; lernte zwarsieben Jahre bey seinem Oheime Johann Sträub,gleichwol ward er mehr aus eignem Genie einer dergrüßt n Bildhauer seiner Zeit. Er studirte in derAcaocmie zu Wien und hielt sich um 176;, wie mansagt, sechs einige Monate zu Rom auf. Aber erwar einer von den seltenen Künstlern, die daselbstdie Antiken nicht nur ansehen, sondern auch ihröSchönheiten einsehen und verstehen lernen: DieserMeister schnitzte dastlbst etliche der besten antikenStatuen, in der Proportion eines Fusses, inHolz. Dft Kayscrinn Königinn Maria Theresialieß ihn in gleichem Jahre zurückberufen. Er verfer-tigte für obgcbachte Acabemie cm aus Holz nach derNatur geschnitztes vorlrefliches Modell eines mensch-lichen Squelcrs; das Grabmahl des berühmtenRechtsgelehrten Freyherrn von Senkenberg, u. s. w.Er arbeitete sehr viel für den verstorbenen Fürst Wen-zel von LichtenstcM und seine Prinzeßin SchwesterEmanucla. Seine freye und ungezwungene Art zudenken, hat ihn vielleicht verhindert, die Gunst derGrössen zu erlangen. KoereMons T. 2. p. 9;,

Messicri (Anna Theresia) eine Mahlerinn zu Bo-logne; lernte bey Cesar Gennari. Sie war im Ko-piern sehr geschickt, sie mahlte auch Bildnisse undcirügs historische Stücke aus eigner Erfindung. Felsinapillrice T. z. p>. 176.

Messina (Martin da) ein Bildhauer zu Florenz;lernte bey seinem Oheime Joh. Angelus Montvrsvli.Er arbeitete in dieser Stadt und starb um i;6o.Vasari T. 2. p. -s;.

-(Onophrius da ) von diesem Mahler stehet

man in der Pfarrkirche S. Thomas von Canterburyzu Rom eine Tafel, worauf er diesen Heiligen zu denFüssen des Eelösers vorgestellt. Roffelti.

-(da) ein Beyname des Anton MaMertini.

Mefflnese (Hiacyn h) von diesem Mahler siehetman eine historische Tafel in der Kirche S. Bonaven,tura zu Rom. Titi.

Messis (Quintin) genannt bet Schmied von Ant-werpen , weil er dieses Handwerk bis in sein zwan-zigstes Jahr trieb. Eine Krankheit, oder wie mattgemeiniglich erzählet, die Liebe zu einem schönen Mäd,gen, welches ihn als einen Schmied nicht heyrathenwollte, bewog ihn die Mahlerey zu erlernen. Erfieng ohne Lehrmeister an nach Holzschnitten zu zeich-nen, und brachte es in kurzer Zeit so weit, daß ereiner der berühmtesten Künstler seines Zeitalters ge-worden. Eines seiner Gemählde, welches die Ent.hauptung Johann des Täufers vorstellt, ward 1^77.von dem Rath zu Antwerpen um 1500. Gulden erkauft.Er mahlte mit grosser Freyheit und herzhaften Pinsel,zügen, so daß seine Figuren bloß in einiger Entfthr«nung ihre völlige Schönheiten zeigen: Eine Manierdie vor ihm in seinem Vaterlande unbekannt war.Quintin starb daselbst 1529. im 7sllcn Jahre sei-nes Alters. Man bemerket an der auswendigenThurmmauer der Frauenkirche das Büdniß diesesMahlers im Profil in Basrelief gehauen , mit dembekannten Verse: Lonnubisli« amor Lc. Seine Fär-bung ist kräftig und seine Manier sehr fleißig, abertrocken und scharf. R. Earlom, hat ein Blatt,betitelt: lös ülilers, nach ihm in Kupfer gebracht-Zwey stiller Söhne Johann und Messis, wurdenauch berühmte Mahler. Von diesem Johann zeiget manm der Gallcric zn Schicisheim eine halbe Figur dieden Evangelisten Mailhcus vorstellet Er wirb No..2Z7 I- Massus genannt. Descamps T. i. x. 17.

Meßner ( ) ein Mahler, lernte bey Martin Mey4teils. Er arbeitete zu Wien, wo er nach seines Lehrt,meisters Absterben, den Ruhm des besten Bildnisse-maklers in dieser Stadt behauptete. Er starb da,selbst 1774. I. Schmutzn hat nach ihm in Kupfer

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