Band 
[Erster Theil.]
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441
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Montorsolt.

Montorsolt; ein Beyname von I. A. Poggibonzo.

Montpcr. Siehe Momper.

Montpekit (Vincenz de) ein Mähler von Bourgen Brcsse; arbeitete um 1750. zu Paris, wo er eineneue Art Mahlerey erfand, die er ?oimure eluftori.oue nennte: Ein Wort, welches im GriechischenOcl und Wasser bedeutet. Die Manier, wie er mitdieser Arbeit zu Werke gieng, wird kürzlich so be-schrieben, daß er seine Täfelten währender Arbeitmeinem Geschirre reinen Wassers liegen batte, undmit einem seinen Pinsel die mit Oel zubereitete Far-ben (wobey aber kein Firniß gebraucht werden dyrfte)anstrug, wodurch er den Vortheil erhielt, daß dasWasser das überflüßige Oel von den Farben absonder-te und nur so viel übrig ließ als nöthig war, dieseFarben auf dem Grunde haltend zu machen. Mont-pelit mahlte auf diese Art Bildnisse in Tabacksdo-sen, Armbänder und Ringe, die man mit Crystallensorgfältigst bedeckte. Seine Arbeit warb so vortref-lich befunden, daß einige Stücke davon bey den Kron-jmvelen aufbehalten werden. Siehe Voyage d'unFrancois en Italic 1 . 6. p. 242. Lacombe.

Montrcalese; ein Beyname von P. Novelli.

Montreau oder Montrcuil (Peter be) Siehe Mon-tereau.

Montreuil i Eudes de) ein französischer Baumei-ster, der bey König Ludwig dem H iligen in beson-derer Achtung stand: Er mußte ihn auf seiner Reisein das gelobte Land begleiten, wo er die Stadt undden Schafen von Iafa b-festigte. Dieser Fürst ließihn auch bey ferner Zurückkonft zu Paris verschiedeneKirchen und Kapellen aufbauen, als: Bey dem Ho-tel D>eu, bey St. Croix de la Brcloniere, den denBlanc mameaur, den Quinzevingls. den Malhmins,bey St. Catherine, bey Val des Ecoles und bey denFranciscancrn. Eudes starb 1289 und ward m die-ser letzter» Kirche begraben, wo man vor -zgo. sei»Grabmal sah, allein in diesem Jahre ward sie durcheinen Brand fast gänzlich verwüstet. Iosselin de Cour-vaut, ein Baumeister, begleitete diesen Fürsten auchauf seiner Reise in das gelobte Land als Ingenieur,und erfand verschiedene Kriegsmaschinen. Lacombe.

Monverde (Lucas) ein Mahler von Furlo; lerntebey Pellegrin da St. Danielo. Man siehet von die-sem Künstler ein einziges öffentliches Gemähld in derKirche St. Maria belle Grazie zu lldine, denn er starbin früher Jugend. Vermuthlich blühete er um 1540-Ridolfi r. p. 114.

Monza (Nolfo d. i. Arndlph da) ein Mahler; lern-te bey Bramatino zu Mayland Man siehet heut zuTage wenig Gemählde von ihm, ausgenommen das,man sagt: Er habe in der Kirche St. Salyrus zuMeyland vieles nach seines Lehrmeisters Zeichnungengearbeitet. Scanelli führt ihn k>. 271. an, und hal-tet ihn für einen guten Künstler. Guarienti.

--(Torso oder Troso.da) ein alter Mahler,

der von Lomazzo gerühmt wird. Mau sah ehedemm der Swaße be t Maravigli zu Meyland, an derausser,, Mauer eines Hauses einige Mahlereyen vondiesem Meister, die wegen ihrer Kunst hoch gehal-,tcn wurden. Von eben diesem Meister siehet maneinige Gemählde in der Kirche St. Johannes zuMonza, seiner Gebursstadt. Torre?. 219.

-- (da) ein Beyname des Joseph Anton Ca-

stelli.

Moojaert (Niclaus) ein holländischer Historien-,mahler, der um 1624. blühete; ahmte des AdamElzheimers Manier nach. Er arbeitete zu Amster-dam, radirte auch einige Blätter von seiner Erfin-dung. Matham hat nach ihm radirt. N Berq-herm, Jacob van der Does, Salomon Koningh,und I. Baptist Weenix werden unter seine Schülergezählt. Hagedorn p. «76. Anm. lc

Moons (Caspar) ein Bildhauer; verfertigte denAltar einer Kapelle in der Kirche U. L. F- zu Ant-werpen. DescriptionidesPeintureS, rc. d'Anvers.

Moor (Anton) Siehe Moro.

-(Carl de) ein vorirefficherMahler von Ley-

ven; lernte bey.Gerard Douw , Abraham van den

Morandt.

Tempel, Franz Micris und Gottfried Schalken. Ermahne die Bildnisse des Prinzen Eugen von Sa-voyen, des Herzogs von Marldvrough und des Gra-fen von Sinzendorf für den kayserltchen Hof, undward deßwegen in den Reichsrilttrstand erhoben.Solisten mahlte er meistens große historische Stüke;seine kleine Gemählde sind sehr selten und werdenstark gesucht Dieser Mahler hatte eine sehr schöneFärbung, eine zierliche Ausarbeitung, einen gutenGeschmak in der Zeichnung, und seine Cvmpositio-ncn sind alle wohi angeordnet. Seine Bildnisse sindungcmein schön, lind er mahlte einige, die des Rem-brands in der Kraft, andere aber die des Vandyksgleichen. Man hat von ihm einige Schwarzkunst-blätter, worunter sein eignes Bildniß ist. Er starbin Haag >7;8. im 82sten Jahre seines Alters. I.Houbraken, P. van Gunst, L'Evicie, E. du Mes.nil, u. s- f. haben nach ihm in Kupfer gestochen.Sein Sohn Carl arbeitete auch in dieser Kunst.Descamps 1 . p. ;r 8 .

Moortel (Johann) ein Früchte-und Blumen-mahler von Lenden; war so geschitt, daß er die Au-gen und sogar den Geschmak rauschen konnte: dochfindet man in§ seinen Früchten mehrere Zärtlichkeitund Lebhaftigkeit als in Blumen, die er nicht mirberjenig n Leichtigkeit niahlie wie Mignon und vanHuysum; wenn er aber duse kopirtc, wurde seineArbeit für Original gehalten. Er arbeiiete bestän.big in seinem Vaterlande, und starb daselbst 1719.im v9sten Jahre seines Alters. Descamps 1 .k>. 241.

Mora (Benedict) ei» Mahler, von welchem manin der Pfarrkirche St- Clemens zu Brcscia eine Al-tartafel siehet, worauf St. Vincenz Ferrerio, dereinen Todten anfermeckt, abgebildet ist. Er mahlteauch ein Gewölb in der Kirche St. Sviriio in Sästsia zu Nom. Averoldo u. f. w.

-(Dominiciis) Siehe Mona.

— — (Johann Gow.cz de) Andreas Ramirez,P. Christoph Clandcstcr und Fr. Peter Sanchcz.Von diesen svauischen Baumeistern findet Man Risse,wornach die Kirche und das Collegium der Jesui-ter zu Alcaia, um iLro. erbaut wurden. P. A. de laPuente 1 . p. 2)8.

--(Don Joseph de) ein Bildhauer von Gre-nada; lernte bey Alonso Cano und bey SebastianHcrrera. Er arbeitete in königlichen Diensten undstarb in feiner Geburtsstadt >724. im 86sten Jahreseines Alters. Man siehet von feiner vortreflichenArbeit in de» vornehmsten Kirchen der berühmtestenStädte des Königreichs. Vclasso Nr. -r;ö.

Morales, genannt der Göttliche, weil er nichtsals geistliche Geschichten mahlte. Er ward 1^09. zuBadajos, der Hanpistabl von Estramadura gebohren,und lernte bey Pcicr Campana: Dieser große Künst-ler mahlte gemeiniglich auf Kupfer. Die Kühnheitseines Pinsels und der vortrcstichc Geschmak machenseine Arbeit kcnntbar, besonders wußte cr die Haareso natürlich vorzustellen, daß sie sich von dem Ha»,che zu bewegen scheinen. Die Nachahmung derächten Natur zeiget sich m allen ftmen Gemählden,und die Leidenschaften reden qleichsam aus denselben.Er kam niemals ausser sein Vaterland, und starb inseiner Geburtsstadt i§86. AIs Philipp der II. ein-stens durch Badajos reißte, verlangie er diesen Mäh,ler zil sehen: Ihr seyd schon sehr alt, sagte der Kö-nig; und sehr arm, antwortete Morales. Philippwies ihm 200. Duett->, für sei» Mittagmahl a»;und für die Abendmahlzeit? fragte der Mahler, wor-auf ihm dieser Fürst noch 100. Ducalen verordnete.Velasco Nr. 22.

Moran ( Bartholome Johann ) Siehe F. daAranda.

Morandi (Anna) Siehe den Artikel I Manzoli-nt, ihres Ehmanns

--- (Ioh. Maria) ein Mahlet von Florenz;lernte bey Johann Bstwert, Horaz Fidani und Sieg-mund Coccapani Man siehet von diesem geschiktenKünstler seht schöne, mit großem Fleiß und gutemColorit verfertigte Gemählde in den Kirchen St. Sa-