Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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B a i d i n i.

war um i 6 Zo Großherzoglicher Oberaufseher derGebäude und Festungen von Livorno und Pisa.Baldi baute die Kirche und das Kloster von St.Piekro d'Alcantara bey dem Großherzoglichen Palslaste von Ambrogiano. Man zeiget in der Maglia-bechischen Bibliothek eine prächtige Beschreibungvon den Reisen des Großherzog Cosinus III. inzwey großen Banden, worinne die Städte undandere merkwürdige Oerter, die dieser Fürst besucht,mit Wasserfarben von Baldi gemalt, sich befinden.FaM-Mcrr D. XVIII. P. 4 Z.

* Baldini, (Baccio), geb. zu Florenz umr 6 z 6 , und daselbst gestorben um r 48 o. Er lerntedas Kupferstechen von Maso Finiguerra. Filepepi(Botticelli), nach dessen Zeichnungen er vorzüglicharbeitete, hatte anfangs ebenfalls in Kupfer ge-stochen, und ihre Arbeiten sind schwer zu unter-scheiden. Baldini übertraf den letzter» im Mecha-nischen seiner Kunst, so wie dieser den andern anrichtiger Zeichnung. Von ihm sind wahrscheinlichdie ig Vignetten zu der Hölle des Dante von i 49 -,wovon aber nur dreye wirklich eingedruckt, die an-dern dagegen (wenigstens in dem Exemplar des Vati-kans) bloß eingeklebt find. Zwey dieser Vignettenfindet man in genauer Copie in MmerLe lüöe

rale p. l^l. so wie im ersten Theil seiner Kunst-nachrichten, und eine dritte bey Serurh in seinem

Lio§rapdical Dietionar^ ok Dn^ravers 1 . I. ?l.

7. Letztre ist eigentlich aus des ^«to»roär Kenn il iVlonts santc» cli Dio, lirenr. 1478.entlehnt, woselbst sich noch zwey andre Stücke vonBaldini befinden. Die ausführlichsten Notizzenüber alles dieses findet man bey MinecLe läseGenerals l. c. und in seinem Dictionnaire 8. V.La/tirm und Sottwe/L Noch bemerkt er namentlichunsern Baldini betreffend, daß von ihm vielleichtnähere Berichte in einem Buche des Arztes Bal-dini (wohl eines seiner Nachkommen) zu findenwären , das zum Titel führe : 1.02:210110 etc. goxraun PL880 clel Oanto XVI. äsl ?ur^atorio <liDante 4. ?ir. 1578. das ihns aber nie zu Gesichtgekommen sey.

— — (Joseph), ein Maler zu Florenz, lerntebey Anton Dominicus Gabbiani; zernichtete aberdie schöne Hofnung seiner aufblühenden Talentedurch einen allzufrühzeitigen Tod. Hugford.

— — (Taddäus), ein Maler zu Florenz; lerntebey Mattheus Rvsselli. Er hatte ein ganz beson-deres Talent, Abwesende oder Todte, die er gekannthatte, aus dem Gedächtnisse sehr ähnlich zu schil-dern. Dieses pflegte er öfters auch wider den Wil-len verschiedener Personen, die er nur für einigeMinuten zu sehen Gelegenheit hatte, zu thun. Lai-stmrrccr 1 . XIX. p. Zi.

* Baldinucci, (Philipp). Da um dieselbeZeit, wie^>iacen;a, auch D M- Mannt in Flo-ren; die sämtlichen Xoii2is in 2l kleinen Quart-bänden herausgab, so blieb ersirer mit seiner Fort-setzung zurück. Aeusserst lächerlich waren Baldi-nucci's Uebersctzungen der Familiennamen auswär,tiger Künstler, so wie auch die Taufnamen inManni's Ausgabe sehr fehlerhaft abgedruckt sind.Zu seinem Vergnügen hatte er einiges gezeichnetund geätzt, welches L. so wie seine sämtlichenSchriften anführt.

Baldner, (Leonhard), Fischer und Hagemei-ster zu Strasburg, beschrieb und malte von 1646bis 66. sehr schön in Wasserfarben alle Waffervö-gel, Fische, vierfüßige Thiere, Insekten und Ge-würmer, die er selber gefangen, geschossen, u.s. f.Der Vogel waren 45, der Fische 6 s Gattungen;der übrige» Thiere an die 62 Stücke. Mrc.

* Baldo, (Anton), geb. um l 688 - Als Kupfer-stecher arbeitete er sowohl mit der Nadel als mitdem Grabstichel. Er ließ sich z« Neapel nieder.Wahrscheinlich seine meisten Blätter führt I. an.

* Baldovtnerrt, (Ale.ius). Einige setzensein Geburtsjahr in 1425. Neben der Natur studirte

Balechou. Zr

er hauptsächlich die Werke des Mafaccio. Vio-ri'llo I. S. Jgl. S. auch A. Tast.

Baldrey, (I.), ein neuerer englischer Kupfer-stecher des XVIll. Jahrhunderts, von dem wiraber lediglich, aus L wissen, baß derselbe nachH. G. Bunbury, J.,Downnian, D. Gardner, C.Maratti, E- Penny, Reynolds, S. Rosa, u. a.gearbeitet habe. Einzelne Blatter führt er keine an.

* Baldrighi, (Cajetan oder Joseph). Andie Stelle des Artikels im Lexikon setze folgenden:Geboren zu Stradella im Kirchsprengel von Pavia172z; lernte sechs Jahre zu Florenz bey VincentMeucci. Er arbeitete einige Zeit zu Genua undgieng darauf nach Parma, von wo er auf Kostendes Herzogs gen Paris reiste, um daselbst unterFr. Boucher seine Studien fortzusetzen, wo er nachwenigen Monaten zu einem Mitgliede der dafigenAcademie aufgenommen wurde. Gedachtes Herzogerklärte ihn darauf zu seinem ersten Maler. DieAkademien zu Bologna und zu Florenz nahmen ihnauch zu ihrem Ehrenmitgliede an. Baldrighi wardProfessor der Akademie zu Parma. Er Malte Bild-nisse und Historien in Miniatur, Pastel und Del-färben. /ÄL-nl'om.II.P. Il.p.Zg I A. Pazzi hatnach ihm das Bildniß des Prinzen Anton vonMedicis gestochen.

Baldrini, (Alphons), ein Historienmaler,dessen Werke in Kunstkabinerte» aufbehalten wer-den. Mrc.

* Balducci, (Johann). Er setzte sich zuNeapel und starb daselbst. )V. führt Decorazionenfür die Hochzeit der Prinzessin Christina von Lothrin-gen zu Florenz 1539 nach ihm von einem Unge-nannten gestochen, und dann einen Christus unterden Lehrern im Tempel, nach einer seiner getuschtenZeichnungen, von Scacciati an.

Baldu in, sBernardin'!, ein Maler zu Mai-land , lebte um -630. S. kennt von ihm ein Bild-niß der Herzogin de la Balliere, und ein andresdes Kardinal Erzbischof Friedrichs von Mailand,letztres von I. Blondeau gestochen.

* Baidung, (Hans), arbeitete von Anfangdes XVI. Jahrh, bis iZz 4 , und starb 1545. Seineersten datirten Blätter sind mit 1511 bezeichnet.Unter die schönsten zählt man seinen Fall Adamsund eine Kreutzigung. L giebt das ausführlichsteVerzeichniß seiner Werke. In Mensel« A. M.X. S- 205. wird erzählt, daß Baldung im Be-sitze von einer Haarlocke Albrecht Dürers war, dienach mehrern Handänderungen in das Antiquitä-ten-Kabinet des H. Hüsgen von Frankfurt kam,wo es sich im I. - 799 - befand.

* Baleau, (Bernhard). S. Baissen.

* Balechou, (Joh. Jakob), hie und da irrigNiklaus genannt Die Aufnahme in die Königi.Akademie schlug ihm fehl, weil er sich, wegenZurückbehaltung einiger Abdrücke des Portraitsvon König August III. von Pohlen einen häßli-chen Rechtshandel zugezogen, und, als er nun vol-lends etwas an der Platte verdorben hatte, Pariszu verlassen genöthigt war. Er lebte hierauf zuAvignon bis an sein Ende. Gründlich genug-,aber etwas strenge wird dieser Künstler von Mä-kelet beurtheilt. »Wenn man" (fagt derselbe)»eine schöne und glänzende Führimg des Grab-stichels als das Ziel dieser Kunst betrachtet, somöchte es Wenige geben, welche B. an die Seitezu setzen waren. Wenn aber dieselbe darin bestehensoll, die Natur nachzuahmen, und den eigenthüm-lichen Charakter eines Gemäldes darzustellen, sosieht er sich von allen großen Meistern übertreffen.Oder wer findet in seiner H. Genoveva den Cha-rakter, die Farbe, den Pinsel von Vanloo? Inseinem Seesturme nach Vernet hat er zwar dasWasser mit einer Kunst dargestellt, welche in denFolge zum Muster gedient hat; was aber die andernTheile bcttift, welcher Vorurcheilsfttye wird nicht