Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Beaüdoin.

Leaudere nennt, welche auf eine leichte, gefälligeArt, und mit ungemein zartem Ausdrucke vierSzenen aus Bürgers Lenore zu W. R. SpencersÜbersetzung dieser Romanze zeichnete, die im Jahr179S in einer Prachtausgabe zu London erschien.Eine ästhetische Beurtheilung dieser Blätter, welcheHarding gestochen hat, s. 1 . c.

* Beaüdoin. S. Baudoin u. Baudouin.

Beauvouin, ( ) erscheint im/Umanack

stes Lenux-^rts von iZoz als damaliger Bau-meister des Tribunals.

* Beauforr, ( de). Um r?8o war der-selbe akademischer Rath. Picot hat nach ihm einBlatt: Die Sultanin, in Kupfer gestochen. M§c.

— — ( ) ein französischer Kupferstecher.

Man kennt von ihm ein Portrait des ApothekersB. Mary von 1635.

Beaufrere, (P.), ein französischer Künstler,lebte um 1667 und trug den Namen eines Kupfer,siechers des Königes. Man kennt von ihm einPortrait von A. H. de Bonville.

Beaujean, ( )ein Kupferstecher vonParis, der um I8c>4, gemeinschaftlich mit P.Laurent, eine Aussicht von Flandern, nach Swebac'sZeichnung, für die 15 Liefer. des Nüsse tr«n?oisgestochen hat.

Beaujeil, ( ) ein Kupferstecher von Tou-louse. Man kennt von ihm Bildnisse der MagdalenaMartini von der Dreyeinigkeit, und des PriestersA. Uvan. A^rr.

Beaulieu, (Broßard de), ein französischerMaler des XVIII. Jahrhunderts. P. G. Langloisat nach ihm das Bildniß des Superiors von St.udwig, Joh. Garrel's gestochen.

* — — (Sebastian de Pontaud, Herr von).L I6ss ßönerals p. Z0. giebt eine ausführlicheBeschreibung seiner Werke.

* Beau-Martin. S. Schoen.

Beaumonr, (Franz Albani), wahrscheinlichein Piemonteser, vielleicht Sohn des nachfolgendenClaud. Franz, trug den volltönenden Titel: Hrcdi-

teets pensionne 6s 8. N. Is Hol 6s 8ur6ai§ns, äl» snits 6s 8. 8,. ls Uns 6s Oloucestsr. gab

schon im Jahr 178? eine Sammlung von 12 ita-lienischen Aussichten, meist aus der Gegend vonNizza, nebst einer militärischen Karte dortigerKüsten, und 1788 l2 Vnss 6s Lüamomx (Lüa-mormzO st 6ss erivirons 6n tzso 6s Oensvs sn8svo^s aus Licht, die von ihm selbst (mittelmäßiggenug) gezeichnet und geätzt, erst durch die schöneIllumination des ältern Lory einen bedeutendemWerth bekamen. Bald nachher verlegte er seineProspektfabrike nach London, wo er sich einen ge-wissen Thomas Gowland als Mitentrcpreneur, undCornel Apostool als Kupferstecher associrte. Unterdieser Firma erschien dann im letzten Dezennium desX VIII Jahrhund. eine neue Anzahl schweizerscher,savoyischer und französischer Prospekte, welche gleichden vorigen noch immer zum Mittelgute gehören,und abermals durch den geschmackvollen Pinsel desDerners Lory ihr größtes Verdienst erhielten. Dochmuß man gestehen, daß diese neuen Produkte durchApostools reinere und festere Radiernadel so vielgewonnen hatten, als sich immer bey einer soschwachen und unsicher» Zcichnungsart, wie Bean-monts war, thun ließ. Das Verzeichnis aller dieserBlätter, mit ihren (zum Theil hohen) Preisten findetman in Meusels Mus. XIV. 36-33. und tzl.Mus. 476 - 77 -

— — (Claudius Franz von) gewöhnlich unterdem Namen des Ritters von Beaumonr be-kannt, ein Piemonteser von Geburt. Der Mink-lersche Katalog giebt .1760 und Heinecke 1766 fürsein Todesjahr an. P. Payrolari hat nach ihmeine Mutter der Schmerzen gestochen.

Beauvais. 49

* Beäumonr, (Joh.Anton). S.Belmond.

* — — (Peter Franz). So heißt der imLöxikon kürzlich angeführte französische Kupferstechermit der Nadel und dem Grabstichel, geb zu Parisum 1720. Derselbe gab sich den Titel Lravsrror 6 inairs 6 e 1 a ville 6s?sris. Rost (V III. S. 180.)führt mehrere seiner Blätter nach N N. Coypel,I. Breughel, und hauptsächlich nach Wouwermannsan, nach welchem er an ein Dutzend Blatter ge-stochen, welche aber, nach dem Urtheil eines be-wahrten Kenners (s Meusels Archiv 1. Z. S. 54.)ohne einichen Werth sind, etwa: Den erhitztenWanderer, und: Der Engel erscheint den Hirten,aus dem Winklerschen Kabinec ausgenommen,welches letztre uns vermuthen läßt/Beaumontmüsse einst seinen Strich nach Deutschland ge-nommen haben.

— — (Trigaul de), französischer Schifslicu-tenant, ein Kunstliebhaber. Palice Bourdigale hatnach ihm ein allegorisches Stück gestochen, welchesFrankreich und Spanien vorstellt, wie sie Amerikaaufnehmen, und dem Grafen von Estain JupitersDonnerkeil und Neptuns Drcyzack übergeben.

— — ( ) eiiz berühmter neuerer Baumeister

zu Paris, und dortiger Tribunats-Architekt. Vonihm war der Plan des diesem Corps gewidmetenschönen Sitzungssaals, wovon sich in MeuselsArchiv I. 3. S. nä—- 8 - eine Rfrh. von S a.unterschriebene ausführliche Beschreibung findet.

Beaupler, (F.), ein französischer Form-'schneider. Man kennt zwey Blätter von ihm: DieKapitulation von Perignan 1642 und den Kardinalvon Richelieu auf seinem Paradebette. .Mc.

Beaupoile, (F ), ein Bildnißmaler. G.Edelink hat nach ihm dasjenige von Dion- Gren-ville in Kupfer gestochen.

Beaurain, ( ) ein französischer Kupfer-

stecher, arbeitete um 1690. Man kennt von ihmeine Menge Belagerungen, Feldschlachten, Pläne,Spezialkarten u. s. f.

Beaurenconrre, ( ) ein Kupferstecher

zu Lyon, arbeitete um 1693. Man kennt von ihm,nach M. Ogier's Zeichnung das Bildmß des Mis-sionars C. Girod's. Tl^rc.

* Brausi re, (Joh. Bapt. Augustin), P. lePautre hat nach seiner Zeichnung die Statue Lud-wig XIV. welche auf dem Nathhause zu Paris sieht,gestochen.

Beauvais, (Carl NiclausDauphin de), desunten folgenden Niclausjüngerer Sohn, ein Kupfer-stecher, geb. um 1750 zu Paris, wo er in Gesell-schaft seines Vaters arbeitete. Rost (VIII. S. 57.)führt drey einzelne Blätter von ihm an, wovonNoch eines (das Bildniß Pabst Benedikt XIV.) vonseiner Frau gestochen ist. verzeichnet die Meister,nach welchen sein Vater und er gearbeitet haben.

* — — (Jakob). So heißt der im Lexikonangeführte französische Bildhauer. Er studierte1770 als Königlicher Pensionnair zu Rom, undätzte eine Sammlung von Vasen nach seiner eigenenErfindung; und eben so drey von ihm selbst ge-zeichnete Aussichten von Venedig. Ein Blatt Archi-tektur endlich ha:M. Marieschi nach ihm gestochen.

Im I. izvZ lebte er, zufolge des /Vlmanacü6es Zsaux-^rts dieses Jahrs, nicht mehr.

* — — auch B 0 ve, (Niclaus Dauphin de),Kupferstecher, Schwiegersohn von Casp. Duchange;ein Künstler, dessen Talent größer war, als solchesgewöhnlich geschätzt wird. Bisweilen jedoch warer ein schwacher Zeichner, besonders in Extremitäten.Er arbeitete meistens nach großen Meistern, wobeyihm nicht selten seine Frau beholfen war. Seinevornehmsten Blätter finden sich bey Rost (VIII.S. 56—57.) Es scheint, daß er sich einige Zeit zuLondon aufgehalten habe; wenigstens kennt manvon ihm ein Stück nach I. Lhornhill: Den mit