Bellueci.
niß von P Marc - Boschini gestochen. Zu feinemLob schrieb 1659 I E. M'ccolml: I'Ombrs stellpovello Aiorioso sti ?. L. I2wo. VensL. Ä. und
* Bellucci, (Anton). Nach Wien wurde erberufen im 1 .1709. In seinen schon im Lexikonangeführten Deckenstücken der LichtensteinischenGallerie findet man eine ungemein dichterische Ein-bildungskraft, reiche und gefällige Anordnung,groß stylifirte Zeichnung und ein kräftiges undunmuthiges Colorit. Verschiedene seiner schonenStafeley - Gemälde befinden sich in der Gallerie zuDüsseldorf. L- Cosse, Fossats, Thourneiser undI. Wagner haben nach ihm Blatter geistlichen undprofanen Inhalts gestochen, welche L anführt.
Bellujoux, ( ) Baumeister zu Paris um
rgoz.
Bellunells, (Andreas), ein Maler von St.Vito im Friaul gebürtig, blüheke im X V. Jahrh,war ein Zeitgenosse von Marc Basaiti, und standin großer Achtung, wie aus dem Distichon er-hellet, das einem im Dome zu Pordenone befind-lichen zierlichen Altarblatte von ihm zur Unterschriftdiente (Fiorillo II. 42.):
Aeuxks, oostras^vs setstis gelles1^06 vodile opus.
^ Belly, auch Brllp, (Vincenz). Die ein-zelnen Blätter der beyden Sammlungen, welche erfür der Carracci's Arbeit verkaufte, findet man inLk. nebst einigen andern verzeichnet, welche seineneigenen Namen tragen.
* Belmond, auch Beaumont, (JohannAnton). Von ihm ist das Blatt, welches dieVigna der Königin bey Turin mit der Illuminationderselben von 1737 nach der Zeichnung der Bau-meister Agliaudi und I. Bernardi vorstellt. Auchhat er nach B. Alfieri und B. Desmarets, viel-leicht auch einen Et. Hicronymus nach Natoiregestochen, der mit Belmond bezeichnet ist, dasaber auch, wie L bemerkt, von perer Beau-mom seyn kann. -
Belmone, (Simon de), Kaplan der KircheSt.Servatius zu Mastricht, verfertigte gegen Endedes XVI. Jahrhunderts eine Zeichnung von dieserStadt, welche in Braun's - Städrebuch II. Th.
2l. enthalten ist.
* — — S. auch Beaumonr.
Belmonee,( ) eine Kunst liebende undübende neapolitanische Prinzessin, lebte zu Endedes XVIII. Jahrh. Ihr von ihr selbst gemaltesBildniß hangt in der Gallerie von Florenz.
Belor, auch Bellot, (Thomas). Diesensonst unbekannten Künstler führt der Abt vonMarolles als einen Maler von wunderthätigenBildern an.
— — S. auch Bellst, (N.) Handschrift-liche Nachrichten meines sei. Vaters zweifeln, obdieser letztre mit obigem Thomas Belor nicht dernämliche seyn könnte.
Belskp. S. Beeskp.
Bemmel, §§
Belsuccia, (Adam). Mit diesem Namen istein Blatt: Adam und Eva im Paradies, nach Vin,kebooms, bezeichnet. Man hat einige Vermuthung,daß unter erwähntem Namen Adam Bolswert ver-borgen sey. //. und
Belu sr , ( ) ein Historienmaler, nach wel-chem I. Peyroleri einige Blätter gestochen hat.Derselbe dürfte vielleicht mit A. Balucci die gleichePerson seyn.
Beluz; i, ( ) ein italienischer Baumeister,arbeitete zu Wien unter der Regierung Kais. Karl VI.und baute, neben anderm, das alte Schloß Leo-poldsberg bey Wien wieder auf, welches jetztneuerdings seinem Verfall nahe sieht. M§c.
Bel;, (S.), ein Dildnißmaler zu Leipzig. I.Dürr hat nach ihm dasjenige des Professors I.B. Carpzov gestochen. F.
Bembridge, ( ) ein englischer Maler,
nach welchem Boswell ein Bildniß des corstschenGenerals Pascal Paoli in ganzer Statur gestochenhat, so wie solches in der Kaiserlichen Gallerie zuSt. Petersburg izz6. steht.
* Bembi', (Bonifacius), lebte um 1580. P.Monaco hat nach ihm ein großes Blatt: Den reichenMann im Evangelium gestochen.
Bernden, (van den), ein niederländischerJagdenmaler.
Bemmel, (Burkhard Albrecht von), jüngererSohn des unten folgenden Joh. Noah, geboren zuNürnberg 1742. Schon in seinen Kinderjahrenzeigte er großes Genie und Lust zum Zeichnen, be-sonders von Thieren, nach der Natur. Diese bil-dete er sofort ganz aus, ohne sich einen Entwurfdavon zu machen, und warf seine Arbeit lieber zurSeite, wenn ihm ein Stück nicht gerieth. ImAusdrucke der Affekten, des Alters, u. s. f. jederArt Viehes war er besynders glücklich. Dieserjunge talentvolle Kopf erreichte aber nicht einmaldie Jünglingsjahre, und starb nicht völlig dreyzehnJahre alt 1755- Mensel ss!. M-sc IX. 93—94. D
— — (Carl Sebastian von), des unken fol-genden Johann Christophs älterer Sohn, ersterEhe, ein Landschaftsmaler, geb. zu Bamberg 174zlernte anfänglich bey seinem Vater, kam aber, einerschlimmen Stiefmutter wegen, schon als Knabe nachNürnberg, wo er von des ebenfalls untenstehenden Joh. Noah's Wittwe und Kindern sehrwohl aufgenommen wurde. Hier widmete er sichganz der Kunst, und studierte vorzüglich die Ma-nieren seines Großvaters Peter, und seines Urgroß-vaters Wilhelm. Anfangs malte er in Oel, nach-werts aber meist in Gouache, „weil" (heißtes beyMensel lsl. Mlisc IX. 95.) „damals niemandLandschaften in Oel gemalt kaufte." Dqs Lrak-tament in dieser letzter» Manier zeigten ihm diedamals berühmten Vogel- und Landschaftsmaler,Gebrüder Lange. Seine liebsten Gegenstände waren:Seestücke, Stürme, Feuersbrunsten, Morgen-und Nachtscenen. „Er hatte" (s. 1 . c.) „ebensowohl die größten und geschmackvollsten Ideen igrJnventiren, als den fertigsten Pinsel in Ausführung
*) Gegenwärtiger, und alle folgende Artikel, welche den Namen Bemmel tragen, sind hauptsächlich aus einemri. Miscell. ix. s-—98. enthaltenen Aufsätze geschöpft, welcher den unren folgenden GeorgLhrtsioph Gottlteb von Bemmel u. zum Verfasser hat, und sehr lesenswert!) ist, obgleich vielleicht des,im Ganzen wohl verdienten Preises dieser großen Künstler-Familie, hie und da ein wenig zu viel angebrachtDie beyden Artikel: Georg und Philipp von Bemmel rm Lerikon fallen durch die nachstehendenVerbesserten nunmehr gänzlich weg.
Dem so eben von uns erwähnten Aufsätze dann ist noch eine Stammtafel der Bemmelschen Künstlerfanilliebeygefügt, wonach die von uns angeführten Mitglieder derselben chronologisch zu reihen sind, wie folgt:
1.
n.
ii i.
IV.
V.
VI.
VII.
Wilhelm: Der Stammvater.
Dessen Söhne: Johann Georg und Peter.
Johann Georgs Sohne: Joel Paul und Johann Noah.
Peters Sohne: Christoph und Johann Christoph.
Johann Noahs Sohne: Georg Christoph Gottlteb 1. und Burkhard Albrecht.
Johann Christophs Sohne: Carl Sebastian, Simon Joseph; und Joh. Caspar, ihr HalbbruderGeorg Christoph Gvttlieb i. Sehn: Georg Christoph Gottlieb 11.
vill. N. D. Bemmel. Der Ungewisse.