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Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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welche man buchstäblich in allen feinen Werkenentdecken wird. — Es war im I. 1637 unter demGroßherzoge Ferdinand II. daß er nach Florenzberufen wurde, wo er vier Zimmer im PallastePitti malte, ein fünftes hingegen (nachwerts vonCyro Ferri ausgeführtes) eines Schimpfes wegen,der ihm von einem Hofcavalier wiederfuhr, unvol-lendet ließ. Bey seiner Rückkehr nach Rom warenjetzt, unter Innocenz X. die Gallerie Pamphili,wo er die Thaten des Aeneas abbildete,^ und unterAlexander VII. die Verzierung des Säulengangsder Kirche delta Pace, wofür er die Ritterwürdeerhielt, seine vornehmsten Werke. Ueber scknemrchi-tektonischen Arbeiten sagt Milrzi'a (IVlswvrls SpAll^rokitetti II. y. 194.) wohl sehr richtig: „Erwar verständig und zierlich in semen Umrissen,und wußte im Ganzen seiner Gebäude ein Ansehnvon Würde zu behckspten; allein er zerstörte dieseVorzüge wieder durch den wunderlichen Geschmack,womit er sich der verschiedenen Säulenordnungenbediente". Eben so richtig bemerkt Fiorr'llo (l. S.193 und 439.), daß überhaupt Berettini's manie-rircer Geschmack in den bildenden Künsten, gegendie Mitte des XVII. Jahrhunderts sowohl dieFlorcntinische als die Römische Schule, und jenevielleicht noch mehr als diese, ganz für sich einge-nommen hatte. Erstre nämlich übertrieb vollendsdie Eigenheiten des Vorbilds, welches sie zu er-reichen strebte; und ihr ehemaliger leichter Stylartete in Oberflächlichkeit, ihr Geschmack in Affek-tation aus. In Rom hingegen waren Sacchi, undder allmächtige Bernini (der ihm übrigens in Ab-sicht auf letztgenanntes Gebrechen wohl wenigvorzuwerfen hatte) seine Gegner. Aber trotz ihrenBemühungen sammelte er auch dort eine großeSchule um sich her. Mit weit besserm Fnge standDomenichino ebenfalls nicht im beßten Vernehmenmit Pietro, Nach Beretini's im I. 1609 erfolgten!Tode erhielt derselbe ein ehrenvolles Begräbniß inder zu Rom dem H. Lukas gewidmeten Kirche derMaler, für welche er in seinem Leb.en mehr als100,000 Scudi aufgewandt hatte. (S den Art.Johann Arruss). große Menge der nach ihmgestochenen Blatter findet man, unsers Wissens,nirgends so vollständig, wie in /f. und in demwinklerschen Laralog verzeichnet. Die beßtenderselben, und den Maler selbst, beurtheilt, nachseiner Weife vortreflich, Fäßli in seinem kritischenVerzeichnisse I S 61-74. Letztres thut auchdie Schrift: lVinkelniann und sein Jahrhun-dert (S 178—79.) kürzlich also: „Bererini warweniger bemüht die Gestalt der Dinge selbst, alsbloß den Schein ihrer Gestalt darzustellen. Dochvergütet er die Fehler der Zeichnungwelche inseinen Werken durchaus etwas Schwerfälliges hat,mit heiterer Fruchtbarkeit der Erfindung und hol-dem Reitz junger weiblicher Figuren, mit fröhlichblühendem Colorit und harmonisch abwechselndenFarben. Diese letztre Eigenschaft verdient haupt-sächlich bemerkt zu werden, da dieselbe sein eigen-thümliches Verdienst ist, welches weder vor nochnach ihm kein anderer in dem Maaße besessen hat".

* B ere r 0 n i. S. Berreroni.

Berey, (Joseph), ein geschickter jüdischerEdelsteinschneider zu Homburg vor der Höhe; geb.i? 45 , lernte die Kunst bey seinem Vater, JosephAbraham; er blühete um 178z. lMeus. Mlsc.XVII. Heft, S. s6o.

— — (Joseph Abraham). S. den vorher-gehenden Artikel.

Berg, (Hans). Vielleicht Peters Sohn, Königl.Dänischer Stempelschneider um 1730—40. Mrc.

* — — (Wagnus). Feddersen (II. Th.S- 195.) führt ihn wegen seines frommen Wan-dels an.

* — — (Peter). Neben andern kennt manvon ihm: Eine Schaumünze auf die Eroberungvon Töningen 1713; eine andre auf den Tod derKönigin Charlotte Anlaste 1714; und eine auf den

Berg er.

Sundzoll und die Eroberung des HerzogthumsSchleswig von 1720. Mrc.

Berg, (R.), ein englischer Kupferstecher, vonwelchem Walpole das Bildniß des ErzbischofsParker anführt.

— — S> auch Berge, Bergen». Berghem.

* Berga masco, (Wilhelm). Im I. 1524

verfertigte er das Grabmal der Verde della Scala,Herzogin von Ferrara, in der Serviten - Kirche zuVenedig. Dieser Baumeister war eben so frucht-bar und prächtig in der Erfindung, als vortreflichund genau in der Ausführung. 175,«.

* Bergamo, (Eneo de), ein italienischerKünstler, dessen Lebenszeit und Umstände ganz un-bekannt sind. Nach seiner Zeichnung hat E. Kirkelein schönes seltenes Blatt in grünlicht Camajeu ge-stochen, welches Jesus bey Martha und Mariabeym Lampenschein darstellt, und dem HerzogeWill), von Devonshire zugeeignet ist.

Ob es der Historienmaler Bergame seyn möchte?Wir zweifeln daran.

— — (Stephan). S. den Art. dsticlaus daLagst'.

Berge, (Johannvan den), ein Kupferstecherdes XVll. Jahrhunderts; arbeitete zu Salzburg,Regenspurg und an andern Orten in Deutschland.Man kennt von ihm einige Bildnisse, wie esscheint nach seiner eigenen Zeichnung; ferner Blät-ter nach M. M. Meriau und F. de Neve. Vonden erstem führt L etliche an.

* — (Peter van den), Maler und Kupfer-stecher von Amsterdam. Nachdem er einige Zeit infeinem Vaterland gearbeitet hatte, ging er nachHamburg, und endlich nach Frankreich, wo er sichde Berge nannte. Eine ziemliche Zahl seinerBlatter, welche meistens in Bildnissen, und zumTheil in der Tagesgeschichke seiner Zeit bestuhn-den, und eben so etliche, welche Chatcau und F.Dequamviller cletzrer eine Landschaft) nach ihm ge-stochen hat, findet man in L) verzeichnet. Einsehr schönes Blatt von Hühnern und andern: Ge-flügel in schwarzer Kunst wird ihm wenigstens zu-geschrieben.

* Bergen, auch Berg und Bergh,(Niclaus van den). L führt ein Blatt an, wel-ches das Bombardement von Genua vorstellt,und mit van Berguen bezeichnet, jedoch als un-gewiß , ob es von unserm Künstler sey. Er lebt«noch 1764

Berger, (D.), ein deutscher Kupferstecherdieses Namens, gab 1704. Kants Silhouette inganzer Statur. Alkr.

* — — (Daniel), Zeichner, Kupferstecherund Aetzer, geb. zu Berlin 1744 , wo er seit i ?87bey dortiger Akademie die Stelle als Rector, undProfessor seiner Kunst bekleidete, und iZoo nochlebte. Die Anfangsgründe dieser letztem lernteer bey seinem Vater, und benutzte dabey sehrfleiffig den'akademischen Unterricht unter B. N. leSueur. In Berlin hatte er das Glück, sich noch unterG. F. Schmidt etliche Monate auszubilden. Daer aber genöthigt war, für seinen Unterhalt zusorgen, so unternahm er verschiedene Arbeiten fürBuchhändler, welches seine Fortschritte für grös-sere Kunstwerke hemmte. Besonders arbeitete ersehr viel nach Chodowiecky für die Almanache,und gewöhnte sich dadurch an eine leichte und ge-schwinde Manier, welche freylich sehr vwl Ange-nehmes hatte. Auch in der englischen punktirtenManier, zum Theil mit Farben abgedruckt, lieferteer Mehreres. Ein ralsonnirendes Verzeichnißseiner Werke, welches 1792 in der RoftischenKunsthandlung zu Leipzig herauskam, enthieltschon über Zvo Nummern, welche-noch größten-theils mehrere Stücke in sich faßten; und seitherhatte sich diese Zahl bis an die Tausende vermehrt.