Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
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Bernard.

* Bernard, (Andreas). S. Bernhard.

— (A.) So wird bisweilen irriger WeiseSamuel Bernard genannt.

— — (Balthasar), ein Kupferstecher, Schülervon B. Picart, der für die Bibel von G. Hoet ge-arbeitst hat. Ä. s. v. Samuel Bernard.

* — — (van Brüssel). S- Grley.

----- — (C.) Auch so wird bisweilen irrigerWeise Samuel Bernard genannt.

* — — (F), ist der im Lexikon bereits ent-haltene Maler und Kupferstecher am DurlachischenHofe. I. C- Boecklin hak nach ihm das Bildnißvon Dr. I. M. Triller gestochen.

— — (Jakob Franz), ein französischer Kupfer-stecher, lebte um 1720. Man kennt von ihm nebenandcrm ein satyrisches Blatt auf den unglücklichenAusgang des Lawischen Finanzsystems: Blrnunas6s la kortune, ou ^Asncla 6e 1a Rus (^uingsln-xolx 1720.

— (Joseph), ein Maler, von dem wirnichts anders wissen, als daß er sein von ihm selbstgemaltes Bildniß, in Duodezformat, selbst inSchw'arzkunst gebracht hat, mit der Unterschrift:Joseph Üernarä sola nstura äuce pinAlt. A.

— — Ä-), ein Kupferstecher dieses Namens,den wir in keinem der vorhergehenden erkennenkönnen, hat im Jahr iZo^ für das Kunst- undIndustrie-Comptoir zu Wien ein vortrefliches Blatt,LieLautenschlagerin nach Caravagio, aus der Lich-tensteinischen Gallerie, und früher den lustigen Fla-mander, nebst einem Pendant, in Schwarzkunst ge-schabt. Mensel Archiv I. 2. 107. >

— — (L.), ein Kupferstecher dieses Namenshat nach I. Forest eine Landschaft mit Vieh ge-stochen. S.

* — — (Nicasius). S. Bernaerr.

— — von palissy, auch MartreBernard de Tuileries genannt, weil erin den Tuilerien wohnte, und daselbst alles damalsvon Physik und Chymie Bekannte lehrte, blüheteum die Mitte des XVI.Jahrhnnderts; ein für seineZeiten ausserordentlichcr Mann. Ihm hatte nebenandern! die Kunst Fayence zu machen und zu malensehr vieles zu danken. In dein alten Schlosse desHauses Montmorency zu Ecouen bey Paris sah manehemals eine ganze Kapelle mit Fayencen aus dieserFabrik incrustirt. Auch findet man in den Cabi-netten der Liebhaber Schmelzmalcreyen, die ausseiner Werkstatte kamen. Mrc.

* — — (Picart). Es finden sich nämlich mitLsrnarll INV. bezeichnete Vignetten, die von Ber-nard picart sind. Lk. führt drey dergleichen an.

* — —^ (Samuel). Der Abt Marolles nenntihn irrig Simon; andre eben so irrig A. C. undStephan Bernard. Was Basan verleitete, zweyStecher aus ihm zu machen, war, weil er zugleichmit der Nadel und in Schwarzkunst arbeitete. DasMechanische dieser letztem Kunst schien er nicht wohlzu kennen; desto richtiger ist seine Zeichnung, unddesto geistvoller sein Ausdruck. Einige feiner beßtenBlätter find bey Rost VII. S. 170—71. und inverzeichnet.

— — (Sankt) von Liron, wurde von einemEinsiedler von St Medard, der um 1097 lebte, inderDrechslerkunstunterrichtet. Fiorillo > 11 . S.-ji.

— — (Simon und Stephan), sind abermalsNamen, mit welchen, durch ein seltsames Miß-geschick, irriger Weise, Samuel Bernard be-nannt wird. Mrc.

* — — ( ) zu den Blattern, welche Danzel

»ach einem Künstler dieses, Namens gestochen,gehören : 1 s 6s§s 6s l'/xraitls und 1 a IleLonnois-sanse 6u Derber. Mrr.

Berndt. 66

Bernard, ( ) ein Edelmann aus Lothringen,Schüler von Claudius Galen, und für die Figurenvon I. le Clerc, mit dem er in genauer Freundschaftstuhnd. Er ließ sich zu Nancy nieder, und zeichnetesich daselbst als Landschaftmaler aus. Fiorillo 111 .S. 176.

^ Bernard i, (F), welchen einen vene-tianischen Kupferstecher nennt, und von ihm sagt,daß er, neben anderm, nach Piazetta gearbeitethabe, ist höchst wahrscheinlich Fabius Berardivon Siena.

* — — (Johann). Lessing(Köllektan. 1.250.)bemerkt, er sey einer von denjenigen Künstlern ingeschnittenen Steinen, welche bisweilen ihre Namenauf ihre Werke gesetzt, wie sich dergleichen von ihmim Museo Strozzi zu Rom befinden.

— — — — Hofbaumeistcr zu Turin um1730. Joh. Ant. Belmondo oder Beaumont batnach seiner Zeichnung ein Feuerwerk gestochen, dasin dem Königl. Garten la Venerie bey Turin abge-brannt wurde.

Bernard ino, (Franz di), und MarcdellaEarrta, zwey mittelmäßige Baumeister zn Venedig,besorgten von 1616 bis 1640 einen Theil der weic-lauftigen Gebäude der dasigen Procuratien, woraufBalthasar Longhena diesen Geschäften vorgesetztwurde. DemML» N. II. p. 4Ü2.

* — — S. von Murano.

Bernardrny, ( ) ein Historienmaler,

wird von kdorhnagel blo. 152. angeführt.

Bernardo,( )ein Bildhauer von Rom,verfertigte um 1550 das Grabmal von GaleatiusPiekra, erstem Bischöfe von Digevano, welches indasiger Hauptkirche aufgerichtet ist. Sarto/r N. 11.

* Bernardoni, (tzieronymus). Man hieltihn für einen der beßten Schüler von I. B- Volpato.J'iorlllo 11 . S- HA.

* Bernards, auch Bernaerds, (Bal-thasar) , lernte bey B. Picart, und trieb die Kunstin Holland und Frankreich. Im Jahr 1715 hielter sich in Paris auf. Man kennt von ihm geätzte,gestochene und in Schwarzkunst geschabte Blätter,Bildnisse sowohl als historische Stücke, von denenaber, weil er lange unter der Leitung seines Lehrersgearbeitet hatte, wenige mit seinem Namen bezeich-net sind. Einige derselben jedoch führt kV. an. Ermuß noch um 1737 gelebt haben.

— — (S.), ein Liebhaber zu Amsterdam.Man kennt von ihm das Gleichniß vom ungerechtenHaushaltcr,nach Joh. Luycken in Zeichnungsmaniergestochen. S.

* Bernazzano, (Cesar). Ist wohl in Bctrefdieses Künstlers das Urtheil zu hart, welches /,'o-rillo I- S. 196. fällt, wenn er sagt: Erst mitTitian habe sich im Landschaftsmalen jene trockeneManier verloren, welche die Bernazzano und Drilldarin eingeführt hatten?

* Bernd. S. gleich hiernach Berndr.

Bernde, auch Berend und Bernd,(Christian), ein Kupferstecher, Vater der beydemfolgenden, geboren zu Nürnberg 1707 arbeitete fürBuchhändler. A. Mensel 1 . und II.

— — (Johann Oswald und Joh. Christoph),Gebrüder, Söhne von Christian, uno beyde eben-falls Kupferstecher, geb. zu Nürnberg, jener 1752dieser 1755 (nicht 1732 und 35 wie Helnecke undMeusel I. sagt). Beyde arbeiteten, gleich ihremVater, gemeinschaftlich, meistens für Buchhändler,und verfertigten so z. B. i?75 an die 300 Plattenzu Salvers Proben des hohen deutschen Reichs-adcls. Zu dem im I. 1303 noch nicht erschienenengroßen Würzburgischen Münzwcrke hat JohannChristoph alle Münzen und Schaupfenniuge, undeben so das architektonische Alphabet von Srem-