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als zierlich gezeichnet, und sinnreich zusammen-gesetzt; und seinen Köpfen verstand er eben sowohlSchönheit als Ausdruck zu geben. Er starb, mitseinem Vater in demselben Jahr (1657) zu Genuaan der Pest. Rost IV. 56. Die von ihm selbstgeatzten Blatter finden sich dort und in IV. bey letz-term dann auch etliche derjenigen verzeichnet, welchenach ihm gestochen worden; wie z. B, ein St. Hie-ronymus in der Wüste von F. Amatus, und vonP. Hutin die Ehebrecherin im Evangelio, nach einemGemälde in der Gallerie zu Dresden.
Bischof, (Valentin!, ein Kupferstecher, geb.zu Nürnberg 17^0 arbeitete dort um 1778. HVsc.
* Bischop, auch Epl'scopius, (Johann),geb. im Haag, und gestorben zu Amsterdam. Erarbeitete, so lange er lebte, an letzter,« Ort, undhatte keinen andern Lehrer als sich selbst. Um dieangenehme Wirkung seiner Blatter hervorzubringen,wußte er die Nadel und den Grabstichel sinnreich zuvereinigen. Sein Hauptwerk war das schon imLexikon angezeigte Zeichenbuch, welches er in zweyFolio-Bänden, unter dem Titel: Paradigmatagrapüices variornm artiimum, tabulis asneis, ausLicht gab, und eine Sammlung von Abbildungensowohl nach den Zeichnungen mehrerer großerMeister, als nach Statuen enthielt. Es giebt da-von zwey Ausgaben, deren eine (von ihm selbst imJahr 1671 im Haag edirte), mit 102, die andereaber, ohne Jahrzahl bey Nicl. Visscher zu Amster-dam mit uz Blättern erschien, von denen indessenjede, fast zur Hälfte ihre eigenen, von der andernverschiedene Vorstellungen hat. Neben dem kenntman von ihm: Die Gamariterin nach Ann. Car-racci; dann Joseph, der Getraid in Aegypten ver-kauft, und die Marter von St. Laurentius nachB. Breemberg. Rost VI. 2ä9— 5 ». und W
Visconti, (Johann Maria), ein Maler,arbeitete zu Perugia. Ss/Mi.
Bisömont, ( Grafvon), ein Kunstliebhabervon Orleans, der um 1786 für sein VergnügenLandschaften u. a. nach Robert u. s. f. theils ätzte,theils in getuschter Manier arbeitete, und sich selbstim Holzschnitt versuchte. Li. §ec.
* Biset, auch Bizet, (Carl Emanuel).A Westerhout hat nach ihm das Bildniß des Pro-fessor Johanns von Buyten gestochen. VI.
* Bist, (Bonaventura), geb. zu Bologna umi6rs starb zu Modena. Nach seiner eignen Er-findung von ihm gestochen scheint eine H. Familiemit St. Johannes und St. Elisabeth (k. 6. 6. 634.bezeichnet) zu seyn. Rost (IV. 21.) und VI.
* Bis kam, (Georg). S. Bikham.
Bisset, (A.), ein deutscher Kupferstecher, dernach Rembrandt: les Oootenrs gestochen; ohneZweifel derselbe, welcher in den Jahren 1304 undI8«5 für die Almanachs von Mannheim, u. s. f.gearbeitet hat.
B.issinger, ( ) Bildhauer zu München,
arbeitete unter Rulizech. Ritrershausen S. 564.
*Bissoni, (Joh. Baptist«), von Padua,dessen im Lexikon unter dem Art. Joh. Bapt. Bissoni,dem Venetianer, gedacht wird, s. oben uüterBesson.
Bis well. S. Benval.
Bieonius, (Joh. Baptist, Lelius und Va-lerius). Diese drey Künstler werden in Garzoni's?iar;2a universale als berühmte Miniaturmalerangegeben.
Birschmann, (Joseph), ein Maler von Wien.F. Xav. Langer hat nach ihm ein großes Bildniß desKardinal Prinz Josephs Bathiany, Primats vonUngarn, in Schwarzkunsi geschabt. VI.
Bittheuser, ( ) ein deutscher Kupfer-
stecher, gab im Jahr rZoz ein sehr wackeres Blatt,
Blaettner.
das nach Raph. Morghen gestochene Abendmal vonLeonardo da Vinci. IlV§c.
Birrner, ( ) ein Maler aus Hessen, stu-
dierte um "780 zu Rom, wo er mir einem Ganymed,den er öffentlich ausstellte, großes Aufsehen, undviele seiner Kunstaenossen damit eifersüchtig machte.Die Vorzüge dieses Gemäldes bestanden nebeneiner sehr richtigen Zeichnung, in dem Zauberkoloritddes Titian, das, nach dem Urtheil von Kennern,noch selten besser erreicht worden war. ArchercholzII. 267.
B - rr 0 lini, ( ) Maler und Kupferstecher,
arbeitete ln England.
* B iva, (Joh. Bapt.) S- Pwa.
Biurma,1 n, ( ) ein schwedischer Kupfer-
stecher, arbeitete um 1715. Man kennt von ssmzwey kleine Bildnisse der Königin Ulrica Eleonoraund des Königes Friedrichs von Hessen. I?. u. IlVsc.
Bizemont, (Andreas CasparParfait, Grafvon), mit dem Zunamen prünele, ein Liebhaberder zu Orleans wohnte. Derselbe hat mehrere Land-schaften nach Desfriches, Cassas, u a. dann dasSakrement der Beichte nach I. M. Crespi, in Rem-brands Geschmack, und einige Kleinigkeiten in lePrince's seinem gestochen. IV.
BiZl'us, (I. I.), wahrscheinlich gebürtig vonBern in der Schweiz. Von ihm kennt man ein imJahr 1663 gestochenes Bildniß des oörtigen Schult-heißen Samuel Frisching. IV. und IlVrc.
*Brzzelkl oder Bizellr, (Joh.) Seinvon ihm selbst für die Gallerie zu Florenz gemaltesBildniß hat P. A Pazzi gestochen.
B >; z 0 n i. S. Plssm.
Blacas, ( ) Maltheser-Nister, ein Kunst-
liebhaber, radierte einige Blätter zu seinem Zeit-vertriebe. VV
* Blackmore, (I.) VI. führt von ihm einBildniß des berühmten Schauspielers und komischenDichters S. Foote an.
Black«eil, (Elisabeth), eine englische Künst-lerin, gab l? 5 l zu London in zwey Folio-Bandenein botanisches Werk ans Licht, wovon sie selbstalle Blätter gezeichnet, gestochen und gemalt hatte. IV.
Blaerrner, auch Blattn er, (Ernst Sam)ein Bildnißmaler, des unten folgenden Samuelsdes jüngern jüngerer Sohn, geb. 1745 zu Alten-burg, lernte bey seinem Vater. Um 1764 reiste erin die Niederlande, und von da nach Rom, wo ersich viele Jahre (173z noch) bey dem berühmtenMaron aufhielt.
— — (Hans Samuel), der Aeltervateraller der zahlreichen Künstler dieser Familie, geb. zuAltenburg i6zz, lernte die Malerey bey einemSchweden, dem er als Farbenreiber diente. Nach-her ward er Hauptmann bey der Sachsen-Gothai-schen Landmiliz, trieb aber dabey immer die Kunstfort.
— — (Heinrich August Samuel) des untenfolgenden Johann Samuel des jüngern Sohn, lernteund übte die Kunst unter der Aufsicht seines Vaters,wie es ums Jahr i ?84 hieß, mit guten Anlagen.
— — (Joh. Samuel, derAeltere) des untenfolgenden Samuel des altern jüngerer Sohn, geb.1706 nach des Vaters Tode, lernte die Bildhauer-kunst, und arbeitete in Fürstl. BlankenburgischenDiensten. Einige Grabmäler auf dem Kirchhofe zuAltenburg machten ihm Ehre, wurden aber nachhermeist durch dumme Sorglosigkeit verdorben.
— — (Johann Samuel, der jüngere), ältererSohn Samuels des jüngern, geb. i?zr ward eingeschickter Bildniß- und Landschaftsmaler in Mi-niatur sowohl als in Oelfarbe. Er arbeitete einige