Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Blesendorf.

richten gewiß, daß er 1695 noch gelebt habe. SeineEhfrau, eine Holländerin, malte sehr schöne Bild-nisse in Schmelzfarben.

* Blesendorf, (Sonst Friedr.), der jüngstevon abgedachten Söhnen des Ananias, geboren znBerlin um 1675. Starb daselbst an dem Fall voneiner Treppe. Als Kupferstecher arbeitete er vielesfür Buchhändler. Nach dem Tod seines Bruders(1707) wurde er Hofkupferstecher Rost ll. S. 39.und A. führen einige seiner Blätter an; neben an-dern das Bildniß des Kurfürsten Friedrich Wilhelms(1688) was kaum möglich ist, wenn es mit demobenangezeigten Geburtsjahre seine Richtigkeit hat.

* — — (Elisabeth). So hieß die Tochter desAnanias, deren das Lexikon unter dem Artikel ihrerPrüder Erwähnung thut.

* — — (Joachim), des Ananias ältester vonden vorbemeldten Söhnen, von dem wir aber nichtsanders wissen, als überhaupt, daß er sich der Kunstgewiedmet habe; es wäre denn, daß derselbe dernämliche mit dem nachfolgenden Joachim Ernstwäre, den man hingegen sonst eher (und doch un-wahrscheinlicher) für des Ananias jüngern Bruderhält.

— — (Joachim Ernst), ein berühmter Bau-meister und Obrister unter Friedrich Wilhelm demGroßen, Kurfürst von Brandenburg; ward 1640zu Zielenzig geboren. Er arbeitete bey der Anlagedes Friedrichswerders zu Berlin 1660 unter Mem-hard als Conducteur. Der Kurfürst ließ ihn 1666zwey Jahre auf seine Kosten reisen, und er hielt sicheine Zeitlang zu Rom auf. Nach seiner Zurückkunftward er Oberbau-Ingenieur und Baudirector. Erzeichnete verschiedene Gcäote,'nebst cmer Schlachtzwischen den Schweden und Brandenburgern. Erward 1677 von einer Stuckkugel erschossen. sslicolai.

* — — (Samuel), des Anaitias zweyter Sohn,geb. zu Berlin um 1670. Eine ziemliche Zahl dervon und nach ihm gestochenen Bildnisse führen A.und Rost II. 37-38. an, welcher letztre besondersdasienige des Margrafen Johann Friedrichs vonBrandenbnrg - Anspach, und seiner Gemahlin, ineinem Garten sitzend, von Netscher gemalt, alsmit dem größten Fleisse gearbeitet, rühmet. (Inden Handschriften meines sei. Vaters wird bemerkt:Daß H. M'colai bey diesem und andern Art. desLexikons die dort beygebrachten Nachrichten vonErrichtung der Maler - Akademie zu Berlin rüge,welche doch aus einem gleichzeitigen gelehrtenTagebuche Herrührten).

Blesiu», (Franz), einMaler, welcher ledig-lich durch sein Bildniß bekannt ist, das zuerst H.Wierx u nachtvcrksH Hondiuü gestochen haben. Ä.

Bleve, ( ) Sohn, Baumeister zu Paris

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Bleuler, (Heinrich), Zeichner und Kupfer-stecher in Aqua-tinta-Manier, geb. zu Zollickonam Zürcherfte 17. - lernte das Porzelanmalen inder Fabrike zu Schoren an ermeldtem See; die zu-nehmende Liebhaberey für die Schweitzer-Prospekteaber bewog ihn, sich auf das Jlluminiren derselbenzu legen. In diesem Fache arbeitete er eine Zeitlang für Matthias Pfenniger in Zürich, und nach-her für seinen eigenen Verlag, der bereits 1301 andie 150 Blätter enthielt. Schon im I. 179 t sahman von ihm den Grindelwald - Gletscher und an-deres nach Kunz, und einen Rheinfall nach Schütz.Seit der Zeit hat er eine Menge ähnlicher colorir-ter Schweitzer-Prospekte geliefert, welche nach demUrtheil der Kenner zwar ihr Verdienst, aber weitunter denen der Aberli, Biedermann und Nietershaben. Den Reichenbach des letzter» hat er ingleicher Größe recht gut copirt. Daß indessendieses Blatt (wie es in einem Aufsätze von Men-sel« N. M-'scell. II. rgS. heißt) von ächten Ken-nern nicht von seinem Urbilds zu unterscheiden sey,können wir nicht finden. Eines seiner vorzüglich-

Blockhuysen. gz

sten eigenen Blätter, das ihm wirklich Ehre macht,ist übrigens sein selbst nach der Natur gezeichneterRheinfall bey Laufen, eine der wenigen ächtenDarstellungen dieses unnachahmlichen Naturgegen-stands. Eine gute Beschreibung davon findet manebenfalls in Mensel« N Mus. S. 472-75.Sein Aufenthalt in dem nächstgelegenen SchlosseLausen zog ihm sehr viele Liebhaber zu, und beför-derte den Absatz seiner Arbeiten ungemein. Inseiner Manier zu jlluminiren ist er von der sonstgewöhnlichen Aberlischen abgewichen, indem er,statt von bloßem Tusch oder durchsichtigen Farben,auch von Gouachfarben Gebrauch macht. Nebenden schon gemeldten, gehören zu seinen beßten Ar-beiten : Die Aussichten vom Lago Maggiore'-gegcnder Jsola Bella, nebst dem Pendant; die Lungere:-Pusklaver- und Zuger - Seen; der Fischmatter-Gletscher; die Tellen - Kapelle bey der Platte;und der Montblanc: Alle nach Ludwig Heß, vonwelchem er selbst einige Originalgemälde besitzt.Im I. I8c>2 sandte er an des Russ. Kais. Maj.eine Zeichnung, welche das Gefecht zwischen denRussen und Franzosen am Gotthard vorstellt, underhielt dafür einen brillantnen Ring von großemWerthe.

Bley, (Andreas), ein Maler, arbeitete zuRom um 1783- D- Cunego hat nach ihm das Bild-niß des im Gerüche der Heiligkeit verstorbenenBettlers V. I. Labrö gestochen, von dem manauch eine Copie von Voissard kennt. K.

* Bleyswick oder Bleyswig, (F. van),war ein Schüler von B. Picart. Er arbeiteteviel für Buchhändler. S. führt von ihm mehrereBildnisse an.

Bligiry, ( ) ein Kupferstecher und Kunst-

verleger zu Paris um 1760. Oft setzte er bloßseinen eigenen Namen: auf die bey

ihm erschienenen Blätter, von denen A. etlicheBildnisse, wie z- B. die von B. Franklin und desGrafen von Vergennes anführt.

Blin, (P.), ein Kupferdrucker zu Paris umi78c>, ahmte die von Ploos van Amstel auf einenso hohen Grad gebrachte Kunst, Kupferstiche mitverschiedenen Farben abzudrucken, glücklich nach.

* Bloc, (Conrad). Man hat auch von ihmPfalzgräfliche Medaillen von 1578 und französischeThaler von 1598-

* Block, (Adolph), dessen das Lexikon unterdem Art. des nachfolgenden Daniels kürzlich ge-denkt, war dessen mittlerer Sohn.

— — (Agnes), eine Dlumenmalerin

Ob nicht hier von der Johanna Boertön-Blockdie Rede sey, ist die Frage?

— (Benjamin), Daniel« jüngster Sohn,dessen das Lexikon unter der Rubrik seines Vatersgedenkt, setzte sich zuletzt zu Regenspurg. Er selbsthat einige Bildnisse, wie z. B. dasjenige desgroßen Kurfürsten Friedrich Wilhelms, in Schwarz-kunst geschabt. Viele nach ihm gestochene Bildnisseführt an.

* — — (David), des obigen Vater, starb zuRostock. A. nennt einen David Scherer (denwir übrigens sonst so wenig als den im Lexikongenannten Jakob Scher kennen) als seinen Lehr-meister, und führt ein Paar von Ph. Kilian undI. C. Gutwein nach ihm gestochene Bildnisse an.

* — — (Emanuel), Davids ältester Sohn,dessen das Lexikon unter dem Artikel seines Vatersgedenkt. C. Schurz hat nach ihm WaldenbergersBildniß gestochen.

— — auch Blokh, (R. I.), ein niederlän-discher Kupferstecher, von dem einige Bildnissebekannt sind.

Blockhuysen, (A. R.), ein flamändischecL s