Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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83 Bocksbarth.

ihm 17^3 gestochenen St. Duncan an, der denTeufel mit einer Kneipzange bey der Nase führt.

Bocksbarth, auch Boxbarth, (Joh.),ein Kupferstecher zu Augsburg, geb 1671, st. 172/.Derselbe hat nach verschiedenen Meistern gestochen;so z. B. die H. Agnes nach Domenichino. Dannhat man von ihm: Der Maler und BildhauerPerspektiv, nach der Methode A. Pozzr.Fol. Augsburg, 1703. L und Mn.

* Bocksberger, (Hans oder Hieronymus),der Junge genannt; geb. zu Salzburg. Die ihmzugeeigneten Zeichen, welche anführt, sind sehrungewiß, da solche auch von andern Meistern ge-braucht wurden. Eden dieser Schriftsteller führtvon ihm, neben den Iconibus inbllcis, an: Ein

-Thierbuch von 109. von ihm gezeichneten Blattern,mit deutschem Texte (Ausg. 1592. 1612. 1617.);dann Icones IHsnss in ro 8 . Blattern; nach ihmvon Jost Amman in Holz geschnitten (Ausg. 1572und 1651.); und endlich eine Himmelsleiter, nacheiner Zeichnung in der Bibliothek zu Berlin, gesto-chen von I. D- Lorenz. (Zu Bestärkung der schonim Lexikon unter diesem Artikel angeführten bekann-ten Meinung : Daß viele von den für Holzschnittegeachteten Blättern in Metall dürften geschnittenseyn, führt mein sel. Vater noch handschriftlichdie von den alten Buchbindern gebrauchten Stempelan, womit sie ihre Bände von Schweins- undKalbleder zu zieren pflegten).

— — (Melchior), war in historischen undpoetischen Gemälden berühmt (?) L. von win-kelmann.

* Bocquee, auch Boquer, (I. L.), einGoldarbeiter und Ciselirer von Paris, hatte fürsein Vergnügen auch in Kupfer gestochen. (Der-selbe, welcher im Lexikon unter dem Artikel Nikl.Bocquet angeführt ist, daß er nach Lantara gear-beitet habe),

— — (Louise), eine Malerin, Gattin vonFilloeuil, geb. zu Paris 1751. Neben andermkennt man von ihr ein sehr schönes. Bild vonFranklin.

* — — (Niklaus). führt von ihm an:Die Ceremonie des Jubeljahrs 1700. und, nachihm: Das bey der Jnstallatibn eines Maltheser-Nitters übliche Ceremoniel, gest. von Nollin.

— — auchBoquet, (PeterJoh.), geb inParis, Schüler von le Prince. Ein sehr geschick-ter Landschaftsmaler. Derselbe studirte viel nachder Natur; auch tragen seine Arbeiten ganz dasGepräge derselben. Den Sonneueffekt versteht ersehr gut; und seine Landschaften sind meist mitschönen Figuren geziert. Um 1804 lebte er inParis. äb/sc.

— — ( ) ein Bildhauer, arbeitete zu Paris

schon um i? 9 o, und lebte noch um 1303. EinFechter wird zu seinen beßten Arbeiten gezahlt.

— — ( ) ein Landschaftsmaler. Eben so.

Lebte noch um 1303. ss.

— — ( ) ein Theater-Dekorations-Maler

für Figuren, lebte zu Paris nm 1303, und ist viel-leicht mit dem.gleich vorhergehnden Künstler dernämliche.

Bodan, (A.), ein deutscher Maler-, nach

B 0 d e n e hr.

welchem Ramsted verschiedene Bildnisse (wie z. B.das des Maler R. Werenfels) in Kupfer gestochen,welche L anführt.

* Bodarr, (Peter). Er arbeitete meist fürBuchhändler. /f.

* Bodekker, (I. F.)' Er selbst hat das Bild-niß von Corn. Solingen in Schwarzkunst geschabt.Etliche nach ihm von Houbracken, P. Schenk undWyland gestochene Blätter führt L an.

* Bodenberg, ( ). Der unter diesem

Namen in sowohl als im gedruckten Supple-mente des Lexikons, dort nach Mensel angeführteKünstler, soll Rosenberg heissen, und wird un-ter diesem Namen unten erscheinen. äkss 5 o.

* Boden ehr, (Gabriel), der ältere, ältester(nicht, wie Hemecke sagt, der zweyte) Sohn desunten folgenden Joh. Georgs , ein Kupferstecher,geb. i 66 g, starb 1758. Man kennt von ihm eineSammlung von g 8 Bildnissen der Kirchendienerzu Augsburg, an welchen indessen auch sein gleichfolgender Sohn gearbeitet hat; dann biblischeFiguren (127 Blatter) und Sprüche, in zweyBänden; und endlich eine Menge Prospekte.

— der jüngere, Gabriels desaltern Sohn; ein sehr fleissiger Künstler. -S. führtvon ihm eine Menge Bildnisse an. Redendemhatte er auch historische Blätter in Schwarzknnsi,theils nach italienischen, französischen und hollän-dischen Meistern copirt, theils unmittelbar nachden Gemälden gearbeitet. S. endlich gleich obenden Artikel seines Vaters.

* — — (Georg Conrad), Johann Georgsdritter Sohn, geb. 1673, gest. i 7 >o- führtvon ihm Prospekte von Augsburg und anderes an.

— — (Johann David), ebenfalls ein (unbe-deutender) Kupferstecher von Augsburg, von wel-chem das einzelne Bildriß des Ulmer - ArztesVitus Ridlinger in 12°. anführt.

* — — (Johann Georg), gebürtig von Augs-burg, Vater von Gabriel dem altern, dem untenfolgenden Moritz, und Georg Conrad, gest.J 7 oss.73 Jahr alt. Dl. nennt ihn einen mittelmäßigenKupferstecher, welcher meist für Buchhändler ge-arbeitet, und sich H. I. Bodenehr (d. h. HansJör) unterzeichnet habe.

* — — (Johann Georg Friedrich), ältererSohn des unten folgenden Moritz, geb. zu Dres-den 1691, und gest. zu Augsburg 1730. (Derselbe,den das Lexikon irrig bloß Johann Georg undSohn des alten Johann Georg nennt) arbeiteteebenfalls für die Buchhändler, und ist derjenige,dessen Bildniß Stenglin nach Dinglinger gestochenhat. L

— — (Johann Gottfried), des gleichfolgen-den Moritz jüngerer Sohn, geb. zu Dresden 1696,setzte sich ebenfalls zu Augsburg, und starb daselbsti?äZ Kupferstecher, von welchem ^ 1 . das einzelneBildniß des Gottesgelehrten Friedrich Nenz an-führt.

* — — (Moritz), Vater Johann GeorgFriedrichs und Joh. Gottfrieds. Von diesemfieiffigen Kupferstecher führt über roo Bild-nisse, mehrere Prospekte, einen Todentanz, undandre Blätter an, welche er im Lauf von mehrals einem halben Jahrhundert gearbeitet hatte *).

-i) Die Filiatiow dieser Bsöenehr wäre folgende:

1. Johann Georg, und dessen drey Söhne: Gabriel der ältere, Moritz und Georg Lonraö.

2. Gabriel der jüngere, obgedachten Gabriels des ältern Sohn; Joh. Georgs Sohnssohn.

z. Obgedackrer Moritz, Johann Georgs Sohn, und seine Söhne, Johann Georg Friedrich undJohann Gottfried; ebenfalls Johann Georgs Sohnssöbne.

4. Johann David, wie es scheint, ein Seiten - Verwandter. Nach obigen Artikeln wären somit dieje-nigen des Lerikons (Joh- Davids und Joh. Gottfrieds gedenkt dasselbe nicht) theils zu ergänzen, theilszu berichtig-».