Zk Bombardon
*Bombardo oder Bombarda sittd Dey-namen von I. B. ssambr.
Lombarre, (Georg), einvenetianischerMa-ler, arbeitete in Frankreich unter F. Primüticcio indem Pallaste zu Meudon.
Bombellr, (Peter Leo), ein Kupferstecher zuVenedig um 1767, arbeitete nach P. Angeletti,u. s. w. und nicht Angeletti (wie das Lexikon durchVerwechselung Pet. Bombelli's mit Geb. Bombellisagt) nach ihm. Ä. führt von ihm die Bildnissedes Großfürsten und der Großfürstin von Ruß-land an. Er gab auch Kupferstiche von den schön-sten antiken Statuen zu Rom heraus. SanckM«.
— — (Renard), Kupferstecher zu Rom um1767, arbeitete nach A. Sacchi, u. a.
/ §ec. Lst.
* — — (Sebastian), ward zuletzt Maler desKaisers Leopold, und, neben Franz Rusca undRosalba Carriera, der einzige bedeutende italieni-sche Bildnißmaler seiner Feit, den wohl vornäm-lich die Aussicht auf reichlichen Gewinn in demseinem Geburtslande «»gränzenden Deutschland zudiesem Kunstzweige verlocken konnte. Verschiedene,nach ihm, von Derbois, Heckenauer, Portio,Rosetti und I. Sauvö gestochene Bildnisse führtL an.
* Be> - Messt er, eiü Beyname von Corn.Bonavent. Meesier.
Bomermarin, ( ) ein Bataillenmaler,
dessen Sandrart (II. 76.) Erwähnung thut.
Bomonre S. Beaumonr
Bon, (Ambrosius), ein venetianischer Maler,zu Carl Loths Zeiten,
— — (Felix Pin), ein Name, der sich aufalten Kupfern befindet, welche die Verlobung derH. Catharina vorstellen.
— — (Franzisc), ein italienischer Gießer inBronzo, der mit Vignola u> a. die von F. Prima-ticcio und andern aus Italien nach Frankreich ge-brachten Modelle gegossen hat. Fl'orülo III-122.
— — (Hieronymus), von Bologna; kam miteiner aus Venedig für den Russisch-KaiserlichenHof der Kaiserin Anna verschriebenen Anzahl ita-lienischer Comödianten und Operisten nach Peters-burg als Theatermaler; der erste seiner Art in Ruß-land. Er arbeitete für die Hof-Schaubühne unddas große Opernhaus, und gieng i ?43 in seinVaterland zurück. Mensel Mrsc. S. 262.
— — ( le), ein Maler, von dem nichtsweiter bekannt ist, alsdaßJ. Frosne 1657 nach ihmdas Bildniß des Abts Baudry de la.Croix gestochenhat. L
— — S. auch Boon.
* Bonacl na, (Anton), nennt ihn einenMaler, nach welchem C. Orselini einen Apoll ge-stochen habe.
*— — (Cäsar). Wohl derselbe, den das Lexi-kon < 5 - nennt. A. führt ein Bildniß Gabriels aSabaudia, von Tasniere, und den Tod eines Hei-ligen von A. Clouvier nach ihm gestochen an.
* — — (Johann BaptistaV Seine Stiche ineinem glatten, aber etwas trockenen Style bewei-sen, daß er keine vorzüglichen Talente besaß; ausder Nettigkeit seines Grabstichels läßt sich indessenvermuthen, daß er die Schule des C. Bloemaertbesucht habe Rost IV. 38. führt einige seinerhistorischen Blätter sowohl als Bildnisse an, undnennt eine H. Martina, die dem Jesuskinde einenLilienstengel reicht, nach P. da Cortona, seinHauptblatt.
Bonacker, (P.) S. den Artikel LorenzBarr.
Bo nati.
Lonadel, (Ludwig), ein Kupferstichhandlerzu Kadiz um 1790. Neben andern verkaufte erzwey schlecht gestochene Bildnisse von Don CarlosKönig in Spanien und der Königin Maria AmaliaWalpurgis von Sachsen. L
* Bonanno oder Bonnanr, (Franz).Von ihm sah man auch zwey marmorne Statuenin dem ehemaligen Königl- Lustgarten zu Berlin.Lsticolai.
Bonaria, (Carl), ein geschickter römischerSee- und Landschaften-Maler, verstand die Luft-sperspektiv in seinen Gemälden sehr wohl auszu-drücken , und die Tageszeiten gehörig zu beobach-ten. Er hielt sich meistens zu Neapel auf. Derkunstverständige Graf Firmian besaß einige vonseinen Werken.
* Bonaroti, (Michel Angelus) Wer von
diesem großen Licht der Kunst theils Historisches ausden Quellen gesammelt, theils über seine Werkemehr und minder tief Gedachtes zu wissen verlangt,dem empfehlen wir, unter dem Neuesten besonders:FrorrHo I. 345—88- und LVinkelmünn und seinJahrhundert, herausgegeben von Görhe (§Mr- .Lim). Daß Bonarari auch Dichter war, ist be-kannt; minder seine Kenntniß der Musik. In einerRede, welche er zu Florenz hielt, behauptete er,diese Kenntniß sey einem Baumeister nöthig; dem-jenigen zumal, der Kriegsbaukunst treiben will.(S. seine gesammelten kleinen Schriften III. B-).Neben dem schon im Lexikon angeführten umständ-lichen Verzeichnisse der nach ihm gestochenen Blät-ter, welches sich in He in ecke's Nachricht, vonKünstlern undBunstsachen befindet, s- man auchin,Ontalo^ns rsisonnö clu Labiuet ci'blstanipLs äsisu Nr. Bcim. II. Lcoleltslienne, s v.
Mic/rael , an die 140 b-'o. worunter sich
manches Neueres befindet, was Heinecke nochnicht kennen konnte.
^Bonasone, (Julius), Maier, Zeichnerund Kupferstecher, geb. um 1498- und gest. zu Romum 1564. Als Kupferstecher hatte er nicht bloßnach den im Lexikon angeführten und andern gros-sen Meistern, sondern auch nach seiner eigenen Er-findung, sehr Vieles gearbeitet. Sein Grabstichelwar leicht und gefällig, obschon nicht so fest undrein in den Umrissen, wie der von Marc Anton.Auch die Kunst von Augustin Veneziano harte ernicht ganz erreicht. Seine Zeichnung ist oft un-richtig, und die Ausscntheile seiner Figuren sindgrößtenthcils vernachläßigt. Selten sind die Fal-ten seiner Gewänder gut vorgetragen, und derGrund seiner Blatter, besonders in Landschaften,ist äusserst roh. Ungeachtet dieser Fehler, welcheman zumal nicht in allen seinen Arbeiten findet,stehen die beßten derselben bey Kennern, nicht ohneGrund, in hoher Achtung. Vorzüglich bewundertMan seine schönen Massen, die geschmackvolle Zu-sammenstellung und angenehmen Wendungen sei- ,ner Figuren, und die kluge Vertheilung von Lichtund Schatten, sowohl auf seinen Gruppen als aneinzelnen Figuren. Um aber diese Verdienste zubemerken, muß man ihn aus den beßten Abdrückenbeurtheilen, da die gewöhnlichen so abgenutzt sind,daß sich kaum noch der Schatten von des KünstlersOriginalgeiste daraus ersehen läßt. Das vollstän-digste Verzeichniß seiner Blätter findet mau in LMarierre besaß von den schönsten Drücken an die.190 Stücke, und hatte ein raisonnirendes Ver-zeichniß davon, das aber, so wie viele andreseiner Handschriften, nicht ins Publikum gekom-men ist. Der Abt Marolles will vollends 332.Blatter besessen haben. Rost III. 121—30. derauch die mannigfaltigen Benennungen und Mono-grammare anführt, womit dieser Künstler seineArbeiten bezeichnet hat.
* Bonner, auch Bonnner, (Joh.) DenZunamen dr pro erhielt er von dem Kardinaldieses Namens, seinem Gönner. Der Holzschnitt,dessen das Lexikon gedenkt, stellt einen Heiligen