Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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98 Bonnart.

derselbe sey, den das Lexikon (unter der RubrikBonnarr) Johann den jüngern nennt, wissenwir nicht. Auch Heinecke weißt bloß, daß eseinen Johann den altern und Johann den jkm-gern gegeben hat. Rost (VIl. 350.) hält den letz-tem für den Sohn des unsrigen, und nennt sein(inr Lexikon angeführtes) Blatt im Labmst clesLeaux-Hrts von 1690 ein verständiges Stück.

Bonnart, (Niclaus), ein Maler zu Paris,der von den beyden Künstlern dieses Namens,deren das Lexikon (des einen als Perspektivmalcrs,des andern als Kupferstechers, wahrscheinlich einerund derselben Person), unter der Rubrik Bonnartgedenkt, ganz verschieden zu seyn scheint. W. führtnämlich verschiedene Blätter an, welche von Aubert,Dupin, Fiquet, Jeaurat und Poilly gestochen sind,und meist Galanteriestücke vorstellen. Ein Bildnißnach ihm von Voltaire zu Ferney von Fiquet, be-zeichnet ungefähr seine Lebenszeit.

* — — — — Bruder des gleich folgendenRoberts, geb. zu Paris um 16^6, Zeichner, Kup-ferstecher und Kupferhändler, Schüler von Vander-mculen (wie solches wenigstens das Lexikon undRost VII . 350. meint). Ein Paar Blatter von ihm,das Bildniß von Claude le Pelletier, und eine H.Familie (ohne Namen des Malers) führt Rost 1 . c.und Aelnecke s. V. IV. VomE'al an.

* — — (Robert), des letztgenannten NiclausBruder, ebenfalls Zeichner und Kupferstecher, und(wie schon das Lexikon bemerkt) sehr wahrschein-lich derselbe, den es vorher (ohne Taufnamen)einen Perspektivmaler und Schüler von van derMeulen nennt. Vier sehr große Blätter von ihmnach diesem seinem Lehrer, wie z. B. den Sturmvon Valenciennes von 1677 u. s. f. dann aber auchein Paar Bildnisse Ludwig XIV. und des Dau-phins, führt Rost VII. 350. an.

— (RobertFranz), Maler, Kupferstecher,und Professor der Akademie von St. Lucas inParis im X VII. Jahrhundert. So nennt ihn IV.und eignet ihm die bcydcn im vorhergehendenArtikel genannten Bildnisse, mit mehrern andern,dann aber auch verschiedene Modestücke, in JnanDieu's bekanntem Geschmacke bey, welches alleinverhindert, ihn mit obigem Robert für Einen Künst-ler zu halten. Weit eher aber ist zu vermuthen,daß sie es wirklich sind, und die eben erwähntenModenstücke hingegen dem obangeführten Johann(dem ältern) oder Niclaus (dem ältern) zugehören *).

— — S. auch Botmard.

VBonne, (I. de), ein Maler, nach welchemP. Philipps Bildnisse gestochen hat. IlV§c.

B 0 nneau, (I.) So nennt VI. ohne Weitereseinen Kupferstecher zu London.

B 0 nnefoi, ( ) So heißt ein Kupferstecher zuParis UM 1803. ^ 7 /msrmcIr

Bonnejonne oder Bonnejone, (E.)Ein italienischer Kupferstecher, der in des P.Caliari Sammlung angeführt ist. VI. und IlVw.

Bonnemaison, ( ) wird im Almanach

6ss 6eaux-V.rts vom I. I8c>3 unter der Rubrikdamals dort lebender Geschichtsmaler angeführt.Zu seinen beßten Arbeiten zählte man: Die Rentierin,und: Eine junge Frau, die vom Ungewltter über-fallen wird.

* Bonnemer, (Franz). IV. nennt wirklichIhn (mit mehrerer Zuversicht, als das Lexikonsolches thut) einen Schüler von le Brun, undsagt: Daß 'er, nach diesem seinem Meister, denbrennenden Busch gestochen habe.

Bono.

Bonnemer, (Marie). Einen Formschneiderdieses Namens führt, ohne Ferneres, VI. an.

Bonnemere, (L ), ein französischer Bildniß-maler, nach welchem L. Coquin gestochen hat.

* Bonner d'Anval oder Dauval. VI.führt (nach oder von ihm?) ein großes Bildnißdes Kardinals Marggrafen von Baden an.

— — de Boisgul'IIaume, ( ) baute

das Hotel von Boufflers, in der Straße vonChoiseul zu Paris. Er verfertigte um 1777, wieviele andere, einen Entwurf zu einem neuen zu er-bauenden italienischen Komödienhaus, der vielenBeyfall fandv Es ward aber durch Heurtier er-baut. Mc.

— — (I- B.), ein französischer Kupferstecher,machte sich durch Bildnisse berühmt (?). VlLc.

* — 7- (Ludwig), Zeichner und Kupferstecherin verschiedenen Manieren, geb- zu Paris 1735.(nach Hemecke 1743). Als er 1763 von St.Petersburg wieder nach Hause kehrte, legte ersich von da an hauptsächlich auf die Nachahmungder Zeichnungen in Pastell - Tusch- und Crayon-Manier, und gab 1769 eine Schrift aus Licht, diebeweisen soll, daß Er der Erfinder dieser Maniersey; seither erschien, ebenfalls von ihm ein Der-zeichmß, welches über 800. in derselben, sowohlnach seiner eignen Erfindern, als nach andernMeistern von ihn, gelieferten Artikel enthalt. Die,welche keinen andern Namen als den seinigen wa-gen (theils Bildnisse, theils Costume- und Galan-terie - Gegenstände) findet man in VI. einige andreaber nach Boucher, la Grenee, C- Vanloo u. s f.bey Rost (Vlil. 262—64.) verzeichnet; dort auch einBildniß Ludwigs XVI. in Schwarzkunst. Schonin Rußland hatte er diejenigen der Kaiserin Catha-rina II. und des Großfürsten Paul Petrowitz ge-liefert. IlV§5.

* — — (R-), ein Zeichner und Miniaturmalerzu Paris. Dieß ist derjenige, nach welchem Edelinkdas Titelblatt u. das Bildniß desBibliothekars Nicl.Nigaltius für die klammes illustres <le

und B- Audran ein andres des P. de l'OratoireRenaud gestochen hat. VI.

— — (Silvan), ein (andrer?) französischerMiniaturmaler von Romorentin; arbeitete im X VII.Jahrh, für den Hof. IkVw.

Bonnern! le, (Stephan), ein französischerBaumeister, lebte um die Mitte des XIII. Jahrh,und baute die Domkirche zu Upsal in Schwedennach dem Münster der Kirche U. L. F. zu Paris.W- Coxe Reisen D. II. x. 25P

Bonnieu. S. Bounieu.

Bonns, ( ) ein unbekannter Maler, nach

welchem A. le Clerc das Bildniß von MonmartinEnnemaud Alimant gestochen hat. VI.

Bonnos, (F.) Nach VI. ein Kupferstecherin England.

* Bons, (Bartholome). In diesem Art. des

Lexikons sind die letzten Zeilen: »Bons lebte um1439. S. den Art. Hugo da Vertova, Ritrattodi Venezia," durchzustreichen, und statt derselbenzu setzen: Er übte auch die Baukunst und folgtedem Bartholome Gonella in der Stelle eines Protooder Baumeisters der St. Markuskirche zu Venedig.Eines seiner ersten Gebäude war die vasige St.Rochuskirche, und seine vornehmste Arbeit die Pro-curatie auf dem St. Markus-Platze, die Schulevon St. Rochus, u. s. w. Er starb 1529, undhatte den berühmten Jacob Sansovino zu seinemNachfolger. 1. I. x. 93.

^) Schon Kost (vn. Z49.) nennt den Artikel Boimart einen der verworrensten in der Kunstgeschichte. Ichschmeichle mir wenigstens, denselben nicht noch mehr verwirrt zn haben. Nur Schade, daß sich solches,Lde»oder die Roberts ausgenommen, kaum der Mühe zu lohnen scheint.