Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Bordino.

Bord in», (I. F.), ein Kupferstecher, derdie Blätter zu einem Werke: 8erls3 st Os8ts'?c>n-tisseum »6o4- geliefert hat.

* Bordone oder Bordon», (Paris).Sein Geburtsjahr wird höchst verschieden (»465.1500. rziZ. und 1520.) sein Todesjahr eben so(1540. 70, 88 - und 95 ) sein Alter auf 70. bis 75 ,angegeben. Nach dem Todesregistern von St.Martialis zu Trevigi waren 1500. und 1570. dierichtige Angabe. Er wurde zu den Wissenschaf-ten erzogen; allein die Liebe zur Kunst überwandalle Hindernisse, und Titian nahm ihn zu sich insHans, wo er vornämlich nach seinem Meister, dochauch nach Giorgione studirte. Sein im Lexikonangeführtes schönstes Bild stellte einen alten Gon-doliere vor, der dem Doge und dem Senat einenRing überreicht, welchen er in einem nächtlichenSturm von St. Markus erhalten hätte. Dasselbeist in Oel (nicht, wie Dafür» sagt, al Fresko)gemalt, und befindet sich jetzt in Paris. Auch dieDresdner- und Düsseldorfer - Gallerien besitzenVerschiedenes von ihm. Mehrere nach ihm vonT. van Kessel, P. A. Kilian, Lisebetius, P. Mo-naco, T> Park, und T- Vercruys, nach ihm ge-stochene Blatter führt A. an. Bosch»'»»» ist dereinzige, der seines Sohns, und eines schon imLexikon bemerkten mittelmäßigen Gemäldes dessel-ben Erwähnung thut.

* Borekens oder Borrekens, (Mat-thäus), geb. um 1615, und blühend um 1644.Derselbe hatte mit vieler Nettigkeit in der Maniervon P. Pontius, aber deswegen nicht in dem Geistedieses großen Meisters gestochen. Das Portraitwar seine Hauptbeschäftigung. Von ihm sind,neben andern», mehrere Bildnisse der Bevollmäch-tigten Minister bey der Friedenshandlung zu Osna-brück , nach van Hülle. Einige seiner historischenBlätter nach Rubens, van Dyck und Diepenbeckführt Rost VI. 95—96. an.

Borel auch Bove!, (Anton), Maler, Zeich-ner und Stecher mit der Nadel, in Zeichnungs-manier und in der schwarzen Kunst, geb. zu Parisum 174z. Mehrere seiner Compositionen schreibensich aus dem amerikanischen Kriege mit den Eng-ländern her, an welchem dieser Künstler patrioti-schen Antheil nahm. Mehreres hat er, nach sei-ner eigenen Erfindung, selbst gestochen; nach ihmaber haben.verschiedene der geschicktesten Meisterseiner Zeit gearbeitet. Verzeichnisse hievon (dochsehr unvollständige) finden sich bey Rost VIll,29z. und in V. welcher auch einen A- Borei,Änrons Sohn, kennen will Dasselbe thut auch(Lci. xec). und schreibt diesem A- Borelallegorische Schwarzkuustblätter auf die Geburtdes Dauphins von Ludwig XVI. auf Necker u. s. f.zu, welche hingegen bey Rost, unter der RubrikAnroi» Lore!, ebenfalls zum Vorschein kommen.

— — ( ) ein geschickter neuerer Zeichner

in Paris. Derselbe hat den größten Theil der Ge-mälde von der Galerie d'Orleans , welche Couchsherausgegeben hat, für die Kupferstecher gezeich-net. Die: . 4 ruour 8 6 e ?sr >8 st ilslsne von Davidsind ebenfalls nach seiner Zeichnung von Mal ge-stochen. Ob er mit einem der obigen A oder Ant.Bore! Eine Person sey, ist uns unbekannt.

* Boressoms. S Borsrun.

Borge, ( ). Von einem Kupferstecher

dieses Namens kennt man ein Blatt über den Rys-tvickschen Frieden,

^ Borghegiano. S. Cherub. Albert».

Borghese, (Hieronymus), ein alter Malervon Nizza della Paglia Man stehet von ihm inder reformirten Minoriter - Kirche zu Dassignana,des Gebietes von Pavia, eine Tafel mit verschiede-nen Heiligen, die also bezeichnet ist: AÄ-c-EE, IVrtr'üL /Ä/ear-r»»- Lartu/r

st'. II.

Bornemann.

Borghese, (P)., ein Kupferstecher zu Romum ,765. Er arbeitete an Hamiltons L/ro.«

rta/tca.

« — — S. guch Borghest.

* Borghest, (Hyvolikhus). Er arbeitete mitvielem Feuer, und legre sich auf die Nachahmungseines Lehrers Curia- Da er den größten Theilseines Lebens m andern Ländern zubrachte, so siehtman von ihm in seinem Vaterlande Neapel nuräusserst wenige Weeke. Ftorillo (II. 73g.)

* — — (Joh. Ventura). Ein nach ihm vonBartoli gestochenes Blatt ist eine Thesis: Ost Insrüus rodur. IV.

* — — S. auch Borghese.

Borgh», (Michael Angelus), ist als Malerund Schüler von Ubaldo Gandolfi bekannt. M§c,

* Borghlgianl, (Franz). Dieser Künstlerfand die Verlorne Kunst wieder, das Gold so aufdas Papier zu tragen, wie die Alten ehemals diegoldenen Anfangsbuchstaben in den Pergament-schriften machten. Eben dieser Erfindung rühmtesich auch der Kupferstecher Grundier in Halle. sskc.

* Borg» au», (Horatius). Seine Gemäldestanden in Spanien in größter Achtung. Er starbzu Rom vor Kummer über die getäuschte Hoff-nung, den Christus-Ritterorden zu erhalten- »V.und Rost III. S. zoo—zot. führen einige seines(neben Raphaels Bibel) noch besonders geätztenBlätter an; und nach ihm hat, neben andern,Heinrich van Schoel einen H. Borromäus, derarme Pestkranke unterstützt, in Kupfer gestochen.

* Bovgner oder Borguet, (G. P.), einfranzösischer Kupferstecher, dessen im Lexikon (Art.Barbier) kürzlich unter denjenigen Künstlern ge-dacht wird, welche für die Vo^s^s pittorssqus6s 1s 8ulss6 gearbeitet hatten A. nnd M§c.LaLK» (5§c. Lck.) führt von ihm, unter dem NamenBorguec, Vignetten nach Marillier an.

Borgni, (Johann), ein florentinischer Künst-ler und Kunstverleger, der sich zu Antwerpen nie-derließ, und durch ein Blatt bekannt ist, welcheszur Aufschrift führt: Drlomphe cls kllltus, kaictspsr Nsistrs Ao/bech st impriins psr Aö/r,

Lor§»r klorsnS s H.nvsr8, I'sn 156t.

Borgs, ( Graf von), ein Kunstliebhabervon Neapel, welcher auf eine große Platte dieStadt Neapel gestochen hat. L)

Borgognone, (Claudius David). S,

David,

— — (Franz), ein Landschaftmaler, arbeitetezu Rom. /'vMo/r II. 355 -

Borgsnie», (Johann Thomas), ein Lieb-haber , Sekretär des Herzogs von Savoyen. Nachseinen Zeichnungen hat man Blatter von der StadtTurin und andern savoyischen Städten, wie aucheine große Karte von den Herzogthümern Savojenund Picmont, welche Maria Belgramo 1630 zuTurin gestochen, und seither A. Duryen zu London1765. in »2 Blättern copirt hat. L

Borguer, (G. P.), S. Borgner.

Borte oder Borke, (D. la), Hofmaler,gab im I. 1634. <4. Cölln an der Spree) ansLicht; blouvells Acssiemis 6s Lerlin, ou an6li8öiAne tonte 8orts ü'exsrciee- rte. a Isns 88 e. Dasselbe erschien auch deutsch. I. I.Hayd, C. Romstedt, u. a. haben nach ihm Bild-nisse gestochen. -Mc.

Bormans, (A.), ein Kupferstecher, von wel-chem uns aber nichts weiter als das Bildniß vonFranz Malherbe bekannt ist.

B 0 rneman >r, (Joh. Balthasar), geboren zuDresden 1725; lernte in der Porzellan-Fabrike zu