Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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148
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»43 ß^rmpello.

Benazech, Grkgnon, I. Peacke und Maxell gesto-chen worden. Fft

*CampelIo, ( ). Derselbe führte zu-

gleich mit Caspar Dies die kühne Manier ihresgemeinschaftlichen Lehrers, Buonaroti, in Por-tugal! ein. Fiorillo I. 383.

* Lampen, (Jakob van). Nach hat dasvon ihm 1630. publizierte Werk lediglich das Rath-haus von Amsterdam zum Gegenstand, und erschienin 30. Blättern von Jak- Vennekool gezeichnet.Nach ihm haben C. 'Koning und N. de Larmeffin,letztrer das Bildniß des alten Druckers LorenzCoster gestochen.

— — (Johann Dkrcks van), ein Kupferstechervon Magdeburg um 1602. Andre sagen um 170s.Man ckennt von ihm ein Bildniß Heinrichs Khun-hard (aet. 42. 1602.)

— (de Stomme van). E. Havercamp.

Camp er, (P.), ein Zeichner. Nach ihm sindverschiedene Stücke in den Nemoires äe Matkema-.rigus gestochen.

Camp es, (P.), ein Kupferstecher, von wel-chem lediglich das Bildniß des Priesters N.Feuillet anführt, und der vielleicht mit obigemEine Person ist.

Camphuysen, ( ) einBildnißmaler; ar-

beitete vermuthlich in Schweden. H. Padtbruggehat nach ihm gestochen.

* Campt oder Camps, (Andreas), Kupfer-stecher. Piccioni soll hinwieder nach ihm gesto-chen haben. S.

* — — (Anton), auch Antonio Cremonesegenannt. Sein Bruder Julius half ihm in seinengroßen perspektivischen Arbeiten. Eine der schönstenbefindet sich in der Sakrestie St. Peter zu Cremona,worinn man oben den Wagen des Elias in derFerne erblickt. Er war in der Familie Campi, wasAugustin Carracci in der seinigen; ein vielartiger,und dabey gelehrter Künstler. Auch schätzte ihnAugustin sehr, und stach nach ihm eines seinerschönsten Gemälde, das bey St. Paul zu Mailandsteht, und den Apostel vorstellt, der einen Todtenerweckt. In Freskoarbeitcn war er nicht so glück-lich. Correggio schien sein besonderes Vorbild zuseyn, dessen Grazie er aber mehr im Colorit alsin der Zeichnung nachzuahmen wußte, in welcherer, wo er schlank seyn wollte, oft — dünne ward,und eben so nicht selten mit Verkürzungen Staatmachen wollte, die er am ganz unrechten Ort an-brachte. Wo er hinwieder Allegri's grandiosesWesen — das vielleicht noch mehr Schwierige,als seine Grazie — zu erreichen suchte, fiel erbisweilen ins Plumpe. Doch alle dieses nichtimmer; neben dem, daß solches wohl zum Theilseinen Gehülfen und Schülern beyzumessen war.Nicht so hingegen die starke Anhäufung seinerFiguren in mehrern seiner Werke und die schlechtangebrachten Spässe seiner Karrikaturen, selbstbey heiligen Gegenständen. Mit Einem Wort:Sein Kunstgenie war groß, geistvoll, entschlossen;hatte aber überall des Zaums vonnöthen; und trift.man es in dieser Absicht übel, wenn man ihn mitAugustin Carracci vergleichen will. Sein (seltenes)Buch: Cremona üöellssima mit Aug. Carracci'sund seinen eignen schönen Abbildungen der Herzogeund Herzoginnen von Mailand erschien 1535. zuMailand in Folio. Das Bildniß des Verf. undder Grundriß von Cremona allein sind von Davidde Laudi, einem dortigen Juden. Eine zweyteAuflage, deren Hemecke einzig gedenkt, erschien1645. und er spricht dann von einem zweyten Werkevon Campt: Istoria (leite vite (le liuccki eOucliesse cli Milans, con loro ritrsfti, kl. Fol.1642. welches wahrscheinlich mit dem erstem Einesist. Mehrere nach ihm, und von ihm in Clair-Obscur (denn er soll auch ein Formschneider gewesenseyn) vorhandene historische Blätter, führt L au;

Campi.

und det wtnklersche Katalog noch besonders einseltenes Batt nach ihm von Aug. Carracci: Die H.Euticha, von St. Paulus auferweckt.

* Campt, (Bernardin), auch Bernardtn»Cremonense genannt, war nicht (wie das Lex.sagt) des nachstehnden Julius, sondern eines, sonstunbekannten Goldschmieden Pietro's Sohn. Wohlwar Julius sein erster Lehrer, so wie H. Costa inMantua der zweyte. Hier waren mehrere Künstlereben beschäftigt, nach den Kartons von Jul. Ro-mans die Geschichte des trojanischen Kriegs zumalen; und das Studium der Werke dieses großenMeisters begeisterte auch ihn. Doch gieng er bald(7541.) wieder nach seiner Vaterstadt zurück, woRcnat Trivulzi sein erster Gönner war. Er wußtesich viel von Litians Manier so zu eigen zu machen,daß man selten die Kopien von den Urbildern un-terscheiden konnte. Auch Correggio, und beson-ders Raphael (ob er gleich dessen Hauptwerke inRom niemals sah) schwebten ihm Tag und Nachtvor Augen. Aus den Ideen dieses letzter« zog ersich Maximen von Einfalt und Natürlichkeit ab,die man auch an seinen Arbeiten bewundert Ueber-haupt bildete er sich aus vielen Manieren dergrößten Lichter der Kunst eine neue; aber deneigentlichen Nachahmer erblickt man nirgends.Unter den Campi's war er der schüchternste, aberauch der korrekteste von allen; nicht so groß alsJulius, hatte er hingegen schönere Ideen, undrührte das Herz mehr. In den langen Propor-tionen seiner Figuren, bisweilen auch in der Trocken-heit gliech er etwas dem Antonio. Fast unzähligeWerke von diesem fleisfigen Künstler sieht man inMailand, vorzüglich aber in Cremona. Seineberühmte dortige Kuppel des Chors von St. Sigis-mund, welche er um 1570. zu malen anfieng, hatindessen Vielen, wohl nicht ganz grundlosen,Tadel gefunden. Dagegen kann Lanzi II. 365.(und zwar ebenfalls mit Gründen) des Lobs dieserund andrer Arbeiten unsers Künstlers in ermeldterKirche nicht satt werden. Nach andern soll vollendssein Meisterstück eine Geburt Christi zu St. Dome-nico in Cremona seyn, welches Lamo, sein Bio-graphe (Panegyrisie) einen Kanon aller Art Kunst-vollkommenheit nennt. Bisweilen arbeitete er ge-meinschaftlich mit Vincenz Campi. Seine im Lex.angeführte Schrift führt den bescheidenen Titel:?arer Sulla kittura 7534. Dieselbe enthielt haupt-sächlich seine Gedanken über das Mechanische derKunst, die Farbengebung, die fleissige Ausfüh-rung, u. s. f. Lomazzo (S. 192.) nennt solchereichhaltig und gründlich. Fiorillo II. 413. u. ff.Etliche nach ihm von den Sadlern, B. del Moro,Valegius, u. s. f. gestochene Blatter führt A. undder wl'nklersche Katalog an. Ein geätzter St.Hieronymus, ohne Namen des Stechers, ist einseltenes Blatt.

— — (David), ein Maler von Genua, Schü-ler von Joh. Bapt. Merano. Starb 1750. 67. 1 .alt. Man rühmt von ihm ein glückliches Talentfür's Kopiren. IV. L II. 33.

* — — (Galeatius). ^,-Jn seinen Werken"(sagt Fiorillo II. 409.) „ fällt der Uebergang vonder alten in die neue Manier auf; eine Sache,die man in dem Zeitalter dieses Künstlers in denWerken des Perugino , Bellin u. a. gleichfalls be-merken kann. Sein mit eigner Hand verfertigtesBildniß in der Galerie zu Florenz giebt den berühm-testen dort aufgestellten nichts nach. Alles auf die-sem Bilde tritt hervor, lebt, und wird durch diekräftige Abwechselung des Lichtes und Schattensnoch mehr erhöht." Lanzi II. 349. kann ihn kaumfür einen Schüler von Boccaccino halten, da ersich noch weniger, als dieser sein vermeinter Mei-ster von dem Styl der ältern Schule entfernt habe,wie solches aus seinem Sebastian und St. Rochusam Thron der Madonna und des Kindes in derKirche St. Sebastian zu Cremona ersichtlich sey.Man erkenne darin« nur noch einen schwachenNachfolger von Perugino; wohl einen guten,