Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Z86 Franyois.

Leaux-^rts von 1303. ein damals in Parkslebender Bildnißmaler.

Fran § c> is, (Guido). So nennt Fiorillo III.S09. einen französischen Maler des XVII. Jahrh,von dem sich in der Karthäuser - Kirche zu Tou-louse eine Beschneidnng befinde, deren Arbeit, inden wichtigsten Theilen der Kunst', alle Federun-gen der Kenner befriedige» soll.

Franquin.

Fcancsnio oder Fransonio, (Ludwigs,ein Künstler aus Burgund; malte für die KapelleBeginn der Kirche St. Thomas von Aquino zuNeapel eine Verkündigung. Er lebte um i6i?.

Francorai«, ( ) ein sehr geschickter

Juwelier von Lüttich, arbeitete um 1780. zu Paris.Mensel Miscell. XV. iss.

* — (Johann Carl). Fiorillo III. -jor.

setzt nachBasan, wie wir glauben unrichtig, seinGeburtsjahr in 1703. und sein Todesjahr (wohlzuverläßig durch Druckfehler irrig) in 1737, Basan(Lä. ssc-. > hingegen (wohl auch unrecht) in 1757.an, da Er selber i» seiner erstenAusgabe (1767) diesenKünstler noch unter die Lebenden zählt. Die be-kannte Crayon-Manier hatte er, wo nicht erfun-den, doch wenigstens auf einen Hähern Grad derVollkommenheit gebracht. Wie ihm Bonnet, Des-marteaux, Magny, u- a. diesen Ruhm streitigmachten, ist bekannt. Seine ersten Versuche warenvon 1757. und die Akademie ertheilte ihm darüberurkundlichen Beyfall. Von Desmarteaux (glaubtBasan I. c.) sey er weit übertoffen worden. RostVIII. 167. führt eine ziemliche Anzahl seiner Blatterin erwähnter Manier, meistens Bildnisse, unterdenselben jedoch zwey kleine (des Grafen von St.Florentin, und der Gräfin d'Olonne, letztres nachChampagne) mit dem Grabstichel, und dann eindrittes «.des Arztes F. Quesnay) nach F. Fredou(1767) an, welches das Besondere hat, daß es alleStichmanieren enthalt, in welchen der Künstler ge-arbeitet halte. Der Kopf ist in Schwarzkunst ge-schabt, die Drapperie mit dem Grabstichel, dieEinfassung und der Grund in gewohnter Crayon,die Beywerke, Bücher u. s. f. in getuschter Manier,das Piedestal endlich in Schwarz- und WeisserKreide; für die Jäger sogenannter Kunstseltenheitenein — königlicher Bisse! Ein weit größeres Verzeich-niß von über 50 Blattern findet sich unter denHandschriften meines sel. Vaters. Darunter ein,auch von Rost angeführter, Cavallerie--Marschnach Parrocel, in Schwarzkrciden-Manier (einvorzügliches Blatt), ein Lombst st'Iakanterls undkrise ä'^ssaut, nach Dellapeigna, und ein Mau-soleum der Mad. Henriette, Tochter Ludwig X V.von 1752 datirt. Einen interessanten Art. überdiesen Künstler, wo er, in Vergleichung mit seinenGegnern in sehr vortheilhaftcm Licht erscheint, s.in des Abbe de Fonrenai iXorionn. <lss tristes.

— — (Madame), des obigen Künstlers Gat-tin, Malerin. Nach ihr hat ihr Gatte Save-riens Bildniß zu desselben Histoiro ckss k-llllo-sopkss rnoäsrnes in seiner gewohnten Manier ge-arbeitet. Rost VIII. 167.

* Franc quarr, (Jakob). Nach ihm kenntman: Den Leichenpomp des Erzherzog Albrechts zuBrüssel (1623 ) von C. Galle, und einen todtenChrist von den H. Weibern beweint, von Th. Ma-tham gestochen.

Francucci, (Jnnocerttius), genannt vonImola, arbeitete bis 1542. In Francia's Schulekam er 1506. oder 1503. Deswegen aber konnte erdoch, wie vasari glaubt, auch Albertinelli's seinebesucht haben. Als er von Rom nach Bolognazurückkehrte, führte er verschiedene Werke aus,welche, wie einige vermuthen, nach RaphaelischenZeichnungen entworfen seyn sollen. So z. B. inseinen zwey reißenden Arbeiten in der dortigenKirche St. Giacomo maggiore, von denen dasHauptgemalde die Vermählung der H. Catharina,und ein zweytes am Fusse des ersten, bloß als Zu-gabe angehängtes, das Christkind in der Krippevorstellt. Durch seinen Einfluß erhielt die Ma-lere» in Bologna einen ausserordentlichen Schwung,Nach VNalvasia hatte er, in mehrern Rücksichten,alle seine Vorgänger der dortigen Schule, selbstBagnacavallo und seinen Lehrer Francia übertref-fen, indem er mehr Gelehrsamkeit, Majestät undRichtigkeit in seine Vorstellungen brachte, was erwohl hauptsächlich seinem Studium der Antikenzu danken hatte. Fiorillo II. 463. nach Lan;i(II. 2. ^s.). »Von ihm " (fügt dann dieser noch bey)»kennt man viele Altarblätter, noch im Geschmackeder Quatrocentisten. Aber, nach dem Beyspieledes Frate und del Sarto's, stellte er seine Madonnenin die Höhe, ohne jene alten Vergoldungen, undgruppirte mit schöner Kunst die Heiligen rings um-her; und eben so seine Engelchen, mit einer gewis-sen Neuheit, stufenweise in den Lüften. Biswei-len , wie z. B. in dem herrlichen Gemälde im Domezu Faenza, und in einem andern, beym Prinz Er-colani, fügte er eine gründliche, geschlanke, ausder Antike geschöpfte Architektur hinzu; andremale,wie bey den Observantinern zu Pesaro eine anmu-thige Landschaft, und eine Luftperspektive, die anda Vinci erinnert. Sehr Originelles und mit FeuerEntworfenes kennt man nichts von ihm. Alle seineKünstlerarbeiten waren seinem Gemüth angemessen,welches uns die Geschichte als sehr still und ruhigvorstellt."

* — — (Lucas), der Jüngere. Nach ihmkennt man das Bildniß Fr. Villain's, Bischofsvon Tournay, von P. van Schuppen, und dieje-nigen seines Vaters Lucas (oder auch sein eignes)und seines Bruders Peter's Francois, beyde vonC. Waumans.

* — — (Peter). Ob ein irgendwo nach ihmangeführtes Bildniß des Barons von Cereste vonihm selbst gestochen sey, da man sonst nur einigegeätzte Marinen von ihm kennt, ist uns unbekannt.

* Frangipani, (Niclaus). »Derselbe"(sagt Lanzi II. 25-) »arbeitete im Geschmack einestrestichen Naturalisten; so z. B. 1565. seine Him-melfahrt bey den Conventualen zu Rimini; und(zwar minder studirt- sein St. Francisc, dessen auchdas Lex. Erwähnung thut. Uebrigens war seinGenie mehr zum Spaßhaften aufgelegt, wovonman in mehrern Galerien Beweise findet.

* Frank. S. Franck — nach gewohnter Un-rechtschreibung.

* — — (Simon). Nach ihm kennt man,neben Anderm, das Bildniß Vincents de Paula,von vier verschiedenen Künstlern (Edelink, Pithau,van Schuppen und Lochon) gestochen; dann einChristkind in den Windeln, von Poilly, u. s. f.

Mir.

— — ( ) ein talentvoller französischer

Künstler, der es nicht unter seiner Würde hielt, denAuftrag zu übernehmen, mit allegorischen Figurenden Staatswagen auszuzieren, der im Frühjahr1893. den ersten Consul an den Gränzen des Depar-tements der Dyl empfangen sollte. Oitor/e» FVa-r-H,nn. IX. X°Vi824.

Frankhart, ( ) geb. zu Hamburg um

i?ro. studirte unter Rundts Aufsicht, malte Bild-nisse, und gieng nach Rußland. Hamb. Lünstler-Aachr. S. 16.

* Franque, (Hieronymus). S. Franck.

— — ( ). So wird irgendwo ein Königl.

Französischer Baumeister, der um 1760. blühete,genannt.

Franqueville, (Peter von). Seine Statuedes Orpheus s. in Tbomasfins bekannter Samm-lung 123. so wie Alles übrige jämmerlich genug.

Franquin, ( ). So heißt ein französischer