Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Clerc.

auf die Stecherklinst zu legen. Colbert gab ihmWohnung im Louvre, und ein Jahrgeld von 1800.Livr. Seine Kunstcharakteristik im Lexikon ist ausDandreLardon genommen, welche auch WarelerundLevesque anführen, und sodann, eben sowieRost 306—7. hinzusetzen: „Dieser Künstlerwar in Allem stark. Die Landschaften, die Ge-bäude, das Wasser, sind in seinen Stichen mitgleich ausgesuchtem Geschmacke behandelt. SeineManier zu bekleiden ist einfach und schon, dieFormen seiner Figuren sind zierlich und richtig,die Köpfe edel und ausdrucksvoll; wenige Nadel-züge deuten den Charakter mit ausgesuchter Fein-heit an. Er hatte sich nach le Brun gebildet,scheint aber eben so sehr Naphael und die Antikenzu Lehrern gehabt zu haben. Die nüchterne (ssvsnte)Manier des erstem auf den Maaßstab von le ClercsArbeiten angepaßt, verliert dadurch das, was sieFehlerhaftes haben konnte, und behält nur dengroßen Styl der römischen Schule. Sein Stichbestand oft in einem einzigen Striche; er hatte nichtden Reiz der spielenden Nadel von la Belle, aberdafür jene verständige Sicherheit, die den edelnIdeen zukam, welche er darstellen sollte. Diebeßte Nocitz von seinen Werken sowohl von seineneignen zahllosen Blättern, als von dem was nachihm gestochen worden, ist unstrsffig der: Lscs-loAue rsisonne 6s 1'Oeuvrs 6s Leb, /e L/si'c, psrA. ck AoMbe» 7 , 2. Vol. 8- ?sris 1774. der zu-gleich sein Leben enthält, und dann der systematischnach den Materien gereihcte bey der sich desnähern Details wegen immer auf den erster»bezieht; so wie endlich Rost I. c. 303—15. eineAuswahl des Wichtigsten enthält. Sehr treffendsetzt Dandrs Bardon seinem Urtheil über leLierc hinzu: „Sein Einzug Alexanders in Babylon,seine Akademie der Wissenschaften, seine biblischenGeschichten, die Hebung der Steine zu dem'Frontondes Louvre — kurz alle seine Werke stellen Zusam-mensetzungen dar, welche weit größer erscheinen,als das Kupfer, worauf er sie gebildet hat, undimmer entspricht die schöne Ausführung seinenedeln Gedanken." Le Llerc hatte die Tochter vonBanden-Kerkove, Königl. Färwer bey den Gobe-lins geheirathet, und in dieser Ehe 13. Kindergezeugt; neben andern drey Söhne, die sich eben-falls der Kunst gewiedmet, und von welchen derälteste

* Llerc, (Sebastian le), der sich als Malerrühmlich ausgezeichnet hat (und nach welchem eben-falls Mehreres, Bildnisse und Geschichte, gesto-chen worden, das bey //. zu finden ist) u. im I. r?57nach andern erst i?6z. im 80 — 8?. I. seinesAlters verstorben ist. Nach Fiorillo 111 . 257.gehörte derselbe zu denjenigen Schülern von BonVoulogne, welche die von ihm entworfenen Bilderausführten.

— — (Thomas). So nennt Li. um 1790.einen neuern französischen Maler, nach welchemmehrere Bildnisse und Costüme-Stücke von ver-schiedenen Meistern, wie Bonnet, Demanchy,(sl. Demonchy), Jeanne Denny, Elluin und I.Ianinet, gestochen, bey S. verzeichnet sind.

— — ( le), Vater und Sohn, französischeGlasmaler, arbeiteten gegen das Ende desXVll.Jahrhunderts zu Paris. Der ältere malte die Chor-fenster der Kirche St. Sulpice und vermuthlich dieFenster in der Kirche des College de guatreNations. LeN. I. e. i?. *)

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* Elerisseau, (Carl Ludwig), geb. zu Paris1718- (a. ü. 1720.) bildete sich aber in Italien.Als sich (heißt es in der Handschrift meines sei.Vaters) die Kaiserin Catharina II. von Rußlandvorsetzte - einen Pallast erbauen zu lassen, der inAllein dem Pallaste der ersten römischen Kaisergleichen sollte, wandte sie sich zur Auswahl einessolchen an die Baumeister Ihrer Akademie, die Ihrdann unsern Künstler vorschlugen, worauf Sie ihnzu Ihrem ersten Baumeister erklärte und die Aka-demie zu Petersburg denselben zu ihrem Ehren-Mitgliede annahm. Wann solches eigentlich ge-schehen sey, ist uns unbekannt. Neben der neuenAkademie zu London, hatte ihn auch diejenige derMalerey und Bildhauerkunst von Paris zu ihremMitglieds aufgenommen. Im I. 1762. kannte ichdiesen vortreflichen Künstler in RvM, wo er vondem sei. Winkelmann, seines sichern Geschmacks,u. der genauen Darstellung der Denkmäler alter Bau-kunst wegen, ganz anders als der in seinen Blätterneinzig auf malerischen Effekt losarbeitende Piranesigeschätzt ward. Zu seinen vornehmsten Arbeitengehören: Die von ihm, gemeinschaftlich mit demenglischen Architekte Robert Adam und dem MalerAnton Zucchi gemessenen und gezeichneten: Ruins

ok tüs ?slscs c>s tlis Lmperor Dioclstlsn st 8pa-Istro in vslmstis. b'ol. 1764. wozu Dom. Cunegodie Kupfer gestochen hat; dann seine Hnriguites 6e1s krsncs, wovon aber, unsers Wissens, leiderblos der erste Theil ssol. ksris 1773 (nicht 1728.wie der Druckfehler bey A. sagt) erschienen war,der auf 42. von C. R. G- Poulleau vortreflich ge-arbeiteten Blättern die Alterthümer von Nismesdarstellte. Noch führt S. von ihm an: EinigeBlätter zu dem Werke von Oppi'nort; eine Fort-setzung der im Lexikon bemerkten italienischen Alter-thümer , welche Cunego nach ihm zu ätzen anfieng,von Zocchi, und eine Landschaft mit Ruinen vonConti. Von außerordentlicher Schönheit, und mitbezaubernder Leichtigkeit tockirt waren dann seineGouache-Gemälde; nur behauptete man, daß erselbst durchaus keine Figuren malen konnte, und sichzu dem End während seines Aufenthalts in Romvon 1760—70. der Beyhülfe seines Freundes Zucchibedienen mußte. (Fiorillo III. 401.) Zwey solcherZeichnungen wurden aus der Sammlung von Ma-riette um — 305. Livr. verkauft. TNrc.

— — (Robert), wird von Florillo (III.400.)ebenfalls als ein Künstler neuerer Zeit angeführt,der sich durch architektonische Arbeiten, Landschaftenund Ruinen einen dauernden Ruhm ertvorben habe.Ob oder in wie fern derselbe mit Carl Luöewig inVerwandtschaft stuhnd, ist uns unbekannt. Wenig-stens glauben wir, daß letztrer ohne Leibeserbenverstorben war.

^ Llerf auch de Llerk, (Adam). So hießder im Lexikon ohne Taufnamen enthaltene Dildniß-maler. Im I. 1673. ward derselbe als Hofmalernach Berlin berufen, und starb daselbst 1705. Auchzu Kassel hatte er eine Zeit lang gearbeitet. Etlichenach ihm von S. Blesendorf, I. Hainzelmann undI. I. Gandrart gestochene Bildnisse führt LL an.

— — (Carl), ein gelehrtes Mitglied der Aka-demie der Wissenschaften zu Upsal. Von ihm kenntman! Icones insectorum. vsrlorum etc. ^r. in-4.HoimiR 750. (sl. bsb. 59.). Da er niemand fand,der dieses Werk nach seinen Begriffen gehörig illu-miniren konnte, so that er solches selbst mit größterGeschicklichkeit und Fleiß, und entließ kein Exemplar,

X) Die Filiation der Künstler le Llerc ist im Grund nicht sehr verwickelt.

r. Die beyden, Johann von Nancy und Johann der Formschneider, und dann der Maler G. L. Heinrichund Thomas, (welche der einzelne Heinecke anführt) bestehen für sich selbst.

-. LLorenz war des berühmten Sebastians Vater

Z. Sebastian hatte drey Söhne: Sebastian, Ludwig Augustin und Benedikt Niclaus.

4 . Jakob Sebastian dürfte (doch ungewiß) ein Sohn von Benedict Niclaus seyn.

5 . G. L. der Stempelschneider, vermuthlich (doch ungewiß) Vater Davids von Bern, und seines Bruders,des Stempclschneiders Isaac, dessen im Lerikvn, in diesen Ausätzen aber keine weitere Erwähnung geschieht.

6 . Johann Friedrich, Davids Sohn. Ob vielleicht Anfangs gedachter Thomas dessen Sohn seyn dürfte, istuns unbekannt.

7- Anton, Vater und Sohn, welcher letztre wahrscheinlich mit dem von Heinecke angeführten A. Eine Person ist.

8 . Die beyden zuletzt, ohne Taufnamen angeführte» Glasmaler, Vater und Sohn.