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Zeitgenossen, daß sie sich noch wenig von dem ein-förmigen Styl ihrer Vorfahren entfernt hätten;daß man jedoch schöne Züge, wie bey einem Ven-tile und Carpaccio, und besonders gute Architekturbey ihnen entdecke, und ihr Colorit nur für Mei-ster aus der Venetianischen Schule als schwachanzusehen sey.
* Croce, (Hieronymus Ricci , genannt daSanta). Lanzr (II. 34.) der nicht zu wissenscheint, daß er Franz Maria's Bruder war, findet,daß ihm Rl'dolfi mit seinem schon im Lexikon an-geführten Urtheile zu nahe getreten sey. SeineBlüthezeit setzt er in 1520—49 und glaubt, daßZanerri Recht habe, wenn er behauptet, daßniemand unter seinen Zeitgenossen Titian und Tin-toret naher gekommen sey, als er; wie z. B. inseinem Abendmal zu St. Martin; in seinem Sal-vakor zu St. Francesco della Vigna, das in einemrichtigen Geschmacke, und dahey höchst saftiggemalt sey; in seiner Marter des H. Laurentiusin eben dieser Kirche, ein Gemälde das er auchfür das Haus Collalto in kleinen, bloß einen Palmhohen Figuren wiederholt, und dabey, so wie auchsonst zum öftern, bey solchen Cabincttstücken, MarcAntons Blättern (dießmal dessen nach Bandinelli)sich gleichsam wie einer Miniatur bedient habe,ohne dieselben sklavisch nachzuahmen Vielmehrbrachte er viele Mannichfaltigkeit in seine Figuren,und besonders in seine vortreflichcn Landschaftenund Bacchanale, die man in verschiedenenen Ca-binetten findet. Auch von dergleichen führt Lanzr(I. o. 35.) verschiedene Beyspiele an; neben anderneine Grablegung im Hause Carrara zu Bergamo,worinn der Maler sich selbst abgebildet hat, unddas H. Kreuz berührt, als eine Anspielung aufseinen Namen. „Keiner dieser Arbeiten" (heißt esdann weiter) «sieht man auch nur einen Punktvon der alten Manier an; in allen herrscht eineComposition voll Grazie, ein Studium der Ver-kürzung und des Nackten, und ein Temperamentder Farben, welches sie als eine Mischung ver-schiedener Schulen darstellt, die aber am meistenvon der römischen, und am allerwenigsten von dervenetianischen hat."
* — — (Peter Paul Santa). Der duilla ölkarma hält auch diesen für ein Mitglied der Ber-gamscer-Künstler-Familie dieses Namens. In-dessen achtet ihn Lanzi (II. 193.) zwar für dengeringsten derselben; doch werth, daß man, seinerMadonna all' Arena und einiger andrer Gemäldein Paduanischen Kirchen wegen, seiner gedenke,welche eine Nachahmung der Schule des Cavagna,oder doch etwas Aehnliches verrathen. Er arbeiteteum 1591«
* — — S. auch G. de la Erokx.
< 5 rockn,' (Anton), ein Bildschnitzer in Holz;arbeitete um 1555. zu Florenz in Gesellschaft mitAlexander Filipepi. LaMEcck.
Lrockno,( ) Ungefehr um dieselbe Zeitmit obigem Crocini, soll ebenfalls in Florenz einKünstler dieses Namens von großer Erwartunggeblühet haben, der aber frühzeitig starb, unddessen in der Biographie von Ludwig Cardi in den8erie äl kittrattl VIII. 87 - Erwähnung geschieht.
Lroeker, (Heinrich Christoph), Kupferstecherund Buchhändler zu Jena um ,706 Wahrschein-lich ist er derselbe Kupferstecher ohne Laufnamen,von welchem ein Paar unbedeutende Bildnisseohne Namen des Malers anführt.
— — (Johann Melchior), wahrscheinlich einMaler von Jena. Von ihm erschien in 17,2. eineSchrift: Der wohl anführende Maler, welcheseither zum drittenmal neu aufgelegt wurde, undsomit etwelchen Werth oder doch einen gewisse»Ruf in einigen Gegenden Deutschlands haben muß.
Eroes, (I. van). So nennt /s einen Künst-ler , der verschiedene Blätter für die Lrabantiaillustrata gezeichnet habe.
Croir.
Crokczeck, (M.). Und so einen Maler,nach welchem P. Rollos das Bildniß eines GrafenAdams von Schwarzcnberg gestochen habe. -
Lroksac, ( ) ein französischer Maler aus
der Mitte des XVIII. Jahrhunderts. FiorilloIII. 289. nennt ihn einen der bedeutendsten Künst-ler, die aus Rivalz Schule hervorgingen.
Ero lseje, ( ) ein französischer Kupferstecher.
Man hat von ihm den ganzen Plan des Schlosses,Parks und der Gärten von St. Cloud; dann Bild-nisse, u. a. ALc.
Croksker, (Mariane), eine französische Kup-fersiecherin, geb. zu Paris 1765- Man kennt von .ihr neben andern, ein Blatt, mit der Aufschrist:Lux rnanes cis L,ouis Uüllippe, Duo ckOrleuns.
Erokssanr, ( ) wird im ^Imanavü des
66»nx--z,rt8 von 180z. als ein damals in Parislebender Baumeister angeführt-
* Cro kx, (Anna und Ursula de la). Genauer:Niecen des H. Hay, und Schülerinnen seinerGattin Elis. Soph. Cheron. L
— — (Elisabeth), eine französische Bildniß-malerin gegen End des XVII. Jahrh. N. Haben,Olivicr und D- Biquet haben nach ihr, letztrerdas Bildniß des Malers Paul Sevin, gestochen.
//. u. ALc.
* — — (Franz de la). Wahrscheinlich ist esderselbe, von welchem man, ohne seinen Taufnamenzu kennen, in der Kirche Annunziata zu Genuazwey Engel, welche ein Kreuz halten, zeigt. Mc.
* — — (F. de la), ein Maler, nach welchemC. Fritsch das Bildniß des dänischen Bischofs,Peter Hersleb gestochen hat, und wahrscheinlichderselbe Bildnißmaler, dessen schon das Lexikon,als in Pohlen arbeitend, gedenkt. K.
* — — (G., auch G. F. de la), in Italienla zfroce genannt; derselbe, den schon das Lexikon,ohne Taufnamen anführt, ein geschickter Land-schafts- und Marine-Maler, Schüler von Vernet;arbeitete um 1754. zu Rom, in dem Geiste seinesLehrers. Von ihm sieht man vier große Gemäldein dem herzoglichen Parmesan. Lustschlosse Colorno.Viele nach ihm von französ. Meistern gestocheneBlätter, welche meistens italienische Seegegendcnvorstellen, findet man bey 7 ?. angeführt, der aucheine von dem Künstler selbst geätzte Aussicht vonCesena kennt.
— 7- (Jsaak Jakob la), Kupferstecher undKupferätzer, geboren zu Payerne, im KantonWaat 175,. (nicht 54. wie sagt), lernte beyM. Miollet das Zeichnen, sind das Kupferblechenbey von Mechel, bey welchem er.sich sechsthalbJahre aufhielt, die er aber für verloren achtete,und seine weitem Fortschritte vielmehr Dunkernund Sichlern in Bern verdankte. Alsdann ging ermit Ducros nach Italien. In Rom nahmenHackert und Volpato sich seiner als Freunde an.Letztrer zeigte ihm die Behandlung seines vortrcf-lichen Grabstichels, und erstrer gab ihm einesseiner schönsten Gemälde, die Aussicht von Cesena,zu stechen. Da er indessen das welsche Clima nichtvertragen konnte, so kehrte er nach zwey Jahrenin sein Vaterland zurück, wo aber das meiste,was er seither gearbeitet hat, in Bücherverzierun-gen bestand Ein schönes Gegenstück zu seinemoben angeführten Hauptblatte ist eine Aussicht derSt. Peterskirche zu Rom, ebenfalls nach Ph.Hackert,von Dunkern geätzt, von ihm gestochen, und vonVolpato beendigt. Er lebte noch 1796. Vostll.zrd.und Füßlk V. 201.
— — (P. F. de la). So nennt //- einenMaler in Holland, nach welchem er verschiedene,von M. Dodenehr, Dupin, I. Houbralen undP. Tanje gestochene Bildnisse, meist von nieder-ländischen Personen anführt, und welcher wohlderselbe ist, den die Handschrift meines se!> Vaters