Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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243 Cunis.

Cunis, (Ioh. Christoph), ein fleiffkgerMinia-turmaler zu Dresden, lebte noch 1793. und warnoch besser durch seinen vorstehnden Sohn bekannt.Deutsche Runstbl. I. X°. 2. S. 9.

Cu nnrngham, (Franz), von seinem Vaterortin Schottland auchCalze genannt, wo er 1741. geb.ward. Derselbe studirte zu Rom unter A. R. Mengs,und reiste hernach in Spanien, Frankreich, Eng-land und Rußland. Endlich kam er um i?83 nachBerlin, wo er in Oel und Pastell die Bildnisse fastsämtlicher zur damaligen Königl. Preussischen Fa-milien gehöriger, und andrer angesehener PersonenMalte, von welchen mehrere für Meisterstücke gehaltenwurden. Diese, nebst einigen angenehmen.histo-rischen Oelgemälden, verdienten ihm die Stelleeines Ehrenmitglieds der dortigen Akademie derKünste. InMeufeIs Museum III. 34. wirddiesem Künstler ein unsteter, unruhiger Charakterzugeeignet, der ihn viel Angefangenes nicht mit demgehörig anhaltenden Fleisse, oft überall nicht aus-führen läßt. Und ebendas. (sowohl als XVII. 382.)werden Nachrichten von ihm gegeben, von denenwir vermuthen, daß solche, zum Theil wenigstens,vielmehr den Kupferstecher Dominicus Cunego be-rühren. Was hauptsächlich dieser, dann fernerFinlayson, van Green, Haas und Townley nachihm (meistens Bildnisse) theils gestochen, theils inpunktirter Manier geätzt, theils in Schwarzkunstgeschabt haben, findet sich bey I. und in dem Gant-katalog von Brandes verzeichnet.

— — (Wilhelm), ein Naturkundiger undSchriftsteller, von Nortwick in Nortfolk; schrieb:L 0c»8mc>§rapkical 61sl8, mit Figuren und einerCharte von Nortwick, die er 1559- in Fol. selbstgestochen hat. L und ^r-ee.

CunZ, (Carl), eines Kunstschreiners Sohnvon Mannheim, geb. 1770, ein vortreflicher Thier-und Landschaftenmaler, der keinen andern Unter-richt hatte, als von der Natur selbst, ausser daßer wenige Wochen bey einem gewesenen Soldaten,der ein leidentlicher Künstler war, zeichnete. DerUmgang mit Kobell und andern ächten Künstlernaber, die begierige Betrachtung ihrer Werke, undhauptsächlich die Akademie und die Galerie, ent-wickelten seine Anlagen vollends. Was sein frucht-bares Genie empfindet, das führt er mit einer un-glaublichen Fertigkeit aus. Sein Geschmack istfein und gefällig, seine Zeichnung richtig, und seinColorit klar, harmonisch und kräftig. Seinerbeym Entwürfe ganz durchdachten Sache so sicher,daß er nie einen «strich ändern muß, malt er seineBilder auf einmal aus, und sie thun mehr Wirkungals hundert andrer ihre, worinn stets und immerlafflert ist. Er hat auch Versuche in Bildnissen ge-macht; dieß aber schien nicht sein Fach zu seyn,und wird sich wahrscheinlich mit seinem Feuer nie-mals vertragen, obgleich er eine herrliche Figurmalt. Vor einigen Jahren hatte dieser Künstler inM- Pfenningers Verlage zu Zürich einige schweize-rische Schlösser und Aussichten nach der Natur ge-zeichnet und in Aquatinta - Manier geätzt. Mrc.

, — — (Taddeus). S. Runz.

— — ( ). So nennt /s. einen Künstler,

welcher Goldschmiedsarbeit geätzt habe, der abervielleicht mit dem nachfolgenden Johann PhilippBunz Eine Person seyn dürfte.

Cunzelmann, ( ) ein Münz - Stahl-

schneider , diente dem Pfalz - Zweybrückischen Hofezwischen den I. r6or. und 1604. mit seiner Kunst.Gummi, berühmter Medailleurs 520.

Cuosta, (Franz della), ein Künstler zu Neapel,wo er in des Lucas Giordano Gemälde allerhandKräuterwerk und Meerpflanzen malte. Le//o,-r.

Cupius, (Jakob). S. Ruyp.

Lurabelle, (Ioh.), und Marhurin Jose,zween französische Baumeister; schrieben von den

Curiger.'

Ornamenten in dieser Kunst. IlleMoll-er ckero//eL 1 *. III. p. l 93 »

* Luradi oder Curradi, auch Curad-und Currado, (Cosmus), ein Maler der floren«tinischen Schule, von dem uns aber nichts andersbekannt ist, als daß derselbe seines nachfolgendenBruders Franz Schüler war. Das Lexikon thutseiner, unter dem Art. ihres Vaters Taddeus bey-läufig Erwähnung. Fiorillo I. 415.

* — — (Franz), den ersten Unterricht erhielter von seinem Vater. Sein Talent gieng haupt-sächlich auf Darstellung kleiner Figuren, die vor-treflich erfunden, in einem guten Geschmacke colo-rirt, und mit Fleiß ausgemalt waren. Er malteund gab Unterricht bis in sein höchstes Alter.Fiorillo I. 415- /-a-r-Lr I. 193. der von ihm imGroßen ein Altarblatt in der St. Tavers - Kapellezu St- Giovannino in Florenz, und Kabinersstückeaus seiner beßten Zeit, wie z. B. die Schicksaleder H. Magdalena, und besonders das Martyrrthum von St. Thecla in der Großherzogl Galeriekennt. Dort befindet sich auch sein Bildnjß,welches P. A. Pazzi gestochen hat.

* — — (Peter). Von ihm gilt völlig das-selbe, was oben von seinem Bruder Cosmus ge-sagt ist. Florillo I. 415.

* — — (Raxhael). Von seinen Porphyrar-beiten siehet man mehrere in der Galerie zu Florenz.So z. B. das Brustbild des Großherzogs CosmusII. nach einem Modelle von Franz Mocchi. Mr.

Cure, (Philibert Johann von Tilz), Rittervon Zmphen. So nennt S. einen Liebhaber, derein Bildnjß des menschlichen Lebens gestochen habe.

Curi, ( ) wird im Almanach 6es Lesux-

Hrts von 1803. als ein damals in Paris lebenderBaumeister angeführt.

* Curra, (Franz). In Rom wurde er von derManier der Zucchero und Vasari hingerissen, undlegte sich auf die Manier derselben. Er kehrte als-dann in sein Vaterland Neapel zurück, und gab dort.mehrere Proben seiner übrigens glänzenden Talente.Stanzl'öni und andre behaupten, daß sich seineWerke durch verbundene Anmuth und Majestät(was nicht wenig gesagt ist), dann durch edle undschöne Komposition, und ein natürliches Coloricausnehmen, und daß er besonders in Darstellungreizender Engel und weiblicher Formen glücklich ge-wesen sey. Seine Beschneidung in der Kirche dellaPieta oder Carita hielten Ribera, Giordano undSolimena für eines der ersten Gemälde zu Neapel.Er errichtete dort eine zahlreiche Schule, aus wel-cher bedeutende Künstler, wie Hypol. Borgheft,Fabr. Santa-Fede, und Hier. Jmperato hervor-giengen. Fiorillo III. 736. /.«»MI. 600.

Curiger, (Augustin), ein jüngerer Sohn desnachfolgenden Joseph Benedikt Cnrigers, gleichseinem Vater und Großvater, dem GoldschmiedeAugustin Matthias, gebürtig von Einstedeln in derSchweiz, arbeitete mit seinem Vater und seinenBrüdern Jldephons und Taver in gleicher Kunst.Proben derselben sah man auf den Kunstausstel-lungen zu Bern von 1304. und 1305.

* — — (Jldephons), ältester Sohn von

Joseph Benedikt. Ein unwiderstehlicher Hang zurKunst belebte diesen jungen Menschen von frühesterJugend an. Sein Vater brachte ihm die erstenLehren im Zeichnen und Bosslren bey. Nachher saher die Arbeiten seines Oheims, Joseph Antons,und diese feuerten seine Liebe zur Kunst vollendsund dergestalt an, daß er von der Begierde, diegroße Welt und die Werke der Kunst im Auslandezu sehen, und dann wieder von den Hindernissen,die sich seinen Wünschen entgegenstellten, beynaheaufgezehrt wurde. Endlich gelang es ihm, Ein-fiedeln zu verlassen, und sich so lange in Zürich z»verweilen, bis er sich hinlängliches Reisegeld er-worben hatte, um nach Wien zu gehen, wo er sich