sßo Darois.
nahm. Einen Theil dieses Rathes konnte wahr-scheinlich der wackre Mann nicht befolgen; indeßverflog der Geist wirklich nicht, der aber freylicheben meist in den Almanachen, für welche er vonda an bis 1306. gearbeitet hat, überall sichtbarwar. Von einzelen Blattern von ihm wurde seinMagier, nach Dietrich dem Sohne (iZor.) in dendeutschen Kunstblättern II i. 50. hauptsächlichwegen der dicken schwarzen Linien im Vorgrunde,ziemlich scharf beurtheilt. Gemeinschaftlich mitSchumann gab er dann auch, nach Siegels Zeich-nungen, die Blatter zu: Stieglitz Gemälden vonGärten u. s. f. und mit Schmidt um »304. zweyBlätter: Christus und St. Pöter, nach alten Ge-mälden auf Marmor.
Där 0 is, ( ). So heißt in einem Zntelli-Zenzblätke von Meusels Archiv I. 2. ein (unssonst Unbekannter) Künstler, der zu Paris ein nachVerriet gezeichnetes Bildniß des SchauspielersDosenville in einer Rolle der Llrasssurs st 1 a Imi-tiere, gestochen habe.
Davon. Der Name eines griechischen Stein-schneiders- der sich auf einem JanUs aus demKabinette Crozat befindet. M-rv»
Darr, (S. E-), ein französischer Maler, nachwelchem Steph. Gantrel um i68i. Bildnisse gesto-chen hat. Mrc.
Darve> (Philipp). So nennt der Gantkata-log von Brandes einen englischen Maler, undSchwarzkunst-Stecher, von dem er drey Blätter:Lheodofius, Constautia, und das Bildniß von Mr.Schuter, mit der Maske in der Hand, alle nachihm selbst geschabt, anführt, und das letztre beson-ders schön nennt.
Dassier, (Dominikus), des unten folgendenJohanns Vater, Münzmeister der Republik Genf,starb l?i8. S. unten den Art. seines Sohns.Leu s. v.
* — (Jakob Anton). Nach Paris gienger »732. wo er von dem Unterrichte des berühm-ten Goldschmieds und Possirers Germain, so wiedurch seine Studien auf der dortigen Zeichnungs-Akademie großen Nutzen zog, und sich nachwertsin Italien immer mehr'vervollkornmnete. In Romverfertigte er die Schaumünze Clemens XII l. Seinjährliches Gehalt in London war gegen 2000. Pf.Sterl. nebst freyer Wohnung; zu St. PetersburgZ000. Rubeln, neben Bezahlung aller seiner Arbei-ten. Ein vollständiges Verzeichniß derselben so-wohl als derjenigen seines Vaters, findet sich inSsuebier's Histoirs litderairs äs 6eaevs. Ken-ner ziehen die des Sohnes vor- welcher die seinigeneben sowohl besser zeichnete als vollendete, dannaber freylich nicht so geschwind arbeiten konnte,wie Johann. Nach einigen derselben hat Ph.Benoit die Bildnisse von Haller, Locke, Newton,Pascal und dem Arzt Rosenstein, so wie N. Du-puis dasjenige von Montesquieu gestochen, dessenSchaumünze von Jakob Anton zu dem Geistvoll-sten uüd Schönsten gehört, was die Stempel-fchneiderkunst auszuweisen hat, und (wie uns Je-mand, der den Verfasser -es Geists der Gesetzepersönlich kannte, versichert hat! noch überdießdas Verdienst der größten Ähnlichkeit haben soll.
* — — (Johann), geb. 1676. lernte zu Parisbey Mauger und Roettiers Alsdann kam er nachGenf zurück, und half seinem Vater Dominik bisan dessen Tod bloß bey dem einträglichen Geschäftedes Pettschaftstechens, und Stempelverftrtigens fürHorlogerie und Goldarbeiten. Erst um 1720. fienger an, sich an Höheres zu wagen; und so tratennach und nach seine beyden Suiten der 72. Königevon Frankreich und der 24. Reformatoren ansLicht., Um 1728. begab er sich nach England, woihm Georg II. die Stelle eines Münzmeisters an-bot, die er aber ausschlug, und dafür seinen dor-tigen Aufenthalt zu einer mit den obigen ähnlichenFolge der englischen Könige anwandte, welche UM
Daudemont.
I- 3 S. vollendet wurde. Eine seiner Schaumünzenauf den Kardinal von Fleury erwarb ihm ein kost-bares Geschenk- Im I. 1743 gieng er auf eineWeile an den Hof zu Turin, wo er ebenfalls eineSchaumünze auf den König prägte. Im 50. I.seines Alters mußte er sich bereits der Brille bedie-nen , die er aber im -ästen wieder beyseite legte,und hernach ohne dieselbe bis in sein 75stes seineArbeiten fortsetzte, wo Alters-Schwachheiten ihnendlich nöthigten , solche aufzugeben. Leu 8. V«.
In einer meiner Notizzen, deren Quelle ich abereinzuzeichnen versäumt habe, und welche sein Ge-burtsjahr so ganz irrig in 165t. angiebt, daß ichvermuthen muß, dieselbe gehe seinen Varer Dominikan, finde ich die interessante Stelle: »Er besaßdie Kenntniß der Ursprachen der Homere u. Virgileaus dem Grund. Seine Gattin, die berühmte leFevre, eben so. Vierzig Jahre lebten sie zusam-men, und gaben Frankreich und ganz Europa dasBeyspiel des glücklichsten und gelehrtesten Paars."
In Paris hatte er in seiner Jugend Bekanntschaftmit einem Künstler, Namens Massot, genanntChampagne gemacht, welcher den Stahl so ge-schmeidig zuzurichten wußte, daß er gar leicht zubearbeiten und hernach eben so leicht wieder abzu-härten war, so daß er die Gewalt des Balanciersaushalten konnte. Johann arbeitete, wie man !sagt, mit einer so ungewöhnlichen Geschwindigkeit, !daß Hedlinger selbst darüber erstaunte. M;c. j
* DassonviIle, (Jakob), geb. im Hafen St. iOuen bey Rouen 1719. L führt an die 50. von ihm !geätzter Blätter an, die er bald mit seinem Namen: j
inv. bald mit I. Q. und Noch andreMale mit v. I) 8. bezeichnete. Lauter kleine länd-liche Gegenstände, die, ob sie gleich, was Geistund Wirkung betrift, ihrem Vorbilde (Qstade) >nachstehen, dennoch ihr Verdienst haben. Ueber-haupt war dieser Künstler (wie es gerne genie-voller bloßer Dilettanten Fall ist- glücklicher in demAusdrucke seiner Köpfe, als in der Ausführungder äussern Theile seiner Figuren, oder — kürzer zusprechen — in der Zeichnung. Rost VIII. 177-87.
Dar, (P. dü). Nach einem Künstler diesesNamens hat Hier. David geätzt. Mrc.
Dathan, (Joh. Georg). ein Bildnißmaler zuMannheim UM 1740. I. I- Hayd hat nach ihmdas Bildniß des Bildhauers Paul Egell in Schwarz-kunst geschabt. L und
* Dar». S. Darr».
Darschl'tzky, (Daniel). Ein Maler, nachwelchem Phil- Kilian Bildnisse, Dav. Lscherningaber (»663.) eine Folge von Breslauer- Aussichten,mit dem Titel: Lsleberrimss HeipublieLs Vrstis-1avisli8i8 vire8, gestochen hat. Fs. und Mrc.
* Darre, (Franz la). Dieser Bildhauer hatauch ein Blatt, den Brunn des Neptuns, nachseiner eignen Erfindung, für den Verlag des Huquiergeätzt,
* Darrler oder Darrer, (Sebastian).Derselbe war von Strasburg gebürtig und Kaiser- ^sicher Hofgoldschmied ^ ein künstlicher Possirer undTreiber. Er arbeitete um »619. zu Augsburg.Man findet von ihm ein großes geätztes,anatomi-sches Blatt itt I)»8p. äs cervD coräe §lan<wplumbsa ä 8er. bllectries örsnäenbur^. Dorotheatragesto. IraNook. »636. Von Sterken.
* Darus, (Philipp). Das Blatt, von wel-chem im Lexikon die Rede ist, wird bisweilen auch:
Die Melancholie von Michel Angelo ge-nannt. A)
* Dav, (Hieronymus). S. Hieron. David-
Daucher, ( ) ein Kupferstecher, von dem
uns aber nichts als sein bloßer Name bekannt ist.
Daudemonr, (Johann), unter diesem Na-