Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
265
JPEG-Download
 

Dauloux.

dann die ersten Eindrücke, welche er beym Eintrittin seine Laufbahn empfangen hatte, vermochtenihn, Gattungen zu versuchen, zu welchen er vonder Natur am Allerwenigsten bestimmt war." 77 .führt von ihm seine Bildnisse ohne Namen desMalers, dann an die 6c>. mehr und minder'be-rühmte Namen an, nach welchen er gestochen hat,Rost aber (VIII. 119-21.) sein Vorzüglichstes vonaller Gattung, wo dann, unter dem historischenseine Magdalena nach Correggio, und die beydenSöhne von Rubens, nach ihm (beyde für dasWerk von der Dresdner-Galerie- sich ausnehmeNsollen. Von diesem letztem sagt Füßli (II. 70.):Dasselbe sey mit so viel Kunstgefühl gearbeitet,daß man sich einen deutlichen Bögriff von denSchönheiten des Urbildes davon abziehen könne.Daulls hatte feine Blätter selbst im Vertag, dervon seiner Wittwe einige Zeit fortgeführt wurde,und späterhin in die Hände von Chereau kam.

Dauloux, ( )- So nennt 77 . (1790.)

einen neuern französischen Maler, nach welchemBeljambe 2. Galanterieblätter: sl je ts tsuais»

sagt ein Alter der ein Mädchen lorgnirt, unddessen Pendant: le t'eu rsttisse! antwortet letz-ter, gestochen hat.

Deboissieux.

26s

nach ihm von Clower gestochene Blatter führt 77 .an, welchem zufolge er aber auch andre» theilsnach eigner Erfindung, theils nach R. Coswaw,I. Foldson, H. Holdem, T. Hudson, A. Kauf-mann und A. Morland geliefert haben soll.

Darvher, (Adolph), ein Bildschnitzer zuAugsburg; bluhete um 1500. Er verfertigte fürdie dasige St. Ulrichs-Kirche in Basrelief eineAltartafel, wofür ihm 350. Gulden (ungeheureSumme für diese Zeit) bezahlt wurden, vonGreeren S. 451.

Darvlns, ( ). Einen solchen nennt die

Handschrift meines sei. Vaters, ohne Näheres,einen der beßten Baumeister des XVIII. Jahrh,in England.

Dawkl'ns, ( ) ein englischer Kupfer-

stecher , der für das in 1757. und 69. zu Londonerschienene Prachtwerke über Balbeck und Palmyraverschiedene Blätter gestbchen hat. Las«» nc. Lci.

Dawks, (Thomas). Srrutt führt ein Blattan, welches den Tod von Sir Edmon Bury God-frey, mit beygefügter Beschreibung vorstellt, undMit: prlutell kor 7VroM. Tiaren bezeichnet ist.

Daum, ( ) ein Franziskaner; baute um

1614. das Kloster und die Kirche seines Ordens zuWien, in der Weihburggasse, rslicolai.

Dapcig, ( ). So nennt die Handschrift

meines sel. Vaters ohne Weiteres einen Bildhauerzu Paris, der dort um 1790 gearbeitet habe.

Daumont, ( ) ein Kunsthändler, in des-

sen Verlag eine Folge von Bildnissen erschienenwaren. Mrc.

Davrk, ( ). So nennt 77 . einen englischen

Maler, nach welchem St. Fisher zu London dieBildnisse des jetzigen Königes in Dänemark undder Königin Mathilde gestochen habe.

* D au ehe, ( ). An die Stelle dieses Artt

im Lexikon setze:

— — (Johann Carl), geb. zu Großschochaubey Leipzig 1749. Baumeister und Kupferstecher,Baudirektor zu Dresden, und Mitglied der Churf.Sächs. Kunstakademie zu Leipzig (letztres seit 1774).Als Baumeister kennt matt von ihm: Den neuenConzertsaal im alten Stadtbibliotheksgebäude zuLeipzig; dann das Fußgestell zu der ebendas. in1730. aufgerichteten Statue des Churf. FriedrichAugust, und ein von ihm erfundenes beweglichesGerüste (beschr. inMeusels Mus- V. 92. u. f.).Als Kupferstecher erfand (?) er das Geheimniß derberühmten getuschten Manier des le Prince, undund lieferte in derselben ein Blatt: kulnsg ll'Uallsnach B. Breenberg; überdieß eine Landschaft mitGebäuden und Bruchstücken, nach Ebendemselben;dann Zeichnung eines Gebäudes mit einem Gefäng-nisse; ferner einen runden Gartensaal, in Formeines antiken Tempels, Alles im I. 1770. Lebtenoch 1789. Mensel I. und II.

Dau tun, ( ) ein Geistlicher aus dem

Schweizer-Kantone Waat, Prediger an der fran-zösischen Kirche in Bern. Auf der dortigen Kunst-ausstellung 1804. sah man von ihm ein großesOelgemälde, mit zahlreichen kleinen Figuren:Christus vor Pilaius; ein kleiner Christus amKreuze, zwey Pastell - Landschaften nach Verriet,und zwey Köpfe nach Piazetta, welche von demvielseitigen Fleiffe dieses wackern Dilettanten zeug-ten. Meusels Arch. I. 4. 63.

Darvel, (H), ein nenerer englischer Kupfer-stecher. Von ihm sah man in 1796. ein Blatt inEchwarzkunst geschabt: Kringels Lllssbetk, eon-iineä Her 8ister, nach I. Graham, das aberfür Zeichnung, Beleuchtung und ganze Behand-lung nichts minder als gerühmt wurde.lle»- br/ck-Merr III. 229.

Darves oder Darvs, (Philipp), ein eng-lischer Maler, Zeichner und Schwarzkunststecher,Schüler von Hogarth, der um 1760. in desselbenGeschmack arbeitete. Einige theils von, theils

Dayer, auch Da)>es, (Edmund), ein eng-lischer Kupferstecher, von welchem Basän (sec.Lll.) Kinder in einer Landschaft, nach Morland,77 . aber vier andre Blätter: kusric eourtsülp undkolite courtsklp, nach R. Thew (?) und dannzwey angeschirrte Kutschpferde nach F. Sartorius,letztre unter Leitung W. Pether's (1783.) wie esscheint Alle in Schwarzkunst geschabt hat.

Dazaincourr oder Dazincourt, (Blon-de!), Chevalier von St. Louis, Sohn des durchseine schöne Bibliothek bekannten H. von Gagni,ein Kunstliebhaber, der um 1758-63. für sein Ver-gnügen verschiedene Landschaften u. a. nach Bou-cher, Desfriches, I. G Wille u. s. f. in Tusch-manier und a la Sanguine geätzt hat. L. undLci. 55c.

Dean, (Hugh). So nennt 77 . (1790.) einenneuern Maler in England, nach welchem Benezechi?8Z. das Grabmal des Virgils und die Monu-mente der Horazier und Curiazier gestochen habe.

— — (Johann). Und so ebenfalls einen eng-lischen Zeichner und Kupferstecher, der, nach derMitte des XVIII. Jahrh, nach Jof. Chiari, F.Gainsborough, Jordaens, Murillos, Reynolds,

R. Romney, Rubens, I. Ruffel, Scaven u. a.vortreflich in Schwarzkunst gearbeitet, und ebenso nach seiner eignen Zeichnung ein großes Blatt:Miriam, einen jungen Knaben der auf der Leyerspielt (sagt 77 anstatt: Die junge Miriam), gelie-fert habe. Mrc.

Deare, (Johann), ein englischer Bildhauer.

S. G- Farrington.

*Debarre, ( ) wahrscheinlich derselbe,

unter dessen Namen 77 . ein bey Thomas Majorgestochenes Blatt: Kours llu lVl volle anführt.

Debeche, ( ) ein berühmter Ciselirer zu

Lüttich, blühete um i?8o. Meus. Miscell.XV. 151.

Deborre, ( )ein Kupferstecher, von demman ein Bildniß des Ebentheurers Cagliostro nachC. Guerin kennt. M>c.

* Debois, (M-). S. Martial Deebois.

— — (Peter), ein Kupferstecher von Leichen-Vegängnissen und Monumenten, der vom Abt von-Marolles und von Flor. le Lomre angeführtwird.

Deboissieux. S. Boiffieux.