Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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Denner.

(meistens Galanteriestücke) gestochen hat, von wel-chen Rost VIII. 284 - ein Dutzend anführt. InDem -Ilmsnsck clss Üsullx--Irt8 von izoz. kömmtderselbe unter den damals zu Paris lebenden Kunst«lern nicht zum Vorschein, ungeachtet er um gleicheZeit an dem bekannten Prachtwerke der Galerievon Florenz gearbeitet hatte. Allg. Lunstz. 315.

* Denner, (Balthasar). Derselbe hatte nurschlechte Meister; für seine Eltern mußte er eineSchenke besorgen, und konnte der Kunst bloß zer-streute Augenblicke der Müsse wiedmen. „Er ist"(sagt LVareler sehr gut) „kein nachahmenswürdiger,aber dennoch bcmerkenswerther Künstler wegender außerordentlichen Sorgfalt, die er auf seineKöpfe verwendete. Da sieht man sogar die Porender Haut, und zahlt die zartesten Falten ihres Ge-webes; bisweilen hat er selbst in dem Augapfeldie Gegenstände abgemalt, welche sich darinnspiegeln; und diese kleinliche Sorgfalt verhindertgleichwohl nicht, daß in einer schicklichen Entfer-nung seine Köpfe die Wirkung hervorbringen,welche sie hervorbringen müssen: Die Tusche daranist richtig, die Farbe ohne Manierung, der Aus-druck wahr. In den übrigen Parthicn hingegenist die Zeichnung sehr schwach, die Zusammensetzungohne Geschmack und Wahl, und sein Faltenwurfohne natürliche Form." Er arbeitete in Holland,England, Dänemark, Deutschland, und wurde —warum nicht? höher als die größten Kunstlichtergeschätzt. Eine ziemliche Anzahl nach ihm vonBaust, Bernigeroth, I. Canale, Folin, C. undF. Fritsch, I I. Haid und Wolfgang gestochenerund geschabter Blätter führt //. an Den alten,sogenannten Michael Ehrlich, in Schwarzkunst vonBaust, nennt der Gantkatalog von Brandes einseltenes Blatt.

— — ( ). So nennt auch L 'einen

Kupferstecher, der um 1630. zu Rom einige Blätterzu Lernest Meyers Schrift über die Schiffbar-machung der Tyber geliefert habe-

Denen, (Dominikus Vivant), geb. zu Parisum 1740. aus einer angesehenen adelichen Familie,fand seit seiner zartesten Kindheit ein so großesVergnügen an den schönen Künsten, daß er sichnicht als bloßer flüchtiger Dilettante, sondernernsthaft und wissenschaftlich damit beschäftigte.Dieser Hang blieb auch herrschend bey ihm, ober gleich in der Folge in diplomatischen Angelegen-heiten an die Höfe von Rußland, Neapel u. s. f.gesandt wurde. Da er aber bey der Königin vonNeapel, wie man sagt, wegen der Ueberlegenheitseines Geistes, in Ungnade fiel, so wußte sie esdahin zu bringen, daß man ihn nach Versailles zu-rückberief, wo er ohne ein öffentliches Amt lebte.Seit dieser Zeit wiedmete er sich ganz^der Kunst,hauptsächlich dem Kupferstechen. So atzte er z. B.in den I. 1735. und 36. verschiedene Stücke nachCarracci, mehrere Köpfe nach van Dyck und einigesnach Rembrandt. Den Martyrrod von St. PeterDominikaner-Ordens, nach Titian, nennt FüßltIII. 6e. ein geistreiches Blatt. Im I. r? 37 . über-gab er der Akademie ebenfalls ein geatztesBlatt: Die Anbetung der Hirten, nach Luc. Gior-dano, welches ihm wahrscheinlich seine Stelleunter den Mitgliedern derselben erwarb. Um die-selbe Zeit hatte St. Aubin nach ihm einige (unbe-deutende) Bildnisse von Sal. Geßner, Voltaire,und Dorat (letztres ohne Namen, bloß mit derUnterschrift: ls plslsir S5t son äieu etc.) gesto-chen ; Nee und Masquelier dann etwas Bedeuten-deres: le Dejeuner äs kerney-, wo man den altenVoltaire im Bette, Mad. Denis und den PeterAdam neben neben ihm siehet. Aber mit alle demwäre dieser kunstreiche, geistvolle Mann allmäligwieder in gänzliches Dunkel verschwunden, alsBonaparke die Expedition in Aegypten unternahm,und Denen einer der ersten war, der sich mit zuder Reise entweder anerbot, oder dazu aufgefor-dert wurde. Die Frucht davon, seine Voy-sZe

<lan3 la bs88s er staute L§ypts, penllant la 6am-xa§ne «je konaxarte (Iinxer, kost 2. Vol. S8Z- s>.

DeNys. 27Z

texte avee. 150. e8t. -In. X. ?ar!s, cstes DI60V1'ame 400. st.) ist in ganz Europa, theils in derUrsprache, theils durch Uebersetzung bekannt. „Nach-richten von Aegypten" (sagt Fierille III. 53g.)„und dessen Monumenten, sind an sich äusserst in-teressant; sie erhalten aber einen noch höhernWerth, wenn ein Mann, wie Denen, der fürAlles" (in der lebenden und leblosen Natur) „soviel Sinn hat, die Gegenstände richtig undscharfsinnig auffaßt, und sie" (mit Wort und Grif-fel) „so lebendig darstellt. Der Enthusiasmus,die Aufopferung, womit er dem Klima, so wieanderm Ungemach, und Abentheuern aller Art trotzt,oft mit dem Degen in der Faust die Gegenstände"(auf das Papier und in seinen Geist) »auffaßt,seine von Vorurtheilen freye Denkart, ja sogar bis-weilen seine" (harmlose) „National-Eitelkeit, er-weckten lebhafte Theilnahme für den Verfasser, undein Mtes Vorurtheil für sein Merk," das daheranfänglich vielleicht ein wenig zu hoch, so wiespäterhin weir zu rief gewürdiget wurde Denn— wir sagen nicht einen Alles umfassenden undseinen Gegenstand erschöpfenden — aber einen an-schaulichern Begriff von Menschen und Dingen,von Natur und Kunst in jenem wunderreichenLande,hat uns noch Keiner gegeben wie Er es in dem —mag es immer seyn bisweilen wortreichen, aberstets geistvollen Texte, und in den 150. Tafelnthut, die er alle selbst am Orte und Stelle, nurselten nach kurzen Stunden aus der Erinnerung,und auf der Platte 54. ^ sich selbst unter denRuinen von Hierakompolis, in seinem eben auchruinenartigen Reise- und Künstlercostum gezeich-net hat (die Copie eines andern von ihm selbst ge-zeichneten und geätzten Bildnisses s. doch in ver-jüngtem Maaßstab, an der Spitze des Aprils derAUg. geegr. Ephemer,den von 1303.). Daßer eines der bedeutendsten Mitglieder des in Egypsten im I. VI. errichteten Instituts zur Aufmunte-rung der Wissenschaften und Künste war, verstehtsich von selbst. Seit seiner Rückkehr wurde er zu-folge des Dekrets der fränkischen Regierung vom2z. Jan. -803 zum Mitglieds der vierten Klasse(der Schönen Künste) erster Sektion (der Malerey)des Nationalinstituts zu Paris, seither zum Gene-raldirektor des Museums Napoleon, und Aufseherüber die National - Manufakturen der Gobelins,von Sevres, de la Savonnerie und de Beauvaisernannt. Flerille 1 . c. Rest VIII. s8c>—8r. undMrc. Einige Kunstfreunde besitzen eine seltene,vortreffliche Schaumünze, welche dieser »«ermüdeteMann, nach seiner Erfindung und Zeichnung, zuEhren des ersten Konsuls prägen ließ, die auf demAverse das gehelmte Brustbild desselben, mit derUmschrift: ärmö pour ls?six, auf dem Reverseaber den Storch, als Sinnbild der Wachsamkeit,auf einem Fuße stehend, einen Kiesel haltend, undin Exergue die Junschrift enthält: -I konaparte,Devon, Directeur äes Nasses. Allg. Runstz. 318.

Denes oder Desnes, ( ). So nennt

K. einen Kupferstecher, Buch - und Kunsthändler,und Ingenieur - Geograph, welcher Sphären ver-fertigte, und einige Blatter von geringer Bedeu-tung in seinem Verlag hatte. Selbst dann soll er,neben anderm ein Paar Bildnisse: Des PabstesClemens XIV. nach Dominicus Porta, und desGenerals Paoli, gestochen haben.

Deny, (Johanna), eine französische Kupfer-stechers , geb. zu Paris r ?49 arbeitete dort um^ 775 . an den Voz^Aes pittorssgues ä'Itulie undäs ls 8 ulsss, auch mit Pasquier an dem Planeder Stadt Paris. Nach Dalens kennt man vonihr ein Blatt: ls stets urän Narcfle. undMrc.

— — (Martial), Bruder der abgedachtenKünstlerin, ebenfalls Kupferstecher, geb. zu Paris1745. Schüler von le Veau, der nach verschiedenenMeistern gearbeitet hat. L.

Denys, (Franz). So nennt A einen Maler,der um 1650- gelebt, und nach welchem Jer. Falk,