Holle.
Hölzer. §6z
vertue'« oben angeführter Schrift gezogeneNachrichten über ihn, s. inB aum ga r te ns und^emlers brittischen Biographien VI. Z71.
ff und in einem Aufsätze von I. E. Grüner inUeusels Mus. IX. 274-82.
äolle, (Wilhelm). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher, der um 161Z. zuLondon gearbeitet habe.
^ ( ), Architekt in Göttingen, lehrte
um 1806. auf der dortigen Hohen Schule Verschie-denes von mathematischen Wissenschaften, nament-lich auch das Planezeichnen für praktische Geo-metrie; dann die Wasser - Brücken - und Mühlen-baukunst; auch die Civilbaukunst, theoretisch undpraktisch.
Hollier, ( ), wird als ein guter französi-
scher Miniaturmaler und Schüler von Jsabey, vonfiorillolll-622. lediglich angeführt.
Hollorvay, ( ), ein vorzüglicher engli-
scher Kupferstecher. Von ihm kennt man, nebenAnderm, nach der Scene des IV. Akts der Wei-ber von Wmdsor ein Blatt nach R. Smirke fürdie Shakespears - Galerie. In 1806. gedachteer die 7. Raphacl. Cartons (es waren ursprünglich12.) zu geben. Geffenrl. Nachr.
Hol«mann. S. Holzmann.
Holst, (Jacob), ward i6ZZ.Kurfürstlich-Bran-denburgischer Ingenieur mit einem monatlichenGehalt von 120. Rthlrn. Er arbeitete an denFestungswerken verschied»« Städte, besondersvon Berlin und Spandau. M'colat.
* — —' ( ), der Maler. Derselbe ist nicht
(wie es im Lex. geschieht) mitHeinr. Hülst zu ver-wechseln. Holst, wahrscheinlich in Hamburg ge-boren , lebte dort um 1700. Er scheint ein Schülervon C> Poelenburg, Cuylenburg oder Verdangengewesen zu seyn, da man sehr viele Bilder im Ge-schmacke dieser Meister von ihm findet. Die meistenderselben sind historischen Inhalts, und bisweilensieht man dergleichen, wo er G. Douw und Mierisglücklich nachgeahmt hat. Zeit und Ort seinesTodes sind unbekannt. Hamb. R
* Holstein, (Cornelius), Maler, Kupfer-stecher und Knpferätzer. Rost V. Z25. setzt seinGeburtsjahr zu Harlem (glaublich richtiger als dasLex.) in 1620. und seine Blüthezeit ju Amsterdamin i 65 i. an. Er arbeitete für das Kabinet Reynst,neben Anderm eine sitzende, reich bekleidete Dame,(welche man für Jsabelle d'Efle, Marquisin vonMantua halt), nach Correggio, oder Jul. Roma-nus. Was Corn. Danckers, I. Groensvel, undbesonders M. Mouzyn nach ihm gestochen (meistGattungsstücke) findet sich am Beßten im Wrnkler-schen Gantkatalog verzeichnet. Rost I. c. irretsich, wenn er die 6. Kinderspiele, als von ihmselbst geatzt angiebt.
— — (Peter), Maler und Stecher mit derNadel und dem Grabstichel, geb. zu Harlem um1082. und blühend in Holland zu Anfang des XVI l.Jahrhunderts. Man kennt meistens Bildnisse von'hm, die er theils nach eigener Zeichnung, theilsnach A. Liets,, G. ter Burch u. a. gestochen hat,""d wovon eines, nach letzterm, unsern Künstlerlelbst, in der Calotte und mit einem kleinen Schnurr-bart vorstellen soll. Dieselben sind von 1602. bis'E- was ein hohes Alter bey ihm voraus-Icht. Rost V. Z24. A-a-rsteL u.
Holt, ( ). So heißtimTüb.Morgenbl.
^.07. S. 676. ein Kupferstecher zu Berlin, welcherv>e Kunstschönheiten der Nonne, eines Gemäldesder dortigen Ausstellung von P. Bardou (aus dervrandenburgischen Geschichte) so schön übertragenyave, daß die kleinen Fehler der Composition hier,das Colorit nicht mehr besticht, freylichsichtbarer werden. .
Holtutn, (Jacob), Mühlenmeister von Delftin Holland, war um i 584 . Baumeister zu Berlin,wo er die Thürme der Nicolai- und Marienkirchenbauete. Als ein kunstreicher Mann ward er fast zuallen Gebäuden dieser Stadt gezogen. M'colai.
Holwein, (Elias), Buchdrucker und Form-schneider zu Wolfenbüttel um 1622. Mrc.
Holzach, (H.) So wird irgendwo, ohneWeiteres, ein Kupferstecher genannt.
Holzemer, (Carl Ludwig), ein Petschier-und Münzstempelstecher, geb. zu Hanau 174.7.lernte diese Kunst ohne Unterricht, und arbeitete inDiensten seines Landesherrn. Er lebte noch 1780.Mensel ll. und Mlsc. XIV. no.
* Hölzer, (Johann). In einem Aufsätze inMensel« rJ. Mlsc. II. 2Z6. wird sein Geburts-ort genauer als im Lex. u> a. zu Bourgeiß, nahebey dem Benediktiner-Kloster Marienberg im Vinsi-gau angegeben. Er war eines dortigen MüllersSohn, und (wie es dort heißt) seine Braut (die erbey seinem Tod hinterließ) die Tochter eines Dorf-wirths; „denn ein Augsburgisches verlangte ernie, weil sie nicht nach seinem Geschmack waren,wie sein Schüler F. A- Zelller, öfters erzählte."„Ob Hölzer" «wird dann fortgefahren) „Freudedaran haben würde, seine verdienstvolle Arbeit inAugsburg mit nicht mehr Nachdruck" (von Nilson)--in Kupfer gestochen zu sehen, mag dahin gestelltseyn. Kaum kann man sein Äug davon wenden,einen Gott in Menschengestalt so erhaben, und dabeyso sanflmülhig und unschuldig leidend zu erblicken.Wenn es nur besser gegen Wind und Wetterbeschützt wäre. Auch Pjlatus, er sey als Privat-oder als Staatsmann, ist vortreflich geschildert.Durch diese Arbeit erhielt er das Bürgerrecht.In Meu sels Mlscell. VIII. S. 94. wird vonihm gemeldet-, daß er an Tiepolo und Piazettareiche. Allein er war ein gründlicher Zeichner so-wohl in Ansehung der Anatomie als des akademi-schen Muskelsystems in dem Nackten, und brachtedavon nur das an, was dazu gehört, weder zuwenig noch zu viel; was von den erstem hingegeneben nicht behauptet wird, da man sie" (ja wohl,mit Recht) „gewisser Manieren beschuldigt; sowie diese Grundfestigkeit im Nackten sogar an denmeisten Werken Van Dycks und Rubens vermißtwird." Uebrigens glaubt H. Mensel in einerAnmerkung zu dieser naiven Stelle, daß ihr Urheberdie diesfällige Meynung des H. Hofralh Zapf« inseiner Biographie von Hölzer (I. c S. 79—ivo.)nicht recht gefaßt habe. Aus dieser letztem holenwir von dem Leben und der Kunst eines gewiß mehrals gewöhnlich merkwürdigen Mannes Folgendesnach: In dem erwähnten Kloster Marienberg stu-dirte er anfänglich die Inferior« und die Logik;allein sein Trieb zur Kunst, dem man noch so vieleFesseln anlege» wollte, war unwiderstehlich. Zuarm, Farben zu kaufen, preßte er von Blumenund Kräutern den Saft aus, sammelte Blut, Kalk,Polus, Rothstein und Ofenruß, und malte damitauf Papier, Leinwand, Wand und Mauern. Schonunter seinem ersten Lehrer, Auer, konnte er Bildervon eigener Erfindung ausweisen, welche großeAufmerksamkeit verdienten. Schon wurde er vondem Maler Merz nach Straubingen verschrieben,um die Kirche in Ober-Altach zu malen; sein erstesöffentliches Werk, das ihm viele Ehre machte.Alsdann gieng er nach Augsburg, erst eine Weilezu dem Maler Roblez in die Kost, dann zu Berg-millem, bey dem er sich sechs Jahre, mehr alsFreund wie als Schüler aufhielt. Gemeinschaftlichmalten sie damals in mehrern Kirchen, und vondieser Zeit datiren sich Hölzer« meiste Aetzarbeiten.Bergmiller wollte ihm seine Tochter zur Frau geben;„allein" (lustig zu hören) „der künftigen Schwie-germutter kamen seine Klugheit und tiefe Einsichtin alles, was schön und vortreflich war, zu hochfür, und waren ihr anstößig" — ein Anekdoton,das sich mit seinem oben angeführten EntschlüsseCccc 2