Dielai.
* Dl'elak. S. Surchi.
Diemar, (Benjamin), Emanuel Matthiasund des im Lexikon enthaltenen Nathanacls Bru-der; geb. zu Berlin i? 4 r, lernte bey Nathanael-Im I. l?6s. gieng er nach Paris, wo er sich imOelmalen übte, hielt sich nachher drey Jahre inRom auf, und legte sich aufs Geschichtsmalen.Um l?75- arbeitete er auch zu London. (Jicolai.
— — (Emanuel Matthias), Benjamins undNathanaels Bruder, geb. zu Berlin 1720. Er ar-beitete sehr künstlich in Edelsteine u. Stahl an Degen-gefäßen, u. s. f. die er mit Gold incrustirte, eine Zeit-lang zu Paris, und um 1770. zu London. Dort gaber 1777. zwey von ihm selbst auf Zeichnungsartgeatzte Blätter mit Blumen. Mcolai.
* — — (Nathanael). Derselbe war auch
Mitglied der freyen Künste zu Berlin, und st. dorti? 34 . Er hat auch Einiges in Kupfer geätzt. Soführt der Winklersche Katalog z. B. von ihmdrey kleine Blätter (175?. datirt), einen jungenMann, eine junge Frau, und einen ältern Mannim Kragen an.
Diemen oder Diemin, ( van). Sonennt Ff einen Maler, nach welchem H. Barydas Bildniß des Theologen G- de Mey gestochenhabe.
* Diex> penb'eck, (Abraham van). Der P.Resta setzt sein Geburtsjahr in 1603, d'Argens-ville vollends in 1620. beyde wahrscheinlich irrig.„ Seine zu überladene Zeichnung " (sagt Waxeler)ist übrigens im Geschmacke seines Meisters,Rubens. Dann aber hatte er eine leichte Kompo-sition, ein lebhaftes Colorit, und eine schöneKenntniß des. Helldunkels. Er würde vielleichteinen großen Ruf erlangt haben, wenn er sich nichtzu oft der Malerey entzogen hatte, um bloß Zeich-nungen zu verfertigen, welche zu Bücherverzierun-gen oder gar für die (Handwerks-) Brüderschaf-ten, (zu sogenannten Kundschaften) dienen sollten.Um seinen Geschmack kennen zu lernen, reichen seineBavlsaux äu Nsmpls äs Nuses hin, welche ausdem Kabinette des H. Favernau genommen waren,wozu der berühmte Abbe de MaroUes den Text,und einige der beßten Stecher der Zeit die Kupfergeliefert. Dieses Prachtwerk erschien Anfangs zuParis (1655.) mit 59- Tafeln. Dann lieferteDenos davon eine neue Ausgabe, unter demTitel: Oollection originale äs8 tablsanx les plusinteressans äes Usthaniorpkoses ä'Ovläs etc.xour prevenir 1s publis sur taute contreksctionet prineipslement sur seile ä'Amstsräam eu 1735.Diese letztre, welche B- picart, mit etlichen an-dern Künstlern, unter dem Titel: Nsiupls äesMuses, in 60. Blattern veranstaltet hatte, konnteman indessen (wie Ff. richtig bemerkt) keinen Nach-druck heissen, da zwar Dieppenbecks Ideen bey-behalten waren, sonst aber die Menge Veränderun-gen damit vorgenommen worden. Nach dieser Aus-gabe erschien dann auch (Amsterdam und Leipzig-1754.) eine deutsche Uebersetzung von C. G. Stock-mann. Die Menge andrer nach diesem Künstlervon bessern u. schlechtem Meistern gestochenen Bild-nisse sowohl als historischen Blätter (diese guten-theils geistlichen Jnnhalts) finden sich ausführlich,und in Klassen gereihet, bey Ff. auf 12. Seitenverzeichnet. Lonk. den winklerschen Katalog,wo ebenfalls eine namhafte Anzahl derselben sehrgut beschrieben und gewürdigt werden.
Dr er ick, (Jakobsz), ein Maler und Form-schneider zu Amsterdam. Man hat von ihm dasLeben und Leiden Jesu Christi auf 64. Blättern von152z. Er starb 1567. 6arrcie//r«r. Ff. indem erihn bloß nennt, weist auf den Art. eines folgendenTheils seines Werks, der niemals erschienen ist,und nämlich auf walther van Assen.
Dies, (Albert Christoph), ein Landschaftsmalervon Hannover, arbeitete schon um » 784 - und, soviel wir wissen, bis gegen das Ende des Jahrh.
Dieterlin. rgz
zu Rom, hauptsächlich in Acquarell mit verdien-tem Beyfall, und mit eben so freyem Pinsel, nurmit weniger Kraft, als Ducros und Birrmann,welche um dieselbe Zeit für die ersten in diesemKunstzweige geachtet wurden. Winkelmann undsein Jahrhundert, S. ZZ5. und Mensel II. dervon seinen Gemälden die Kaskatellen von Tivoli,eine Aussicht des Vesuvs mit dem Meerbusen, undeinen Theil der Stadt Neapel anführt, und dabeyweiter auf den D> Merk. 1736. Jan. S 73. u ff.verweiset. Nebenher weißt dieser Künstler, dergegenwärtig (iZoö.) in Wien lebt, die Radirnadelsehr geschickt zu führen. Schon in frühern Tagen(1790.) kannte Ff. von ihm etliche Blätter aus derGeschichte von Rinald und Armida. Späterhin(l 794 - 97 >) gab er, vereinigt mit Reinhard undMechau, die bekannte schätzbare Sammlung vonAnsichten römischer Gegenden und Alterthümer,welche in 12. Lieferungen im Frauenholzischen Ver-lage (zu 2. Lhlr. das Heft) erschienen waren. Diedarunter von Die; befindlichen 16. Blätter führtder winklersche Katalog an.
* Diesel, (Matthias). ^ Ff. schreibt: Die-sel oder Dizel, Matthäus), und kennt vonihm auch einen Prospekt der Stadt München.
* Diest, (Adrian van). E. Kirkal hat nachihm einen Seehasen bey Mondschein, in blau Hell-dunkel gestochen. Ff. Einige Bildnisse von Faberhingegen, welche er anführt, gehören wohl zuver-läßig dem Bildnißmaier I. van Diest an, wennschon eines bey Ff. wirklich den Namen A- vanDiest, ein andres hingegen ausdrücklich den rich-tigen trägt.
Dierel, (Christian), des nachfolgenden FranzBruder, arbeitete, gleich demselben, zu Wien;und kennt man von ihm, neben anderm, zwanzigBildnisse der Herzoge von Steyermark, von C.Hocaro an bis auf Joseph II. Ff.
— — (Franz Ambrosius), Kupferstecher zuWien, wo er 1730. verstorben ist. Derselbe ar-beitete nach verschiedenen Künstlern, meist aberHeiligenbilder, und für Buchhändler. Ff.
Dierelbach, (Franz), geb. zu Saatz iuBöhmen 1722, arbeitete zu Berlin, und malte fürdie dortige Königl. Porzellanfabrik die vorkommen-den Bildnisse. Meusel II. dem unbekannt war,ob er 1739. noch lebte, da M'colai ihn weder unterden Lebenden noch unter den Todten anführe.
* Dieter ich, (Wendel), von Steerenhält ihn eigentlich für einen Schreiner Im I.1598. kam er mit einem Gehalte in BayerscheDienste. Ff. nennt ihn Maler und Baumeister vonStrasburg, und somit, gleich dem Lexikon, fürDenselben mit dem bald folgenden Wendel Die-rerlitt.
Diererlin oder Diederlin, (Bartho-lome). Des gleich folgenden Hilarms Sohn, einKupferstecher von Strasburg, geb. 1610. In sei-nem eilften Jahre gab er schon ein großes Blattnach seinem Vater, mit der Unterschrift, die diesAlles bewährt: Uons Ollvarum in kessälcatorunrLollsAlo äepictus et Fon. 1621. a ülio suo 6ar-ttiolomseo, äst. snse XI. anno äelineatus. 7 F.
— — (Hilarius), Maler. S. den vorher-gehnden Artikel.
* — — (Wendel). S. oben Wendel Diete-rich. Falls diese beyden Namen je, wie vonSrerren glaubt, zwey verschiedene Künstler be-zeichnen sollten, so würde immer das meiste, wasFf. von seinem Wendel Diererlin sagt (dasBildniß des Künstlers, von ihm selbst gemalt undgeätzt, etwa ausgenommen), auch wahrscheinlichauf ihn allein passen. So sein Buch über die fünfSäulen - Ordnungen, mit seinen Holzschnitten,Fol. Strasburg 59 ?- und Nürnb. 598 und 655.So ein Buch von Bildnissen und Thüren (Ulvrs
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