283 Dioscorides.
einem geschnittenen Stein, welcher den Kopf einerBacchante vorstellt.
* Dioscorides. Mehreres über und vondiesem alten Steinschneider s. bey x>. 64—73.
* Diphilus. Mehreres über ihn s. bey
7z—74.
* Dipoenus und Scyllis. Nach Win-kelmanns Vermuthung waren sie es, welche dieSchule zu Sicyon stifteten. Zu Theben sollen sieeine Hilarilia und Phoebe, nebst den Pferden desCastor undPollux, aus Ebenholz und Elfenbein ver-fertigt haben. /Älterm; II. Mehreres über sieund ihre Arbeiten s. gesammelt in MenselsNeuen Misc. IX. 35.
Dirick, Diricks oder Diricksen, auchDirecksen, (Christian). So nennt L einenKupferstecher von Hamburg, welcher nach C.Schwarz ein jüngstes Gericht gestochen habe.
— — — — (Dirick) Und so einen andern,ebenfalls von dorther, von dem er eine AnzahlBildnisse großer u. kleiner Herren mit 1646. u. 1747.(wie verträgt sich das?) datirk, anführt. Wirglauben indessen, daß das erstre Datum das rich-tige sey, da solches auch noch anderwärts erscheint.
* — — — — (Jakob), sott nach der-selbe mit Jakob Lornelisz seyn.
— — — — (Johann). So endlich nenntebenfalls A) wieder einen Kupferstecher, der nachverschiedenen Meistern, und, ohne Namen desMalers, neben anderm die Bildnisse Heinrichs IV.von Frankreich und der Königin Maria gestochenhabe.
* Discepoli, (Johann Baptista). LanziII. 462. nennt ihn einen der wahresten, stärkstenund saftigsten Coloristen seiner Zeit, den man dannübrigens freylich eher unter die Naturalisten alsunter die Idealisten zählen müsse. Ein Fegefeuerzu St. Carlo in Mailand hält er für eine seinerkünstlichsten Arbeiten, und eine St. Therese in derKirche dieser Heiligen zu Como für eines der Letz-ten Gemälde in erwähnter Stadt.
Di'stau, ( ). Von einem Maler dieses
Namens siehet man in einem Zimmer des Rath-hauses in Nürnberg die Geschichte der Weisen ausMorgenland, von Murr.
Disielbart,( ). So wird im Almanachäes Ueaux-^rts von iZc>3. ein damals in Parislebender Bildhauer aus der Zahl der sogeheissenenLculptsurs ?räcticien8 (Restauratoren?) genannt.
D l'ssarr, ( ) ein neuerer Kupferstecher zu
Paris. Von ihm kenne man, neben anderm, ein1805. nach Schal sehr fleifflg und geistreich gesto-chenes artiges Blatt: ä. la 8 a§s 88 s. Mrc.
Dl'rmar oderDr'tmer, (Johann), ein nie-derländischer Kupferstecher, geb. um 1538, blüheteum 1574- Man weitzts nichts anderes von ihm,als daß er nach C. Broeck, M. Copie, M. deVosu. a. Meistern seines Geburtslandes, nach letztermdie zwölf Apostel, nach dem ersten aber einen Christusauf den Wolken sitzend, von Engeln umgeben,welche die Passions - Instrumente tragen mit demEmbleme der vier Evangelisten, gestochen habe;u. man kan nach diesem Blatte besonders urtheilen,daß sein Styl dem von Com. Cort gliech, dessenrichtige Zeichnung ihm aber fehlte. Rost V. 138-
* — — S. auch Dietmar.
Dirmars, (G ). So nennt A) einen Maler,
Dobilty.
nach welchem A. Blooteling, I. Falk und H. vanHensberg die Bildnisse etlicher holländischer,dort benannter, Gottesgelehrten gestochen haben.
Dittman, (C.). So nennt L einen Malerzu Prag, nach welchem Schurer das Bildniß CarlJosephs, Erzherzogs v. Oestreich, gestochen habe.
Dr ttmar, (Niklaus), Abt-Fuldaischer Me-dailleur und Münzmeister; schnitt r ?44 eine Thaler-förmige Medaille auf das tausend jährige Jubi-läum dieser Abtey. Sammlung berühmterMedailleurs bfo. 480.
* Ditzsch. S. Diersch.
Divige 0 n, ( ). So nennt die Handschriftmeines sel. Vaters einen Miniaturmaler, der umi? 4 o- zu Paris gearbeitet habe.
Dixnar, ein Gasconier, und Pigage vonMannheim, verfertigten die Risse zu Wiederachbauung der 1765. abgebrannten Abtey und Kirchezu St. Blasien im Schwarzwalde, slkrc.
Dixon, (Johann). So nennt S) ohne Wei-teres, einen englischen Miniaturmaler, der 17,5.verstorben sey.
* — — (I), der englische Maler und be-rühmte Schwarzkunststecher, hieß ebenfalls Johast.L. führt ig. meist englische und niederländischeMeister an, nach welchen er gestochen hat; so-dann, ohne Namen des Malers, das selteneBildniß des Lordmajors von London, Will. Beck-fort's in ganzer Statur (1771.), und ein, auch vonihm gezeichnetes, allegorisches vorzügliches Blattauf den damaligen Zustand von England, mit derUnterschrift: l'ke Oracle. Noch ein Paar andreBildnisse, und: Kembranät8 krame Nacker nachRembrandt, führt der Gantkatalog von Bran-des an.
* DlZel. S. Diesel.
DiZiani, (Anton). Von einem italienischenKupferstecher dieses Namens führt S. sechs Land-schaften, unten mit italienischen Versen, an.
* — — (Caspar), geb. zu Belluno, starb zuVenedig 1767. Lanzi II. 214. der ihn für einenSchüler von Seb. Ricci hält, nennt ihn einen fer-tigen Künstler in theatralischen und macchinosenArbeiten, und daher (?) in Deutschland gebraucht;nebendem einen Maler von artigen Kabinetstücken,dergleichen man z. B. in den Häusern der HH. Sil-vestri und Castlini zu Rovigo finde. Nach ihmhaben Giuliani, Tss. Viero und F. Zucchi einigewenig bedeutende Blätter (Bauerntanze, Dorfhoch-zeiten u. d. gl.) gestochen, die bey L und Winklerverzeichnet sind *).
Dnipa, (L. v>). Diesen Namen findet manauf einer Spanischen Schaumünze von 154?.Gamml. berühmter Medailleurs 45s.
* D», (Johann). „In spätern Tagen" (sagtLanzi I. 630). „milderte er den Styl seines Mei-sters Ribera, und war angenehmer in der Car-nation."
Dobbeler oder Dobler, ( ) ein Bild-
nißmaler von Mündelheim, arbeitete um 1750. zuLandsberg. M. Pool hat nach ihm gestochen.
Dobicht. S. Dabicht. Hier ist noch zubemerken, daß Meusel li. unter dem NamenDobichr, ihn Medailleur zu Bückeburg, und ge-bürtig von Cadolzburg im Fürstenthum Anspachnennt.
D 0 billp, ( ). So wurde im -Umsnacb
") Mit diesem Artikel schließt sich eine unsrer reichhaltigste» Quellen, das viciiormsire 6e, Grünes des H..vsnHeinecke, aus welcher wir, dankbar, so manche gute, aber auch so manche rwepdeutige Nötigen zu schöpfenGelegenheit hatten.