Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
Seite
331
JPEG-Download
 

Ermeltvauk.

luilt sich selbst im Widerspruch) einige seiner geist-reich geatzten Landschaften, mit Ruinen und Thie-staMct, ausdrücklich Mit: Lrmels kec. 1697.anflihrt. Der winklersche Katalog kennt, nebstmebrern andern, von ihm 6. kleine Landschaftenmit Ruinen, welche Einige B. Breemberg zu-schreiben, und rühmt an denselben besonders dasschöne Dlatterwerk. Dann hak ebenders. Katalogeine Landschaft mit liegenden Schaafen und einemelnaeschlummerten Schäfer, nach einer Skizze vonihm, von dem Ingenieur - Hauptmann Cuvilliesgestochen.

Ermeltraut, ( ). So nennt der wink-

lersche Katalog einen Maler und Kupferätzer vonNürnberg, und führt von ihm eine Anbetungder Hirten bey der Krippe, nach seiner eignen Er-findung, mit l?57. datirt, an.

Ernest oder Ernst, (Carl Matthias), Mä-ler, Zeichner, Kupferstecher und Kupferätzer, geb.zu Mannheim l? 58 . Er lernte das Zeichnen beyVerhelft und Verschaffest; alsdann gieng er 1778.nach Basel, um in C. von Mechels Kupferstecher-Institute zu arbeiten; aber aus Unzufriedenheitverließ er es bald. Nachher arbeitete er eine Zeitlang für eigene Rechnung, nach Franz Schütz,namentlich auch den großen Rhein-Fall, aber mitwenig glücklichem Erfolge. Hierauf hielt er sicheine Weile am Würtembergischen Hofe zu Müm-pelgard auf; von da kehrte er 1731. nach Mann-heim zurück, wo er von neuem die Akademie fleissigbesuchte. Im I. ,78z gieng er nach Kirchheim-Polanben zum Prinzen von Nassau-Weilburg, alsZeichenmeister. Zu seinen beßten Blättern gehören:Die Mutter des Rubens, (1775. schon) nach Ru-bens, und die beyden Bildnisse des Prinzen undder Prinzessin von Nassau-Weilburg, die auf eineneue Manier in Farben abgedruckt waren. Spä-terhin kündigte er zwey neue Blätter: 1 a Oontl-nence <ls 5cipion , und eine Geißelung nach eignerErfindung, mit ziemlicher Selbstgefälligkeit an.Rost U- 465—66. und Meusel II. wo von ihm,neben Andern,, eben ein Blatt: Scipio's (nichtEophi'ens, wie es dort heißt) größter Steg,nach Golimena ( ,788 ) angeführt, und dabey dasSpeftaculöse erzählt wird: „Dieses Blatt hat ernach einer von ihm erfundenen Manier bearbeitet,indem nämlich, auf heraldische Art " (0 Jam-mer!) „die Farben durch verschiedene Schraffirunsgen angedeutet sind. Es wird hievon dem Publi-kum mit der Zeit Nachricht gegeben werden." Eineausführliche Jugendgeschichte unsers Ernst's (wiees scheint von einem seiner Freunde verfaßt) welchebis zu seiner Berufung nach Kirchheim geht , befin-det sich in Meusels Museum VII. 53-80.und verdient, ihr äussersten Seltsamkeit wegen,nachgelesen zu werden. Ob dieser Künstler der-selbe sey, von welchem ein Verzeichniß meines sei.Vaters 8 . v Match. Ernst Landschaften n. Bouchers,Fcrgs und Zuccharelle's Zeichnungen anführt, ist unseben so, wie überhaupt seine weitem Schicksale un-bekannt; und nicht minder, ob er gar Einer undDerselbe mit demjenigen Honest seyn möchte,welcher seiner Zeit in öffentlichen Nachrichten einfranzösischer Künstler genannt wurde, der nach derNatur die europäischen Sommervögel zu Engra-melle's Prachtwerke gemalt hatte, welches überdiesen Gegenstand in 7. gr. Oktav-Bänden im I.r? 7 S- zu Paris erschienen war?

Ern 0 u, (Peter). So nennt sich ein uns sonstganz unbekannter französischer Künstler, nach wel-chem G. Edelink (1694.) ein sehr schönes Bildnißdes Kupferstechers P. Simon gestochen hat.

Ernst, (Martha), eine geschickte Zeichnerinund Gouache - Malerin zu Bern, lebte (1806.) zuJnkerlaken, wo sie dem zu Untersten wohnendenKupferätzer und Maler König, bey Ausführungseiner mannigfaltigen Kunstunternehmungen behal-fen ist. Auf der Ausstellung zu Bern , 8 o 4 - sahMn von ihr ein gezeichnetes Blatt: Is Olmt xum.

Erringet. Zzr

welches sehr gerühmt wurde. Mensel Arch.IV. 65.

Errante, ( ). So wird in den Kou-

velis 3 äes Hrt 8 (IV. 225.) ein italienischer Künstlergenannt , dessen Arbeiten (in welcher Gattung wirdnicht gesagt) wahrend der Anwesenheit des KaisersNapoleon zu Mailand 1804. die Aufmerksamkeitdesselben vorzüglich mit auf sich gezogen hatten.

* Errard, (Carl). Einige setzen sein Geburts-jahr in 1601. und das seiner Wahl zum Direktorat«der französ. Akademie zu Rom in 1665. wohin er1666. mit zwölf von dem Könige unterstützten fran-zösischen Jünglingen abgieng, und wo Man ihnbereits, wahrend seines frühern Aufenthalts da-selbst in 1655. zum Mitgliede der dortigen Akademievon St. Lukas angenommen hatte. Auch war ereiner der zwölf ersten Mitglieder der Könjgl.Französ. zu Paris. Das Unternehmen, diese bey-den Institute miteinander zu verbinden, wurde vo»dem römischen vereitelt. Von der Hand dieses ge-schickten Mannes rührten die Zeichnungen zu derersten und zweyten Ausgabe der ?araleiie äs 1 '^r--eftitectuvearioienns et mossrne her, u. eben lo die-jenigen zu den vortreflichen, für Künstler so nütz-lichen anatomischen Tafeln, welche durch Hülfe derAerzte B- Genga und I. M- Lancini unter demTitel ans Licht gestellt wurden: -loatomia peruso et intelligent 6el Disegno etc. Ivl. stom.691. Fiorillo III. 254—35. Die der KöniginChristina zugeeigeten Vasen, von welchen dasLex.spricht, waren nicht von ihm selbst, sondern vonLournier geätzt. Ein Verzeichniß der nach seinenZeichnungen gestochenen Bildnisse und historischenBlätter ist um so viel schwerer gehörig ausfindigzu machen, da wir einige Spuren noch von einemandern Carl Errard finden, der zugleich Zeichnetund Kupferstecher gewesen seyn soll Einzig ju-verlaßig aber hat nach ihm I. Marot vier Planevon der Frauen-Kirche de l'Affomption in der St.Honore - Straße zu Paris gestochen. Von ihm,als Baumeister, sagt dann Milizia (Lä. ter?. II.197-98 ): „ Während seines Aufenthaltes zu Rombeschäftigte er sich, die vornehmsten Werke deeneuern Baukunst zu messen und zu zeichnen, unddaraus einen Anhang zu Ebambray's Paralelle zuverfertigen. Allein der Tod hinderte ihn an dessenAusführung. Seine (oberwähnte) Kirche dell"Assumzione zu Paris beweist eben nicht viel fürseine praktische Kunst. Und doch hatte er an zweyandern Kirchen in der Nähe (von Mansard undChaillot) so vortrefliche Beyspiele vor Augen. DieHauptfa^ade der seinigen hat einen Portikus, derzwar für sich gut genug ist, dann aber von demwas darüber sieht, und dieses vollends von einergigantischen Kuppel erdrückt wird. Das Innereist nicht glücklicher gerathen; das Architektonischevernachläßigt, und die Skulptur ohne Einsichtverschwendet. Vielleicht aber, daß seine aus Ita-lien nach Paris gesandten Zeichnungen dort, wiees oft begegnet ist, a ka Carlona ausgeführtwurden."

— (Johann). So hieß ein Königl.Französ. Ingenieur, geb. zu Bar le Duc, 1554.TlÄc.

Erresalde, (P.). Und so ein französischerKupferstecher, von dem man ein von 1655 datirteSBlatt: Uenecliction äe I'(lbbe88e äs 8t. Hvtoine,kille öe Nr. Uole , darcle äes 8ceaux , kennt»

Erschau oder Erschap, (Jacob). So hießein Baumeister, der um ,600. ju Augsburg gear-beitet hat. Wirr.

*Erringer, (Franz^, geb. 1640. und gest. zuParis. Von seinen Lebensumstanden weiß mannur so viel, daß er dort, dann zu Antwerpen, undendlich zu Rom mit vielem Beyfall gearbeitet habe.Rost ll 8 der, neben dem im Lexikon von ihmAngeführten, noch Verschiedenes von ihm anzeigt.So z. B. eine Folge von io. kleinen BlätternDi-ll u