Band 
Zweyter Theil, welcher die Fortsetzung und Ergänzung des ersten enthält.
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4o4 Gabriel.

Gaeus,

eben dieser Schriftsteller eine ausführliche Beschrei-bung, und zeigt ihren Werth und ihre Wängel an.Ob dieselben, wie der Abt Laugrer- ist uns un-bekannt.

Gabriel, ( ) ein neuerer Baumeister zu

Paris, lebte dort iZoz. und ist vielleicht des obi-gen Jacob Angelus Sohn.

Gabriel», (Gabriel de). JmJ. t 7 Z 5 > trugder Geheimde Rath zu Augsburg ihm die Stelleeines General-Baudirektors an; die er aberaus-schlug. Doch siehet man daselbst bey der Dom-kirche eine artige Kapelle nach stinen Angaben er-baut. von Sterken.

* — — oder Gabrielli, (Joh. Camillus),st. 1730. Lanzi I. 265. nennt ihn einen Schülervon Ciro Fern, und sagt- er sey der erste gewesen,der den Geschmack von P. di Cörtona nach Pisagebracht habe. In demselben sah man von ihmin der dortigen Karmeliter - Kirche ein gutes Ge-mälde in Ocl, worinn er glücklicher als in seinenFresko»rbeitenwar, obgleich auch dergleichen ganzhübsche, wie z. D. in dem großen Saal Alliatazu sehen sind. Uebrigens giebt auch Lanzi zu,daß derselbe von seinen Schülern- den Gebrüder»Melani sey übertreffen worden.

Gabry, ( ). So heißt im -Zlmsnacb 6esLsaux--Zrt8 von 1803. ein damals in Paris leben-der Landschaftsmaler.

* Gabuggiani, (Balthasär). Neben demim Lex. Angeführten, kennt man von ihm Blatterzu den Riües8ioal 61 6aetanc> ketrlolü 8ulle l'a-vole Anatomielie 61 öartüolomeo Lu8tackio,Rom 740. er 8eqq. Dann ein Bildniß von Alex.Polito, nach der Zeichnung von I. D, Campiglia-u. a. Ülarräe/ÜM und 4 /rc.

Gadboi, ( ). So wird im

6e8 6eg.Nx-Lrt8 von »Zoz. ein Künstler unter derRubrik der damals in Paris lebenden Landschafts-maler genannt, der, nach dem Urtheil des HerrnT- T- Brunn Aeergaard, besonders schön inGouache arbeiten soll.

* Gadd i, (Angelus). Sterbend empfahl seinVater Taddaus ihn- und seinen Bruder Johann,seinen Schülern, da Milano und di Casentino, zuweiterer Ausbildung. Angelus aber förderte dieKunst nicht, wie er's hatte thun können; er be-gnügte sich, den Styl Giotto's und seines Vatersnachzuahmen , was ihm denn auch treflich gelang.In dem Kloster St. Pancraz zu Florenz sieht Mannoch Stücke eines Gemäldes von ihm, in dembeßten Geschmacke seiner Zeit colorirt; eine grös-sere und schlechtere Arbeit (weil sie eben, scheintes, für ihn zu groß war) in der Sakristey derConventualen: Die Wiederfindung des H Kreu-tzes. Baldinucci halt ihn irrig für den Stiftervder doch für deN Verbesseret der VenetianischenSchule, welche indessen wohl zuverlaßig älter alsunser Angelus war, aber dafür (damals wenig-stens) nicht an seinen zarten Styl reichen mochte.

I. 42-43. S. auch im Lex. dtn Art. Joh.da Milans

* Gaddi, (Johann),Taddaus Sohn. Der,

selbe starb in blühenden Jahren, mit dem Rüf einesguten Kopfes. i. 42. S. auch oben An-

gelus G- und im Lex den Art, Joh. da Milans'

* — — (Taddäus), Garro's Sohn. LanriI. 4». sagt von ihm: »Derselbe war gleichsam der

Julius Romanus des Giotto, sein liebster undvertrautester Schüler, vasari urtheilte von ihmdaß er die Manier seines Meisters zwar stets be-folgt, aber nicht um Vieles verbessert , einzig ihnetwa in einer frischer» und lebhaftem Färbungübertreffen habe, was aber jetzt eben auch nichtmehr ersichtlich ist, so daß z. B seine in der HKreutzkirche zu Florenz befindlichen evangelischenGeschichten fast ganz im Geschmacke des Giottosind. Mehrere Originalität und Kunst entdeckt-sich dann in denjenigen im Spanischen Kapitel, woer mit Memmi wetteiferte. Da sieht man näm-lich an dem Gewölbe einiges aus der evangeli-schen Geschichte, und in dem Speisesaal eine Ms-gießung des H. Geistes, die zu den schönsten Ar-beiten des XV. Jahrh, gehört. Ferner an einerWand die Wissenschaften. und unter jeder dersel-ben einen ihrer berühmtesten Lehrer; woraus er-hellet , daß er sich auf solche symbolische Darstel-lungsweise , die allernächst aus Gebiet der Dicht-kunst gränzte, recht gut verstand. In allen diesenGemälden zeigt sich seine helle Farbe in vorzüg-lichem Lichte. Auch die herzogliche Galerie besitztvon ihm eine Abnehmung vom Kreutze" Fio-rMo dann (I. 273.), ebenfalls in Beziehung aufvasari's oben angeführtes Urtheil, meint doch:Daß Gadd» eine gewisse Großheit im Falten-wurf, und eine übereinstimmendere Farbengebungvor seinem Meister vorausgehabt; so daß mandeutlich sehe, daß er die Schönheit der Farbenseiner Gewänder der Harmonie des Ganzen auf-zuopfern wußte. Als Baumeister endlich wetteiferteer mit Andreas von Pisa in verschiedenen bedeu-tenden Bauten. An seine schöne, sogenanntealte Brücke zu Florenz, von welcher das Lexikonspricht, wurden an die 60,000. Goldgulden ge-wandt. Dann restaurirte er die Logie von St.Michele, und setzte, zur Aufbewahrung des öffent-lichen Fruchtvorraths, .ein Gewölb darüber. Auchdas Kastell von St. Giorgio erhielt eine Verbesse-rung durch ihn. (Lcl. tor?,) 1,150.

* Gaelen, (Alexander van). Das weikschich-tige Gemald (dessen das Lex gedenkt) welches ihmin England vornämlich Ruhm und Glück ver-schaffte, stellte die Königin Anna vor, wie sie, insechsspännigem Wagen, von ihren ^Garden undHofleuten begleitet, ins Parlament fahrt, ck Fou-te-rai.

* Gäeremyn. S. Garemyn.

Gaerrner, (Hans). So hieß ein Malerzu Nürnberg um 1599- was unö aber einzigdurch sein Bildniß bekannt ist.

* Gäera, (Scipio da). S. pulzsne.

Gaetani, ( ) ein Piemonteser, malte in

dem königl. Lustschlosse Stupinigi Grau in Grau.Larto/r.

* — — (Gaddo), Zeitgenoß und vertrauterFreund von Cimabue und Lass!, von denen er vielLicht in Absicht auf die Musiv - Arbeit zog. An-fänglich hielt er sich an die Manier der Griechenmit einer gewissen Mischung von Giotto's seiner.Alsdann verbesserte er seinen Styl in Rom- undgehörte von nun an zu denjenigeu alten Künstlern,an deren Arbeiten der Uebergang von dem hartenund schneidenden Geschmacke Cimabue's zu einembessern sichtbar ward. I. 22. Fiorillo I.

69. und III. ?i. Anm u. wo vermuthet wird,baß in iZvg. Clemens V. der damals in Avignonwohnte, unsern Gaddo dahin, nicht, wie va-sari sagt, nach Rom berufen habe; was uns in-dessen, nach F. eigener Bemerkung (I. 0. 264.)nicht ganz richtig erwiesen scheint.

Gaerano,( ) ein Italiener; baute unterder Regierung Peter des Großen den astronomi-schen Saal der Akademie zu St. Petersburg.Meus. Miscell. Xl. 27z.

* Gaeus. Don seinem im Lex. angeführtenStein, im Kabinette des Mylords Bcsborough,heißt es bey Murr S. 81—82. »Die beträcht-liche Tiefe desselben, und die Reinheit der Zeich-nung , sind Beweise von der ungemeineu Geschick-lichkeit des Künstlers. Es ist ein einziges Werkin seiner Art. Eine Copie davon von Laur. Ma-sini besaß der Baron Stosch; und eine andre,ebenfalls neue (doch mit dem griechischen NamenSkylacos bezeichnet), findet sich im Kais. Kabinelzu St. Petersburg. Auf beyden ist, wie auf dem