4 c >8 Galle.
Zehend Bildm'sse, mit und ohne Namen, des Ma-lers, und noch mehrere historische Blatter nachBatst», Aug. Carracci, Cigoli, I. B- Paggi,Rubens und F. Vanni angeführt, und namentlichsein Holofernes von Judith gelobtet/ nach Rubens,ein Hauptblatt genannt. Eben so rühmt ^üßli l.75 . seine Magdalena zu Jesu Füßen, nach Cigoli.So kennt man dann auch von ihm die Blätter zuRom. et Orsoe. Nonum. ex priscisRumismutibus eruta. dntxverp. 645. Don seinenLandschaften sagt warelet: „Er gravirte solchebloß mit dem Grabstichel. Seiv Felswerk ist fest,das Laub hat Leichtigkeit, die Farbe ist angenehmund wahr; jeder Gegenstand hat seinen Charakter,und die ganze Arbeit ist breit und markicht."
* Galle, (Cornelius), der jüngere, der imLex. ebenfalls unter dem Art. seines GroßvatersPhilipp erscheint , geb. zu Antwerpen um 1600.des obigen Sohn und Schüler, dem er aber nie-mals gleich kam; indessen haben wir von seinerHand einige Stiche, die nicht ohne Verdienst sind.Noch waren seine Bildnisse mit großer Leichtigkeitgearbeitet; und der Tadel trist mehr seine histori-schen Blätter, da er nicht so, wie sein Vater, dieZeichnung der menschlichen Figur verstand. RostV. 124. wo Verschiedenes von ihm angeführt wird:Geschichtliches nach C von Crayer, A. Diepen-beck, I. van den Hoeck, Rubens, undD. Teniersdem Vater; von Bildnissen diejenigen von Kais.Ferdinand III. und dessen Gemahlin nach vanDyck (1649.); eines von Oct. Piccolomini nachA. van Hülle, welches schön genannt wird, u. a.
* — — (Philipp) , von Harlem. Derselbeließ sich zu Antwerpen nieder, und errichtete in die-ser Stadt einen beträchtlichen Kupferstichhandel.Er war ein Künstler, dem es nicht an Fähigkeitenfehlte, der richtig zeichnete, und den Grabstichelmit vieler Leichtigkeit führte. Dann aber gebraches seinen Blättern, wegen allzuvieler Zerstreuungder Lichter, meist an Wirkung und Harmonie.Rost V. 116—18- der von ihm von ganzen Folgenanführt: Diejenige einiger berühmter Männer desXVI. Jahrhunderts, wovon der MmklerscheKa-talog zwey (Bilib. Pirkheimers und Nicl. Tartag-lia's) in Farben abgedruckt, enthält — I). L»-tlierinso hsnensis Vita et Nirueulä (Zs. Bl.)4.^ntxverp. 6zg.—ssesuOIinsti üiAnItstis virtutiset elstoentlR prseveutus 8z?bIIIis X. nach Block-land — Die sieben Wunderwerke der Welt, nebstdem Amphitheater von Vespasian, nach Hemskerke(8- Bl.) — Sieben Schlachten Mit dem Titel:Nellicese sssmilisL dssts ssol 58z. (sl. ü. 21- Bl.)Dann verschiedene einzele Blatter nach dem -altenBreughel, nach Fr. Floris und nach Martin deVos, von welchen die Dreyeinigkeit, eine großeKomposition nach diesem letztem, sein Hauptblattgenennt wird; sieben nach Fr. Floris werden beyFüßli IV. 50—53. 57—59- ausführlich beschrie-be». Noch kennt man von Philipp : Instruktion«et konckernens cje dien yourtraire pour les ?ein-tres, 8tLtuairss, Orlevres eto. Rol. Alivers 589-
* — — (Theodor), Philipps älterer Sohn,geb. zu Antwerpen um 1560. Nachdem er bey sei-nem Vater die Anfangsgründe der Zeichner- undKupferstecherkunst erlernt hatte, begab er sich nachItalien, und hielt sich ziemlich lange in Rom auf,wo er sich durch das Studium der Antike, unddadurch daß er mehrere Blatter nach italienischenMeistern stach, auszubilden suchte. Bey seinerRückkehr nach Antwerpen besorgte er den Kupfer-stichhandel seines Vaters; ahmte hiernächst alsKünstler den Grabstichel desselben nach, und ob-gleich seine Stiche weit fleiffiger sind, als Phi-lipps seine- so findet man doch darin noch Rauh-heit genug, und die nämlichen Fehler in Rücksichtauf Austheilung der Lichter und Schatten. RostV. n8—20. der von ihm einige Folgen anführt:I.Itis abusus, (Sinnbilder über den Mißbrauchder Prozesse); selten — Leben von St. Norbert,34 . Bl. 8 . — Leben Josephs und Mariä (28. kl.
Gallestruzzi.
Blättek) — st^pus Occasionis, In quo receptRcommosta» ne^lectoe vero ineoknmofiw per-so-nato seüerimts proponuntur, eine seltene Folgevon IZ. Bl. in 8 Dann von einzelen Mehreresnach Rubens und Stradan; wovon besonders-Ugolino mit seinen Kindern, aus Dante, nachdem erstem, ebenfalls selten genannt wird. FüßliIV. 85 - führt von ihm eine St. Hiltrudis, Stifte-rin des Klosters Leßen im Hananischen an.
Ein Verzeichniß meines sel. Vater führt von denvier Künstlern Galle über 1000. Blätter au. Unterdenselben von Folgen, neben den schon benannten:Einmal, unter Tausenden, zum Be-weis von der Arbeitsamkeit dervorweltDon Philipp:
Acht Statuen alter Gottheiten, so. -586.
Den Passion, gemeinschaftlich mit Golzius, nach Stra-. dan. Z7.BI.
Ebenderselbe, nach Ebeudems. 20. Bl. gest. von Adr.und Jvh. Cvllaert, Th. Galle, C. de Paas und I.Wrir. Eine schöne Folge in 4. deren wir sonst nir-gends Erwähnung gethan finden.
OiviuLrun, nupttsluiri oollveurs. 2g. Bl. so.
Das menschliche Elend. 5. Bl. so. ,
Anatomie des Menschen. 12. Bl. tov. er so.
Die drey Parzen. Z. Bl. iav. er so.
Hlusrr. LsUIss Lelgics- Scripcorum loooes. 150 Bl. exo.Regionum, kuriuiN, kunctorulliyue krospeccus. exc.
Don Theodor:
Illusrriun, Iwsgines ex snnAuis nisrivoribus ounnnis-MLliiius er gervmis expressss c>use exrrriic apuä A4 606. iZr- Bl. so.
Bildnisse flamändischer Maler. 84 - Bl. so.
Ilovs res>e,rs; wie z. B. Amerika, der Magnet, dieBuchdruckerey, der Seidenwurm, »ach Stradan so.
Von einem der Cornelius:
Oiveis-iruiii sviuM Species, ig. Bl. 6. exo.
Seidenwürmer 5. Bl. 6. 6-Ule exe.
Vssi cliveisi er Oriismeiiri 6. Leite exe. Diese jedochvou Franz Ertingev gestochen.
Ungewiß, von welchem der Galle:
Imsgines Irstorrriv rloorrilla illusrriirw. 680.
Leben Christi. 50. Bl.
Leben der H. Rvsalia. 10. Bl.
Berühmte Männer des St. Augustiner-Ordens. 51. Bl.Die vornehmsten Stifter der Mönchsorden. 41. Bl.Leben des Minoriten Gabr. Maria. 55. Bl. 8-Die Kardinäle vvm Hause Colonna.
I>rosogrspki->. 45. Bl.
Die Musen, nach M. de Vos. 9. Bl.
Die Sibyllen, nach A. Montford. 10. Bl.
Die Jahrszciten, nach I. Pvnte. 4. Bl.
Ueber die sämtlichen Kupferstecher Galle s. auchdie LVinklerschen und Brandesscheu Kataloge.
Galle, ( ) Gebrüder. Zwey junge fran-
zösische Baumeister, lebten als Pensionnäre detfranz Akademie in Rom um 1305. Auf der dor-tigen Ausstellung dieses Jahrs sah man von ihnenEntwürfe zu Ergänzung des Tempels vom rächen-den Mars, und des daran stoßenden Forums;ferners zu einem Museum für Bildhauerarbeit.
— — ( ). So heißt auch in öffentlichen
Blättern ein französischer Etempelschneider, derim I. 1806. eine Schaumünze zum Andenken derglücklichen Rückkehr des Kais. Napoleons ausEgypten geliefert hatte.
Galleir. S. Gallier.
* Gallestruzzi, (Joh. Baptist), geb. zuFlorenz 1613. Seine zarte, frey und verständiggeführte Radiernadel erinnert einigermaaßen anBella's seine (von dem er auch einige Platten nachdessen Tod beendigt hat), noch mehr aber an die-jenige von Podesia. Zu seinen beßten Arbeitengehören: Seine schon im Lex. angezeigten Folgenvon Basreliefs und Fristen, nach Polydor von Car-ravaggio, welche unter dem Titel: Opsrs cli l><>-liäoro 6:1 OarravnMio 1656. oder 58- erschienenwaren, und worunter besonders die 5. Blatterder Geschichte der Niobe, sechs andre ans derFabel und alten Geschichte, und unter diesen vor-